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Iran: Militärschlag noch diesen Monat

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04.04.2007, 22:28 Uhr

Wie die Kuwaiter Zeitung “A-Siasa” unter Berufung auf Quellen aus Washington D.C. berichtet, steht ein Angriff auf den Iran noch in diesem Monat unmittelbar bevor. Nach Auffassung des Chefredakteurs, Ahmed Abdel Aziz al-Jarallah, sei die Bündelung der Flottenverbände im persischen Golf lediglich militärische Tarnung, da für die Angriffe gegen Reaktoren und sonstige nukleare Objekte des Irans bestimmte Waffen nötig seien, über deren Standort Teheran momentan nichts weiß. Ferner soll der Iran laut Prognose des Chefredakteurs vorerst nur aus der Luft angegriffen werden, damit die US-Streitkräfte keine weiteren Opfer erleiden.

Eine Erklärung über den baldigen Militärschlag gegen den Iran ist derweil in Vorbereitung. Der Chefredakteur schreibt weiter, daß der Angriff mit Vorwänden wie “verstärkte Sicherheit, Frieden und Stabilität um den Golf und den nahen Osten” begründet werden soll. Auch blieb der Punkt des iranischen Atomprogramms natürlich nicht unangesprochen, hierbei sieht die US-Regierung eine “Gefahr des iranischen nuklearen Programms für die USA und ihre Verbündeten in der Region, die Ausbreitung von Bedrohungen auf Europa und mehrere andere Länder”. Des weiteren wird dem Iran gemeinsam mit Syrien Einmischung und Spionage im Irak vorgeworfen. Auch die Mitwirkung an den Konflikten in Somalia, Jemen und dem Libanon sowie in Afghanistan schließt die Anklage neben weiteren Punkten ein.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigte indes am heutigen Mittwoch an, daß der Iran zu allen Staaten, und besonders zu den USA, freundschaftliche Beziehungen zu pflegen beabsichtigt. Laut eigener Angaben wurden die Beziehungen zu Washington erst dann abgebrochen, als die US-Regierung Teheran seine Bedingungen aufzuzwingen versuchte. Weiterführend bezeichnete er das Benehmen der USA als inakzeptabel. “Kein unabhängiger Staat wird eine solche Behandlung dulden. Wir wollen, daß die USA uns als gleichberechtigtes Land behandeln, und hoffen, daß Bush und seine Führung ihre Haltung ändern können”, führte der iranische Präsident auf einer Pressekonferenz weiter aus.

Es bleibt bisweilen zweifelhaft, ob die Geste des Willens einer gütlichen Einigung an dem Vorhaben der USA etwas ändern wird. Auch die angestrebte Freilassung der britischen Gefangenen wird den Plänen der USA nicht hinderlich sein. Im Gegenteil: US-Kräfte selbst entführten im Januar dieses Jahres fünf iranische Diplomaten im Irak. Wie die Nachrichtenagentur des Irans (IRNA) mitteilte, sei es erst durch die Bemühungen irakischer Beamte sowie UNO-Repräsentanten dem Iran möglich einen Delegierten der Botschaft zu den Diplomaten zu entsenden. Eine Freilassung der Diplomaten ist bis auf weiteres jedoch nicht in Sicht. Sich also bei der Gefangennahme der britischen Soldaten festzuklammern, um einen Kriegsgrund vorzuweisen, dürfte mitnichten standhaft sein.

Ein Krieg gegen den Iran ist nicht erst seit gestern in Planung und erstmalig hat die US-Führung eine reelle Chance erneut einen Krieg unter fadenscheinigen Begründungen zu führen. Nötigenfalls auch im Alleingang. “Lediglich” die Folgen könnten bei diesem neuerlichen Krieg wesentlich verheerender sein, als alle bisherigen. Nicht zuletzt in Bezug auf die Atomkraftanlagen, welche das US-Militär zu zerstören beabsichtigt.

Foto: © DoD

(Steven)

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