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Irak-Geiseln: Freilassung nicht in Sicht


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03.04.2007, 22:51 Uhr

Nach der Entführung zweier Deutscher im Irak, ist eine Freilassung weiterhin nicht in Sicht. Nach dem bereits am 20. März das Ultimatum ungenutzt verstrich, setzten die Entführer nun erneut eine Frist von zehn Tagen. Dies geht aus einer Filmaufnahme vom Dienstag hervor. Nach Geheimdienstberichten ähnelt die Aufmachung der Filmaufnahme jenen vom März 2007. Ebenso spricht man von einer hohen technischen Qualität der Aufnahmen. Derweil geht man der Frage nach dem Übermittelungsweg sowie des Aufnahmedatums nach, so heißt es weiter.

Die beiden Deutschen, Hannelore K. (61) sowie ihr Sohn Sinan (20) wurden am 6. Februar dieses Jahres von irakischen Geiselnehmern verschleppt. Beide leben seit einigen Jahren im Irak. Die 61-jährige Mutter ist mit einem irakischen Arzt verheiratet, der Sohn hingegen war im irakischen Außenministerium tätig. Anders als beim Fall der entführten Susanne Osthoff gestaltet sich die Kontaktaufnahme im aktuellen Fall schwieriger. Die Gründe hierfür liegen in der neuen Sicherheitsoffensive der Iraker sowie Amerikaner. Diese schränken die Möglichkeiten für die Entführer bzw. Vermittler massiv ein, da ein Vordringen zur deutschen Botschaft in Bagdad nicht möglich ist. Eine finanzielle Einigung wurde zwar seitens einiger Experten in Aussicht gestellt, ist aber Angesichts der Tatsachen denkbar schwer zu realisieren.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich indes besorgt um das Schicksal der im Irak entführten Deutschen. “Wir sind unverändert in großer Sorge”, so Steinmeier wortwörtlich. Anders die Bundesregierung: Sie zeigten sich lediglich über die Filmaufnahmen empört. Über eine mögliche Freilassung wurde jedoch nicht spekuliert.

(Steven)

Ein Kommentar zu “Irak-Geiseln: Freilassung nicht in Sicht”

  • 1 Wagner 16.04.2007, 21:52 Uhr

    Daraus lernen wir: wir sollten unser Finger nicht überall reinstecken, das gefällt nicht jedem…
    Die beiden sind auch keine Deutschen mehr aus freien Stücken. Sie haben sich freiwillig für ein anderes Land entschieden und dem Ihren den Rücken gekehrt, warum also sollten wir weitere Menschenleben riskieren um sie zu retten?! Dennoch sollten wir unsere Truppen abziehen, denn das ist nicht unser Kampf und wir haben dort nichts verloren!!! Es ist an der Zeit an uns zu denken und nicht ans Ausland! Wir müssen nichts übers Knie brechen um bei anderen gut da zu stehen! Es gibt genug Elend im eigenen Land, an das wir vielleicht mal zu erst denken sollten!!! Gruß Enrico!!!

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