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Wochenrückblick 20/2007

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20.05.2007, 22:52 Uhr

Mittwoch

Das mittlerweile achte Opfer der Salmonellenepidemie in Fulda wurde am vergangenen Mittwoch notiert. Seite Ende April wütet nun schon das Salmonellenvirus im “Klinikum Fulda”. Bisher starben daran acht Menschen und 288 wurden damit infiziert. Zusätzlich belästigt das Klinikum auch noch der immer noch umherstreifende Norovirus (besonders schwere, aber sehr kurze grippale Erkrankung). Da eine Infektion vom Virus zur eigentlichen Krankheit nahezu ausschließlich durch den Genuß von verdorbenen oder infizierten Lebensmitteln stattfindet, wurden weiterhin zahlreiche Speisen überprüft. Ohne Erfolg.

Das Klinikum fahndet immer noch nach dem Auslöser. Unterdessen hagelt es rege Kritik vom Sprecher der “Gesellschaft für Krankenhaushygiene”, Klaus-Dieter Zastrow. Er sagte der Frankfurter Rundschau, daß solche eine Epidemie wesentlich schneller aufgeklärt werden müßte, als das beim Klinikum der Fall sei. Besonders gefährlich aufgrund des geschwächten Immunsystems ist die Erkrankung für Säuglinge oder für ältere Patienten.

Da man offensichtlich immer mehr der Ratlosigkeit ausgeliefert scheint, hat nun die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen aufgenommen. Küche sowie Kantine des Krankenhauses wurden desinfiziert, überprüft und letztendlich geschlossen. Erfolg scheint aber dennoch nicht in Sicht zu sein. Seitens der Klinkleitung bleibt nun zu hoffen, daß durch Befragungen von Patienten und Angestellten Licht in die Angelegenheit gebracht wird.

Zastrow brachte zudem einen weiteren Faktor in Spiel: Sabotage. Er sprach davon, daß ein Sabotageakt aufgrund der bisher erfolglosen Ursachenforschung mittlerweile nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden könne. Wäre dies dann also der erste Anschlag mit biologischen Mitteln in der Bundesrepublik Deutschland?

Freitag

Das war dann wohl der Gipfel beim “Gipfel”. Abkommen wurden in Samara zwar keine bei der Zusammenkunft der Länder unterzeichnet, aber genug Stoff für reichlich Diskussionen gab es spätestens zum Ende des Treffens. Gari Kasparow, Oppositionsführer und bekannt als ehemaliger Schachweltmeister wurde von Sicherheitskräften daran gehindert, nach Samara zu fliegen. Kasparow wollte dort gegen die Politik des Staatsoberhauptes Putin Flagge zeigen. Dies war nicht zuletzt der Auslöser für Kanzlerin Merkel dem Kollegen aus Rußland vor versammelter Medienschar zur Abschlußpressekonferenz einmal zu sagen, was sie denn hiervon hält.

Warmherzige Umarmungen, wie von seinem Busenfreund Gerhard Schröder hat Putin von Merkel vorerst sicher nicht zu erwarten. Merkel kritisierte der Presse gegenüber das Verhalten und die Methodik Putins, mit Demonstranten umzugehen. Sie verurteile die Zwangsfestnahmen unter fadenscheinigen Gründen, um die Demonstranten nicht marschieren zu lassen. Die Reaktion des Russen kam prompt und so verglich Putin seine Vorgehensweise mit der, die zuvor in Deutschland in Heiligendamm gegenüber G8-Gegner angewandt wurde. Für ihn bilde dies keinerlei Unterschied. Auf die zunehmend spitzer formulierten Fragen der Presse reagiert Putin gereizt mit der Frage, wie sich eine “strategische Zusammenarbeit mit der EU” denn mit solchen Fragen “vereinen” lasse.

Als Fazit bleibt, man hat sich mündlich über Dinge wie die Kooperation in Sachen Energie und Klimaschutz geeinigt, oder beispielsweise das Erschaffen eines so genannten “Frühwarnsystems” für Engpässe in der Gaslieferung festgelegt. Merkel zeigt also dem russischen Machthaber direkt die Stirn und macht deutlich, daß auch er “nur” ein Politiker ist. Solch Rückgrat hätte sich so manch einer vom Gerhard Schröder erhofft, aber Geld war manchen schon immer wichtiger als der Erfolg beim Volk.

(Markus)

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