Es fröstelt wieder
17.09.2007, 22:56 Uhr
Ja, es fröstelt wieder auf dem Erdball und das trotz stetig wachsender Erderwärmung, man glaubt es kaum. Grund für den verfrühten Wintereinbruch sind, wie soll es auch anders sein, die kleinen Sticheleien zwischen den Besatzern Rußland und Amerika.
Bisher hielten die Amis ja den Titel „Mutter aller Bomben“ zu besitzen inne. Die Bombe, die auf den Titel MOAB (Massive Ordinance Air Burst) hört wurde erstmals im Jahre 2003 auf der Eglin Air Force Base im Nordwesten von Florida getestet. Die 9,7 Tonnen, die da vom Himmel fielen, erzeugten eine Wolke, die der einer Atombombe ähnelt. Wesentlicher Unterschied ist aber, daß die MOAB „nur“ konventionellen Sprengstoff in sich trägt. Die Zerstörungsgewalt läßt sich mit der einer kleinen Atombombe vergleichen. Der enorme Zerstörungsradius umfaßt mehrere hundert Meter, in dem die massive Schockwelle alles in Schutt und Asche legt, was ihr in den Weg kommt.
Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2007 und Rußland hat am vergangenen Mittwoch mit der Nachricht nun den VATER aller Bomben produziert zu haben, die Welt einmal mehr zum Nachdenken angeregt, wenngleich auch auf eine recht unkonventionelle Art und Weise. Der Name „Vater aller Bomben“ ist bewußt an die amerikanische Version angelehnt, was schon davon zeugt, daß man die Muskeln wieder einmal spielen läßt. Das Pendant der russischen Streitkräfte ist eine Vakuum-Bombe, die zwar ebenfalls auf atomares Material verzichtet, aber dennoch eine genau so hohe Sprengkraft besitzt. Die Bombe gibt einige Meter vor dem Aufprall ein brennbares Aerosol ab, welches dann bei der eigentlichen Zündung entflammt wird und somit in einem dreihundert Meterradius alles platt walzt.
Die Russen beteuern kein neues Wettrüsten beginnen zu wollen, was aber angesichts der Entwicklung dieser Bombe wirkt wie der Witz vom Fritz. Solch eine Bombe entwickelt sich nicht über Nacht und darum kann man davon ausgehen, daß die Russen schon 2003 nach Zündung der MOAB in Amerika, begonnen haben selbst die Entwicklung der Kriegsmaschinerie voranzutreiben.
Der Hohn schlechthin kam aus dem Mundes des Vize-Stabschefs der russischen Streitkräfte, Alexander Rukschin, der meinte „die Bombe belaste die Umwelt bei weitem nicht so, wie eine nukleare Bombe“. Soweit sind wir also schon, wir entwickeln umweltfreundliche Bomben und Massenvernichtungswaffen. Die Überlebenden können die Überreste dann ja wenigstens leicht trennen und in gelbe Tonne oder Altpapiertonne entsorgen. Damit kann dann Recycling betreiben werden und ruck zuck wird aus einer explodierten Bombe wieder eine neue, natürlich ganz zum Wohle der Umwelt. Zieht Euch besser mal warm an, es könnte kalt werden auf der Erde.

