Multi-Kulti-Tralala
17.02.2007, 02:50 Uhr
Man macht sich ja so seine Gedanken, wenn die Sprößlinge mal im Schulalter sind. Einerseits ist man schon froh, daß ein neuer Abschnitt beginnt, ein weiterer Schritt hin zum Erwachsenwerden. Dennoch bleibt natürlich auch immer ein wenig Wehmut dabei, werden die eben noch so knuffig süßen Kerlchen doch jetzt Schulkinder. Man hofft natürlich auch, daß sie in der Schule aufpassen, gut mitkommen, mitmachen und nicht zu den schlechtesten gehören, ist ja auch vollkommen normal. Dabei sollte man meinen, die Anforderungen sind für Kinder in der ersten Klasse altersgemäß. Doch wirft man einen Blick hinter die pädagogische Kulisse, so sieht das schon gleich ganz anders aus.
Da heißt es erst mal zur kollektiven Elternberuhigung „Wir lassen das alles gaaanz langsam angehen“. Fein. Nur leider ein klitzekleines Bißchen von der Realität hinter der Klassenzimmertüre entfernt. Es geht schon damit los, daß den Kurzen schon im ersten Schuljahr Fragmente aus der Fremdsprache „Englisch“ vorgesemmelt werden. Im Alter von 6, vielleicht 7 Jahren haben die Kinder bei weitem nicht einmal annähernd einen vollständigen Wortschatz. Woher auch ? Kinder lernen sukzessive mehr und mehr, schon alleine der alltägliche Ablauf übermittelt jede Menge neuer Eindrücke, Informationen und, und, und. Nein, das reicht ja nicht. Englisch ist ja DIE Weltsprache und „früh übt sich“ doch bekannter Weise. Ich finde es absolut schwachsinnig und halte es für Unfug, Kindern die noch grundlegende Kenntnisse in Grammatik, Satzbau und Wortschatz erlernen müssen, bereits mit einer Fremdsprache zu konfrontieren, ja regelrecht zu verwirren.
Sieht man einmal davon ab, daß sich auch die Bezeichnung der Schulfächer im Laufe der Jahre stetig verändert, ist der Start in die Schulzeit aus Sicht der Eltern doch mit einigem Grübeln gepaart.
Da schlägt man einfach einmal das Lesebuch auf, das in der ersten Klasse maßgebend ist. Hier bekommen die Kinder die Buchstaben beigebracht, lernen erste Wörter zu schreiben und zu lesen und später auch ganze Sätze. Wenn ich da dann so durch blättere, wundere ich mich schon ein wenig über die Macher solcher Bücher. Offensichtlich ist der Kelch der „Ich-muss-auch-was-für-Multikulti-tun-Manie“ an denen eben nicht vorrübergegangen, obwohl es wünschenswert gewesen wäre. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß selbst die Namen schon gegen multikulturell taugliche ersetzt werden. So steht dann dort wo früher sinngemäß „Peter liest ein Buch“ stand, „Ali liest ein Buch“. Das ist nun kein derber Scherz oder etwas, das ich mir an den Haaren herbeigezogen habe, das ist Realität in einem deutschen Klassenzimmer. Nun klar, man kann sagen es sei doch hirnverbrannt sich über so etwas aufzuregen, denn immerhin ist es ja nur ein Name. Ich finde es aber dennoch ein wenig zu sehr aufgesetzt, wenn man ganz bewußt solche Dinge einbaut, die Jahrzehnte nicht vorhanden gewesen sind. Sicher, man kann auch jede Art von Bevölkerungsgruppen einbinden, ganz gleich ob in der Mehr- oder der Minderheit. Dann liest eines Tages halt kein Peter und kein Ali mehr ein Buch, sondern ein Adoptivkind von zwei Homosexuellen das aus Simbabwe stammt. Was soll’s….
Überzogen. Ja, hart und provozierend war das eben. So sollte es auch wirken, denn ich sehe einfach diese kleinen Dinge, die sich im Laufe der Jahr wandeln und betrachte solche Entwicklungen mit Sorge. Wir tun ja alle so endlos viel für die Gleichberechtigung, aber berechtigen wir nicht allmählich alles ein wenig zu viel gleich ? Kommt Ihr noch mit ? Wenn nicht, fangt am Besten noch mal von vorne an zu lesen, denn es verwirrt sicherlich und das nicht zu wenig.
Doch bleiben wir einmal bei der Gleichberechtigung und legen den Fokus zurück auf die Wißbegierigen in der ersten Klasse. Hier ist eine relativ katholische Ecke, also sind auch nahezu alle im Fach Religion vertreten. Hmm, na ja, nicht ganz. Die fünf türkischen Kinder nicht, ist ja auch logisch und in Ordnung. Aber kann mir mal jemand verraten, weshalb diese Kinder dann zweimal in der Woche je eine Stunde früher nach Hause dürfen ? Ist das eine Art Bonuseffekt wie bei der Happy-Digits-Karte ? Bekommt man eine Belohnung wenn man zum Islam konvertiert oder warum gibt es so etwas ? Es geht mir nicht um das Fach Religion, nein wirklich nicht, denn alleine darüber könnte ich eine Abhandlung über 100 Seiten verfassen, es geht mir vielmehr darum, daß Kinder in diesem Alter noch gar nicht verstehen, geschweige denn Interesse daran haben, welche Unterschiede es in den verschiedensten Kulturen und Religionen gibt. Kinder sehen nur „Hey, die gehen früher nach Hause, das ist UNFAIR !“ Und so äußern sie sich auch zu Hause und mit Recht. Doch was erwidert man denn dann ? „Weißt Du, unsere Opas waren früher so böse zu anderen Menschen die nicht aus Deutschland kamen, dafür müssen wir alle halt noch einige Jahrzehnte zurückstecken“ ? Wie soll man das denn vernünftig erklären ? Ich meine GAR NICHT ! Im Gegenteil, es wundert mich, daß sich auch keine Menschenseele mal zu Wort meldet und sagt, daß das alles ist, aber keine Gleichberechtigung.
Mit solchen Dingen werden Unruhen begünstigt und Neid wird erschaffen. Konkurrenzverhalten baut sich auf und keiner will am Ende was gewußt haben. Dann müssen das Elternhaus, die Familienverhältnisse oder die finanzielle Schieflage zu Hause herhalten.
Wir leben in Deutschland. Ein Land das mir persönlich sehr gefällt und aus dem ich freiwillig niemals gehen würde. Wir haben hier eine Kultur und diese gilt es zu wahren und auch weiterzugeben. In der Schule werden hierfür die Grundsteine gelegt und ich meine es ist falsch solche Dinge einschleichen zu lassen.
Wenn ich da an Dietzenbach denke, ist man dort dem Rest der Nation wohl schon Lichtjahre voraus. Dort hängt Deutschlandfahne und das Foto des Bundespräsidenten in der Kita. Das sind Dinge die nicht toll sind, weil ich ja der Nationalsozialist a la carte bin, sondern weil es einfach so ist und man auch zeigen sollte, was einen ausmacht.
Und für die, die es halt nicht begreifen wollen sei gesagt, man sollte sich dann auch nicht wundern, wenn die Kinder beim nächsten Geburtstag in die Schule statt einen Kuchen lieber Schweinewürstchen mitbringen.
Hoch lebe die Integration !

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