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Immer raus damit!

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26.09.2006, 22:00 Uhr

Am heutigen Dienstag veröffentlichte der Bund der Steuerzahler (BdSt) sein aktuellstes Schwarzbuch mit dem Titel Die öffentliche Verschwendung 2006 mit mehr als einhundert Fällen von öffentlicher Verschwendung.

Obwohl der Bund der Steuerzahler nun schon seit 57 Jahren anerkannte Verschwendungen öffentlich macht und auch auf bevorstehenden Verschwendungen hinweist, ist er weiterhin ein eingetragener Verein und noch immer keine öffentliche Behörde, welche Befugnisse zur Einschreitung gegen Verantwortliche von Steuerverschwendungen hat.

Und während der ehrliche Bundesbürger das erste halbe Jahr nur zur Tilgung seiner Steuern arbeiten geht, verschwenden die Regierenden mit allen Mitteln Gelder ihrer Bundesbürger. Wie schon seit Jahrzehnten, muß auch für die Verschwendungen in Höhe von aktuell dreißig Milliarden Euro aus dem Jahre 2005 kein Politiker seinen Stuhl räumen. Auch in Sachen Verantwortlichkeit und Haftbarkeit für Fehlinvestitionen beschränkt man sich derweil wohl lieber auf einen kleinen Tadel im Tagebuch des Betreffenden – während effektivere Methoden doch so naheliegen.

Zum Vergleich: Bei Fehlinvestitionen oder Neuverschuldungen, die nicht mehr getilgt werden können – eben so wie es bei der Bundesregierung der Fall ist – darf der mündige Bürger einen Offenbarungseid vorlegen und gleichwohl eine Privatinsolvenz beantragen. Der Politiker hingegen erhöht die Steuern. Auf der Startseite des BdSt wird dazu sehr treffend formuliert:

Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.

Eigentlich sollte man meinen, genau an dieser Stelle zerplatzt die heile Welt eines jeden Bürgers. Doch weit gefehlt: Es wird weiterhin am demokratischen System gezweifelt, anstatt an den Regierenden und der vorherrschenden Monarchie. Steuern werden weiterhin brav bezahlt, und jede Alternative steht im Lichte der Presseschmierer. Doch der Glaube darf niemals weichen, daß die Regierenden weiterhin versagen, noch mehr Schulden machen und noch mehr Steuern kommen. Vielleicht begreift dann auch der Letzte, daß das nicht der Weg und nicht das Ziel sein kann.

Falls Sie wider Erwarten damit leben können, schaffen Sie derweil bitte 18.500 EUR beiseite um die aktuelle, gesamte Staatsverschuldung im Ansatz zu tilgen. Beachten Sie aber bitte, daß sich die Summe dessen im Minutentakt ändert. Also kein Grund zur Unruhe. Oder doch?

Bildquelle: © Bund der Steuerzahler

(Steven)

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