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Wochenrückblick 12/2007

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25.03.2007, 18:04 Uhr

Montag

Wir haben es schon immer gewußt, auch die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den “Schurkenstaaten” und wurde nun in flagrantie vom amerikanischen Sicherheitsspezialist “Symantec” erwischt. Immerhin gehen neunzehn Prozent aller Sicherheitsrisiken in Europa von Deutschland aus, mahnte das US-Unternehmen. Dem nicht genug befinden sich 32 Prozent aller Betrugsseiten (“Phishing-Seiten”) in Deutschland, wie Symantec im Berechnungszeitraum vom 01. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 ermittelt haben will. Damit steht das schöne Deutschland in der Weltrangliste an zweiter Stelle, hinter den USA als Spitzenreiter.

Gutinformierte “Sicherheitskreise” aus Berlin versichern zudem, daß das Terrorvideo “Stimme des Kalifats” vom 10. März in Deutschland bearbeitet wurde. Die Nachrichtenagentur “ddp” berichtet weiter, daß das Video vermutlich auf einen deutschen Server übertragen und von diesem versendet wurde. Der Text könne, so die Nachrichtenagentur, nur von Deutschen oder von in Deutschland lebenden Moslems der zweiten oder dritten Generation mit einwandfreien Grammatikkenntnissen stammen.

Skandal, wie wir meinen! Bisweilen bleibt zwar zweifelhaft, wer die besagten Sicherheitskreise aus Berlin sein sollen und warum diese Meldungen bei anderen Pressehäusern bereits entfernt wurden. Dennoch sollte in Deutschland erhöhte Wachsamkeit (ergo Zivilgarage) geboten werden, damit die rund 73.500 in Deutschland stationierten US-Soldaten nicht in den Bundestag einmarschieren und in der Bundesrepublik auf den Putz hauen. Und das nur weil untragbare Versäumnisse erst von US-Unternehmen und derer, die es werden wollen, aufgedeckt wurden.

Donnerstag

Die beiden Software-Giganten Oracle und SAP zeigten sich im Umgang miteinander noch nie zimperlich. Insbesondere Oracle hat nichts unversucht gelassen um vom ewig zweiten Platz runterzukommen. Bereits 2004 begab sich Oracle auf Heuschreckenkurs, indem es für mehr als 16 Milliarden Dollar die Konkurrenten Peoplesoft, Siebel Systems und JD Edwards schluckte. Dem nicht genug, luchste man kurze Zeit später den Schwaben Jürgen Rottler von Hewlett Packard ab. Als “Geheimwaffe” angepriesen, sollte er verlorenen Boden wieder wett machen.

Die aktuellen Geschehnisse lassen jedoch vermuten, daß es dann doch nicht so kräftig voran geht, wie es sich einst Larry Ellison (Oracle-Gründer) vorgestellt hat. Der Oracle-Schuppen scheint also immer noch nicht richtig zu brummen und so zauberte man einen Klageantrag gegen SAP aufgrund von “Firmendiebstahl in großem Maßstab” hervor, und reichte ihn bei einem Bezirksgericht in San Francisco ein. Ferner begründete der US-Konzern seinen Klageantrag mit der Begründung: “Dieser Diebstahl scheint ein wichtiger und illegaler Teil der SAP-Wettbewerbsstrategie gegen Oracle zu sein.”

Da sind wir doch beim Stichwort: Wettbewerb! Auf der anderen Seite des Teiches hat man abstruse Methoden dafür entwickelt – keine Frage. Immerhin ist dies die erste juristische Auseinandersetzung der beiden Erzrivalen. SAP hat es mächtig Trubel und einen Kurseinbruch von knapp 1,4% beschert. In einer indirekten Stellungnahme verwies das Walldorfer Unternehmen zuweilen auf den internen Verhaltskodex (“Code of Conduct“). Am Freitag kündigte das Unternehmen nun auch juristische Schritte gegen die Vorwürfe an. Das verspricht uns eine spannende dreizehnte Kalenderwoche!

(Steven)

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