Startseite » National » Der Verfassungsschutz auf Abwegen


Der Verfassungsschutz auf Abwegen


1 Punkt vergeben2 Punkte vergeben3 Punkte vergeben4 Punkte vergeben5 Punkte vergeben
laden ... laden ...
22.09.2007, 23:56 Uhr

Wer glaubt unser Bundesamt für Verfassungsschutz habe nur die bösen Nazis im Auge, der irrt. Zumindest, wenn man den Berichten der Netzmedien vom Focus und der Netzeitung glauben schenkt. Demnach war nämlich unter anderem einer der drei, wegen eines geplanten Terroranschlags in Deutschland auf amerikanische Einrichtungen (unter anderem die “Airbase Rammstein”), verhafteten Terroristen längst beim Staatsschutz bekannt.

“Rückkehrgespräche” kannte ich bisher nur von meinem Arbeitgeber, der nach längeren Krankheits- bzw. Abwesenheitsphasen mal schauen wollte, wie man sich denn die Zukunft so vorstelle. Der Verfassungsschutz hat eben jedoch ein etwas anderes Rückkehrgespräch geführt und zwar mit dem Terrorverdächtigen Daniel S. (stammt aus Neunkirchen im Saarland). Als S. von seinem Trip aus einem Terrorausbildungslager in Pakistan nach Deutschland zurückkehrte, führte der VS mit ihm ein Gespräch, um darin abzuklären, ob er als V-Mann zu gebrauchen sei.

Was den Beamten vom VS nicht so gefiel war die Tatsache, daß S. lediglich über seine religiöse Weltanschauung philosophierte und demnach wohl ganz und gar nicht als Terrorspitzel zu gebrauchen war. In der darauf folgenden Zeit (so wurde jetzt bekannt) hat eben jener Daniel S. die beiden anderen Terrorverdächtigen Fritz G. und Adem Y. geradezu darauf gedrängt einen Anschlag auf die “Airbase Rammstein” zu verüben.

Die drei Wahnsinnigen waren im Auftrag der Dschihad-Union (IJU) in Deutschland unterwegs. Ziel war es so viele Amerikaner wie nur möglich zu töten und den bevorstehenden Antrag auf Weiterführung des Afghanistanauftrags der Deutschen Bundeswehr zu beeinflussen.

Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge waren bereits seit 2003 die Ansichten des zum Islam konvertierten Daniel S. bekannt. Nun will die Bundesregierung schnellstmöglich den “Besuch terroristischer Ausbildungslager” unter Strafe stellen. Man muß sich diesen Satz schon mehrmals durchlesen, um ihn zu glauben. Aus Sicht der Bundesrepublik weiß man eindeutig, was da vor sich geht und schaut so lange wie nur möglich zu, aus welchem mir bisher nicht ersichtlichen Grund auch immer, und wenn man den richtigen Moment verpaßt um einzugreifen, kann es eines Tages einmal auch zu spät sein.

Aber die Tatsache, daß der VS schon seit 2003 über Daniel S. und demnach auch über seinen Besuch im Terrorlager und seine Wiedereinreise nach Deutschland Bescheid wußte, beschert mir ein mulmiges Gefühl. Man sagt ja bekanntlich man solle das Eisen schmieden solange es heiß ist, aber wenn der Staat sich beim Herumspielen des Gleichen verbrennt, können die Folgen für uns alle drastisch sein.

Foto: © SXC

(Markus)

Kommentar schreiben



RSS

Artikel bewerten

  • 1 Punkt vergeben2 Punkte vergeben3 Punkte vergeben4 Punkte vergeben5 Punkte vergeben
    laden ... laden ...
all-inkl.com webhosting
bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis  TopBlogs.de  Bloggeramt.de