Vom Buhmann zum Volksheld ?
Es ist gerade einmal ein paar Tage her, da kochte den deutschen Arbeitehmerinnen und Arbeitnehmern gewaltig das Blut in den Adern. Wurde doch seitens der SIEMENS Konzernführung bekannt, dass die Chefetage sich satte 30% mehr Gehalt gönnt. Eine Frechheit, wenn man die Lage der Angestellten betrachtet, die ganz gleich in welcher Firma sie arbeiten, immer mehr mit den horrenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.
SIEMENS argumentierte, es sei legitim, dass die Gehälter erhöht würden. Die Bedeutung dieses Wortes schien bis dato kaum jemand in den vielen Schulstunden die sie verbracht haben, begriffen zu haben.
Jetzt kam der Eklat. BenQ meldet vor einigen Tagen mehr oder weniger über Nacht Insolvenz an. Seit letzten Donnerstag fliesst kein Geld mehr aus Taiwan an die deutsche Tochtergesellschaft.
BenQ übernahm vor eine Jahr das SIEMENS Handygeschäft weltweit und erhielt dafür eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe.
Den Ernst der Lage konnte jeder der 3.000 Arbeiter letzte Woche deutlich fühlen, da sich die SIEMENS Führung zunächst überhaupt nicht zu klaren Aussagen hinreissen ließ. Doch jetzt taucht SIEMENS Chef Kleinfeld auf, wie der bekannte Phönix aus der Asche. Großmundig verkündet er die Einrichtung eines Fonds in Höhe von 30 Millionen Euro, mit dem die Arbeiter vorerst unterstützt werden sollen, wenn es um Umschulungen oder Entlassungen geht. In diesen Fonds sollen auch die Gelder fliessen, die ursprünglich an die Chefetage gehen sollten. Kleinfeld rühmt sich als heroischer Glücksbote mit der Nachricht, großzügig auf die 30% Gehaltserhöhung zu verzichten.
Dennoch, Ihr da oben, glaubt Ihr denn wirklich wir, das Volk, sind blind?
Foto: © Siemens AG

Zitat wird eingefügt...
