Der nächste Kandidat
Nur durch puren Zufall wurden Nacktfotos von minderjährigen Mädchen im Wohnhaus eines 57-jährigen katholischen Pfarrers aus Hamm entdeckt. Ein 40-jähriger Einbrecher hatte diese Fotos nach dem Diebstahl gesichtet und strebte an, den Pfarrer damit zu erpressen. Anstatt jedoch auf die Erpressung einzugehen und die Geldforderung zu zahlen, zeigte sich der Pfarrer selbst bei der Polizei an und half gleichwohl bei den Ermittlungen, die zur Ergreifung des Einbrechers bzw. Erpressers führten.
Mittlerweile sitzt der Langfinger in Untersuchungshaft. Anders verhält es sich beim Pfarrer. Wie ein Sprecher des Bistums Paderborn mitteilte, quittierte dieser zwar den Dienst, jedoch nur zum eigenen Schutze. Strafrechtliche Konsequenzen haben der Pfarrer gleichwohl nicht zu befürchten. Schließlich handele es sich bei den vorgefundenen Fotos nicht um pornografische Aufnahmen, sondern “lediglich” um reine Nacktposen der Minderjährigen, was in der Bundesrepublik nicht unter Strafe steht. Nach Angaben der Oberstaatsanwältin Ina Holznagel werde dennoch wegen Verdachts des Besitzes kinderpornografischer Schriften ermittelt.
Worauf derartige Ermittlungen hinauslaufen ist hinreichend bekannt. Dabei scheint es nahezu so, als entwickeln sich Kirchen zu einem Sammelsurium von Pädophilen. Bereits vor einem Monat berichteten wir über die pädophile Vergangenheit eines 38-jährigen Priesters aus der Gemeinde Riekofen. Nun reiht sich der nächste Kandidat mit einer abartigen Affinität zu minderjährigen Mädchen ein. Mitglieder der Gemeinde betrauerten gar den Abgang des einstigen Pfarrers. Na, wenn bei denen mal kein Schräubchen locker ist…
Foto: © SXC

Zitat wird eingefügt...
