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Eine Reise zum Zahnarzt…

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07.12.2006, 20:50 Uhr

So, nachdem so ganz allmählich das Gefühl in den Kiefer, die Backe, das Zahnfleisch und den Rest des Kopfes zurückgekehrt ist, werde ich Erlebtes mal kurz zum Besten geben. Wer weiß, wen’s interessiert?

Vor vier Wochen ging es bereits los. Zahnschmerzen der übelsten Art. Ort: rechts oben und rechts unten. Eine Verschwörung? Nein, wohl nicht. Also, was tut man wenn man Zahnschmerzen hat? Richtig, man ruft nicht den Zahnarzt an, sondern jammert besser erst einmal einen im “Messenger” zu, wie dreckig es einem doch geht und wie weh das tut. Das Ganze macht man zehn bis fünfzehn Mal am Tag bis der Gegenüber auch verstanden hat, daß es einem ernst ist. In den folgenden Tagen wurden die Schmerzen stärker. Also mußte die zweite Lösung her, nachdem ja im Messenger irgendwie komischerweise keiner mehr aktiv war. *grübel* Schmerztabletten. Jawohl meine Herren. Gäbe es das Zeug kiloweise, wäre ich wohl mit nem Sackkarren zur Apotheke. Es half zunächst auch zur Besserung. Die Nächte ließen sich aushalten und das Pochen wurde weniger. Nachteil war mein Chef. Dieser wiederum fand ich sehe aus als stünde ich unter Drogeneinfluß, zumal ich wohl etwas verwirrt und langsamer als sonst war. Hinzu kam – das muß ich Fairerweise sagen – die Tatsache, daß ich ständig seinen Namen vergessen habe.

Eines Sonnabends mußte ich arbeiten und hielt es nicht mehr aus. Also Mut zusammengenommen und ab zum Notdienst. Der hatte keine Lust und schmierte mir mit der Aussage “Oh, die beiden Zähne müssen schnellstens raus” Salbe drauf und weigerte sich an seinem Notdiensttag mehr zu machen. Aaaaaaargh, also weiter Pillen fressen.

Montags dann einen Termin für Mittwoch gemacht zum Zähne ziehen. Also bin ich da hin und habe mich zu den anderen zwanzig Personen gesetzt deren Backen allesamt aussahen, wie eine Mischung zwischen Hamsterkopf und ausgetretenem Fußballleder. Beim Röntgen war’s noch lustig, zumal die Schwester dort viele Witze machte wie “Huch, nicht daß sie da hängenbleiben und wir einen Notarzt brauchen”. Sprüche die ein Mensch der grenzenlose Panik vor Zahnärzten hat einfach braucht in einer solchen Situation – klasse!

Wieder warten. Hoppla, ich bin dran. Eine Dame Ende vierzig erklärte mir, was alles schief gehen könnte, ließ mich irgendeine Scheiße unterschreiben und meinte dann es gehe gleich los. Hierbei sei nun angemerkt, man sollte es unterlassen sich mit eindeutig nationalen Aufdrucken auf den Klamotten auf einen Stuhl zu legen, vor dem eine russische Zahnärztin sitzt und einem die Zähne ziehen will. Aber wer weiß, evtl. war es auch purer Zufall, daß sie gerissen hat, als wolle sie mir die Mandeln, die Milz und ein Teil der Leber gleich mit entfernen.

Als ich fertig war, stellte sie mir zahlreiche Fragen und keifte mich zusammen wenn ich darauf antwortete, stets mit der Bemerkung “Sie soolen niecht sprechän”. So langsam kam mir die Geschichte mit dem vergifteten Spion in den Kopf, aber ich versuchte erstmal alles beiseite zu schieben.

Kaum zu Hause erwartete ich natürlich aufrichtiges Mitgefühl. Arschlecken. Ich liege keine zwei Minuten rennt mir die Katze über die Backe. Boooooh…… Kurz darauf klingelt das Telefon, dann das Mobiltelefon und der Hund bellt wie doof, weil ihn die Katze nervt.

Wieder kam mir der Spion in den Kopf, hmm. Der nächste Tag. Krankgeschrieben, was ein Glück, so kann ich nicht arbeiten. “Rrrrrrrrring. Die Firma. Uff! Erstmal gemeldet und gleich ‘nen Anschiß bekommen, warum ich denn nicht deutlich rede. Also brav gewesen und hingefahren um die angefangene Arbeit zu vervollständigen.

Nun denn, mittlerweile ist das auch rum und Ihr habt wieder mal was um Euch zu amüsieren.

(Markus)

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