Startseite » Wirtschaft » Vattenfall in der Offensive


Vattenfall in der Offensive


1 Punkt vergeben2 Punkte vergeben3 Punkte vergeben4 Punkte vergeben5 Punkte vergeben (2)
laden ... laden ...
09.10.2007, 07:32 Uhr

Vattenfalls Konzernzentrale in BerlinDer Energieriese fürchtet um sein Bild in der Öffentlichkeit und startete nun in verschiedenen Druckmedien (unter anderem im Spiegel) eine Dialog-Kampagne. Angesichts der Masse an negativen Pressemeldungen, ist die Angst um das Öffentlichkeitsbild keinesfalls unbegründet. Bedingt durch die Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel, sowie die Vorfälle im Naturschutzgebiet Lakomaer Teiche (Cottbus), welches einstweilen dem Tagebau Cottbus-Nord weichen sollte, ist eine Handlung seitens Vattenfall Europe gar erforderlich.

Brigitte Behrenz, ihres Zeichens Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, wandte sich bereits am 21. September dieses Jahres mit einem Schreiben direkt nach Schweden, um Antworten auf Fragen, resultierend aus insgesamt vier Kernpunkten, zu erhalten. Diese waren im Detail der Neubau von Kohlenkraftwerken in Hamburg (Moorburg), Boxberg und Berlin (Klingenberg); die CO²-Halbierung bzw. CO²-Sequestrierung; erneuerbare Energie sowie die von Vattenfall selbst veröffentlichte Klimastudie.

Der Geschäftsführer der Vattenfall AB (Schweden), Lars G. Josefsson, ließ sich nicht lange bitten und antwortete am 2. Oktober auf das Schreiben. Mahnt zugleich jedoch die “mediale Inszenierung”, die Greenpeace einer “Faktengestützen Debatte” vorziehe, an. Auch Josefsson habe laut eigenem Bekunden Fragen an Greenpeace, welcher er selbst in einem Dialog zu erläutern bereit ist. Verwies gleichzeitig jedoch auch darauf, daß Greenpeace den Dialog mit den Betriebsräten und Arbeitsnehmern suchen müsse, schließlich spekuliere man mit derartigen Vorgehensweisen auch mit deren Arbeitsplätzen.

Nun kann man von Vattenfall halten, was man mag, aber vom komplexen Themenfeld Fehlermanagement versteht man dort mehr als andere Unternehmen in ähnlichen Positionen - siehe Siemens. Der Rekurs seitens Greenpeace Deutschland ist durchaus standhaft, wenngleich die Art und Weise doch etwas Niveau vermissen läßt. Ob ein derartiger offener Dialog das Vertrauen nachhaltig herstellen kann, so wie es sich Vattenfall wünscht, bleibt fragwürdig. Zugleich übt die Kampagne jedoch einen gewissen Reiz aus, sofern sich Vattenfall tatsächlich offenen Fragen ehrlich zuwendet. Wir werden es erleben… .

Foto: © Vattenfall Europe AG

(Steven)



Kommentar schreiben



Trackback-Adresse

Setze bei Zitierungen bitte immer einen Trackback. Danke!

RSS

Neuste Artikel

Stichworte

Artikel bewerten

Funktionen

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis  TopBlogs.de  Bloggeramt.de