Wochenrückblick (17/2007)
29.04.2007, 20:48 Uhr
Mittwoch
Einmal mehr wird klar, daß auch reiche und teilweise berühmte Menschen nicht immer ein Leben voller Glück, Zufriedenheit und ohne jegliche Probleme führen. Im Rampenlicht stand eine vielen unbekannte Person namens Grit S. Auch ich mußte erst einmal eine der beliebten Suchmaschinen im weltweiten Datennetz bemühen, um herauszufinden, daß Miss S. eine wohl „weltberühmte“ Modedesignerin, Ex-Modell und Mode-Professorin in einem ist.
Nun gut, ich muß mich wohl mehr in den „High-Society-Kreisen“ herumtreiben, damit ich nicht auf Dauer so desinformiert bleibe. Doch worum es hier geht entbehrt jeglichen Anflug von Humor. Es geht auch in den Kreisen der oft bezifferten „oberen Zehntausend“ um Kindesmißhandlung.
Vergangenen Montag wurde der Säugling der 41 Jahre alten Prominenz um 12:44 Uhr in Berlin-Mitte von der Feuerwehr aus dem Loft der Seymour mit höchster Eile ins Krankenhaus Friedrichshain gebracht. Der kleine Junge, der gerade einmal sechs Monate alt ist, hatte zuvor offensichtlich selbst Erbrochenes eingeatmet und in die Luftwege bekommen. Das Kleinkind schwebte fortan in Lebensgefahr. Unmittelbar nach der Einlieferung in das Krankenhaus, äußerte sich ein Sprecher des Berliner Klinikkonzerns Vivantes:
„Es besteht der Verdacht, daß der Junge mißhandelt worden sein könnte.“
Grit Seymour wurde daraufhin zusammen mit ihrem 24 Jahre alten Partner Arsenguel B. von der Polizei verhört. Dieser stand seit dem auch unter dringendem Tatverdacht und wurde während das kleine Kind noch um sein Leben kämpfte am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Unterdessen wurde bekannt, daß das Kind mehrere Knochenbrüche hatte und während der Notoperation offensichtlich sogar die Schädeldecke geöffnet werden mußte.
Am vergangenen Sonntag wurde von der Klinik bekannt gegeben, daß der kleine Junge seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Wieder ein Kind, das gequält und mißhandelt in den Tod geschickt wurde. Unlängst wird deutlich: Überall, in jeder Gesellschaftsschicht ist dieser Virus verbreitet, der wieder und wieder die Seele aus den kleinen und unschuldigen Körpern nimmt.

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