Eine unbequeme Wahrheit
16.10.2006, 19:27 Uhr
Bereits seit vierzehn Jahren setzt sich Al Gore umfassend mit dem Thema Umweltschutz auseinander. Nach seiner Wahlniederlage gegen George W. Bush im Jahre 2000 wandte er sich komplett diesem Thema zu und fungierte als angesehener Experte auf diesem Gebiet. Unzählige Male hielt er nun bereits denselben Vortrag über die Auswirkungen des globalen Klimawandels. Leider jedoch stellte sich für Al Gore nicht der gewünschte Erfolg ein, denn weltpolitisch gesehen veränderte sich durch sein Engagement leider nicht viel.
Grund genug also mit dem Film “An Inconvenient Truth/Eine unbequeme Wahrheit” verstärkt an die Öffentlichkeit zu treten, um über die Fehlentscheidungen sowie die Auswirkung jener Fehlentscheidungen von verschiedenen Politikern aufmerksam zu machen. Al Gore verzichtet jedoch weitestgehend darauf, den politischen Feind in einer Schlammschlacht als Teufel zu präsentieren. Vielmehr setzte Al Gore auf die schonungslose Aufklärung, untermauert mit vielen Daten und Fakten, wodurch sein Dokumentarfilm immens an Objektivität gewinnt und auch mit einem ganz anderen Bild in die Öffentlichkeit rückt, als vergleichbare Produktionen.
Das Al Gore keinesfalls ein Populist ist, zeigt seine Antwort auf die Frage “How can we help?”, welcher auf Yahoo! Movies dieser Tage zur Verfügung steht. Somit stehen nicht nur die Auswirkungen im Mittelpunkt, sondern vor allem die Alternativen, für die jeder selbst sorgen kann. Im Gegensatz zu vielen weiteren Produktion, die den Kinobesucher wohl nur mit der traurigen Gewißheit zurück lassen, daß man es wohl nicht ändern kann, wird auch hierbei ein anderer - wenngleich nicht neuer - Weg gegangen.
Seit Donnerstag, den 12. Oktober 2006 gibt es diesen Film offiziell in deutschen Kinos zu sehen, und vielleicht ist diese Produktion eine Alternative zu der hundertsten Schmuseszene zweier grenzdebiler Eheleute oder dem zehntausendsten Film, welcher sich mit einem “Happyend” verabschiedet. Ob sich durch den Film das arrogante Verhalten der Menschen, auf die Natur in jedweder Art Einfluß zu nehmen, ändert, bleibt abzuwarten. Eine Bewußtseinserneuerung dürfte jedoch keinesfalls schaden.
Foto: © Universal Pictures

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