Was Frauen wollen
Edmund Stoiber hat es irgendwie mit Frauen: Einerseits die Fürther Landrätin, Frau Gabriele Pauli, die bis vor kurzem noch mit der Kettensäge am Thron säbelte, und anderseits Frau Christa Stewens, welche den mittlerweile scheidenden Ministerpräsidenten nun in den höchsten Tönen lobt und ihn gar als neuen Bundespräsidenten vorschlägt. Immerhin sei er ja hervorragend über die Verhältnisse in den neuen Bundesländern informiert und könne auch gut mit Finanzen jonglieren, so die bayerische Sozialministerin Stewens weiter.
Mensch, wenn das erstgenannte ein Haupteinstellungskriterium ist, hätte ich die paar Euronen für meine Kurzbewerbung auch noch ausgegeben. Mit meinem Geburtsort müßte ich dann schon fast überqualifiziert ein. Schade nur, daß das alles nicht so ganz auf den Herrn Stoiber zutrifft. Und Gott bewahre, Stoiber als Bundespräsident, dann lassen sich noch ganz andere Damen als die holden Dominas ablichten, nur um am neuen Thron zu sägen. Und mit Verlaub: Das kann bitterböse enden – auch für Deutschland. Vor allem ist Edmund Stoiber keineswegs jemand, der bis dato Standhaftigkeit bewies. Einerseits wollte man den Jugendlichen ja das Konsumieren von “Killerspielen” verbieten, und anderseits macht dann in der Partei jeder was er will – und das ganz gewiß nicht jugendfrei!
Zumal ich mir schwer vorstellen kann, daß man Interesse daran hat, daß im Schloß Bellevue zu Berlin, jemand ein tägliches Kabarett aufführt, nur um irgendwelche Peinlichkeiten zu überspielen und sich vorrangig zu profilieren. Außerdem sind fürs Kabarett die Jungs von der Linken zuständig und die lassen sich da nicht gerne dazwischen funken, das gibt nur wieder böses Blut in der BILD-Zeitung.
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