Kampfhund attackiert Kind
26.09.2006, 20:45 Uhr
In Stendal wurde gestern ein 10jähriger Junge schwer von einem “Staffordshire Terrier” verletzt.
Wie die Medien berichteten fuhr der Junge mit seinem Fahrrad an einem Mann und dessen Hund vorbei, als der Hund sich von der Leine riss und den Jungen sofort angriff und in den Hals biss. Der Hundehalter versuchte die beiden zu trennen und wurde dabei selbst in die eigene Hand gebissen. Daraufhin biss der Hund sich in den Rücken des Kindes. Nach einiger Zeit habe der Mann den Hund wohl anbinden können. Weder er, noch ein Mitarbeiter des Tierheimes konnten den Hund beruhigen, weshalb er nach 45 Minuten unter den Augen zahlreicher Gaffer von der Polizei erschossen wurde.
Der Ablauf war sicherlich nicht gerade optimal, da man so etwas auch mit weit weniger Schaulustigen durchführen hätte können, was ich aber für weitaus verwerflicher halte, sind die Reaktionen von Personen, die daraufhin Blumen am Tatort niederlegten - wohlgemerkt nicht für das Kind, das ist noch am Leben, nein, für den Hund.
Man kann sich ja über das Thema Kampfhunde bekloppt diskutieren, aber es bleibt die Frage, ob das auch geschehen wäre, gäbe es in Sachsen-Anhalt ebenfalls ein Kampfhundegesetz, wie es in allen anderen Bundesländern der Fall ist.
Noch was zum Nachdenken: Wenn man sieht, wie schnell die Blumen für den Köter dort lagen, sieht man wieder einmal wieviel ein unversehrtes Kinderleben in der Bundesrepublik Deutschland wert ist. Pfui!

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