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Wochenrückblick 14/2007


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08.04.2007, 23:51 Uhr

Woche vom 02.04. bis 06.04.Montag

Zugegeben, die Familienministerin, Frau Ursula von der Leyen, hat es schon nicht leicht, muß sie sich doch einerseits um Kindergrippenplätze für die kleinen Racker unter drei Jahren kümmern und andererseits das Gesülze von irgendwelchen Bischöfen ertragen. Dem nicht genug, steht natürlich nach wie vor die Frage nach der Finanzierung des Ganzen offen, schließlich hat das letzte Hemd keine Taschen! Oder einfacher: Wer nichts hat, hat halt nichts. Somit ist man Ruckzuck in der Sackgasse, in denen alle möglichen Geldgeber die Arme verschränken.

Soweit nichts Neues eigentlich, wäre da nicht der Enthusiasmus, mit dem Frau von Leyen an die ganze Sache rangeht. Soweit ist das ja alles ehrbar, nur dieser Hickhack um nicht feststehende Pläne ist schon ein perfides Spiel mit dem Bürger. Schlußendlich wäre sie nicht die erste, die ihre Versprechen trotz großen Tamtams nicht hält. Heutzutage wird man zudem schneller verheizt, als es dem CO²-Wert in der Atmosphäre lieb sein kann. Darum Frau von der Leyen lieber etwas länger an den Konzepten arbeiten, dann klappt es auch mit dem protzigen Tamtam!

Donnerstag

Objektivität im deutschen Pressepuff ist schon eine schier unlösbare Aufgabe. Wie auch sollte man sich bei internationalem Politikgerangel der eigenen Meinung erwehren können? Ein Unding, welches nicht durchführbar und schon gar nicht vertretbar ist. Drum auf in den Kampf, denn das skandierte Böse - ergo der Schurkenstaat Iran - besitzt die Unverfrorenheit den dreizehntägigen Urlaub der fünfzehn britischen Marinesoldaten abrupt zu beenden.

Von wegen freie Meinungsbildung. Im Moment ist der Deutsche sowieso zu blöd dafür, also wird kräftig nachgeholfen - nicht zuletzt weil der Markt der Schmierblätter hart umkämpft ist. Weil dem so ist, liefert man sich auch eine Buchstabenschlacht allerfeinster Manier. Und während sich der Spiegel in tiefverwurzelte RAF-Vergangenheit begibt und mit “Isolationshaft” um sich wirft, sind andere Gazetten schon eine Ecke weiter, dort skandiert man dann gleichwohl das “propagandistische” Verhalten des Irans. Verflucht! Diese verdammten Krisengewinnler - ins Loch allesamt!

Dabei hat uns der Iran eben doch eines deutlich gezeigt: Anders als oftmals behauptet, lassen sich Konflikte auch diplomatisch lösen. Und wer gerne mit der Schleuder “Propaganda” um sich wirft, kann dies freilich tun, solange er nicht wie die US-Führung auf Drohgebärden abfährt und den Bär auf Feiern steppen läßt, wofür er noch nicht mal eine Einladung hat. Folgerichtig hatte die USA keinerlei Rechte sich in einen Konflikt dieser Art einzumischen, ungleich ob Bush seinen verhunzten Ruf noch etwas gerade rücken muß oder aber in Arschkriechermanier Blair die Flinte reinigen will. Mit dem Irak dürfte im Moment noch genug Arbeit vor den Heuschrecken aus Übersee liegen. Falls man das dann nicht sieht, geben die Nachbarländer Iraks sicherlich Hilfestellungen. - jene sehen sich nämlich seit Monaten einer Flut von Kriegsflüchtlingen ausgesetzt. Nur kräht da kein Hahn danach…

(Steven)



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