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Ein Herz für Junkies?


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26.11.2007, 23:34 Uhr

Ein Herz für Junkies?Die Bundesrepublik ist eine hilfsbereite Nation. Wir helfen gerne, vornehmlich im Ausland und vor allem in der dritten Welt. Wir erlassen Schulden und spenden wie die Besessenen. Bereits im September dieses Jahres wurde vom Bundesrat ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der besagt, daß heroinabhängige Mitbürger künftig auf Kassenkosten mit der Ersatzdroge Diamorphin behandelt werden könnten.

Angedacht sei diese Art der Behandlung für sogenannten „therapieresistente“ Patienten, die zum Beispiel auf Methadon nicht mehr ansprechen. Laut Aussage der Bundesregierung wird die derzeitige Anzahl der in Frage kommenden Personen auf maximal 3.000 beziffert, beziehungsweise „geschätzt“. Nach Klaus Vater, Sprecher der Unionsfraktion, bringt diese Behandlung im Jahr pro Patient ein Mehrsumme von 7.000 Euro mit sich. Zur Zeit laufen bereits Modellprojekte in sieben verschiedenen Großstädten.

Angefacht wurde die Diskussion unter anderem durch einen Bericht der BILD am Sonntag (BamS), die behauptete, es handele sich nicht um 3.000, sondern um bis zu 60.000 Personen. Der Wahrheitsgehalt dieser Niederschrift ist daher mit Vorsicht zu genießen, wie man es von dieser Zeitung ja bereits kennt. Dennoch hat diese Behauptung auch etwas Gutes: Es wird diskutiert und das nicht zu wenig. Die grundlegende Frage, die Politik und Volk derzeit bewegt, ist, sollte solch eine Behandlung tatsächlich auf Kassenkosten möglich sein?

Meiner Meinung nach: Nein! Wir Deutschen neigen ja immer wieder gerne dazu in allem Mitleid an den Tag zu schaffen, selbst wenn es alles andere als angebracht ist. Ich kenne keinen, der die Welt als Heroinsüchtiger erblickt oder mit der Spritze im Kindergarten hantiert. Die ewige Diskussion, welche Droge wie gefährlich ist, was wie, wann abhängig macht, kann man sich hier getrost schenken. Es wird definitiv niemand gezwungen Drogen zu nehmen und ich habe für diese Menschen in keiner Hinsicht auch nur annähernd Mitleid, wieso auch?

Es gibt viele Krankheiten, die Menschen ohne Verschulden treffen und die noch lange nicht erforscht sind. Jeder Cent ist hier in Sachen Forschung und Medikation besser angebracht, als bei der Unterstützung von Behandlungen Drogenabhängiger. Harte Worte, die sicherlich bei vielen Gutmenschen auf nur wenig Verständnis stoßen. Doch wer schon einmal eine Spritze im Sandkasten gefunden hat, der denkt hierüber vielleicht ein wenig anders.

Nicht jeder kranke Mensch in diesem Land ist unschuldig an seiner Situation, aber in diesem Staat erhalten solche Personen oft mehr Unterstützung, Verständnis und Mitleid, als richtig sein kann. Dabei bin ich nicht der Übermensch, der alle verdammt und aburteilt, aber ich sehe bei weitem nicht ein, warum Junkies auf Kosten der Krankenkassen mit Ersatzdrogen behandelt werden sollen. Die Mehrkosten, die für die Kassen entstehen werden ja auch wieder auf irgendeinem Weg zurückgeholt, das steht mal außer Frage.

Was kommt denn dann als nächstes? Nicht therapierbare Pädophile bekommen unter Aufsicht Kinderpornos ausgehändigt? Dieser Staat läßt sich immer weiter ins sein Marionettendasein verbannen und durch scheinheilige Puppenspieler lenken.

Foto: © SXC

(Markus)


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8 Kommentare zu “Ein Herz für Junkies?”

  • 1
    Holger S. GERMANY


    Das Geld welches in Folge von Drogenkonsum durch Drogenkriminalität, therapieren und durchfüttern in der sozialen Hängematte verballert wird, das hätte man auch in eine vernünftige Familien-Politik investieren können - wenn man genau hinschaut, dann sieht man nämlich das die meisten drogensüchtigen aus Problem-Familien stammen.

  • 2
    L-Roy GERMANY


    Okay, Raucher fallen ja auch unter Drogennutzern, folglich sollten auch deren Folgeerkrankungen nicht bezahlt werden. Was ist mit Leuten, die zu schnell fahren und sich dabei verletzen? Konsequenterweise müßtest du auch denen die Behandlung aus Kassenkosten verweigern. Naja, wenn ich es recht überlege, sind auch Passivraucher für ihre Folgeerkrankungen bald selbst verantwortlich, schließlich ist demnächst das Rauchen fast überall verboten. Folglich ist jeder selbst schuld, wenn er die Nähe von Rauchern sucht..

    Was ich aber eigentlich sagen will: deine harte (durchaus nachvollziehbare) Haltung in Ehren, aber wenn man Drogenabhängigen nicht hilft, werden noch mehr Spritzen in den Sandkästen liegen und die gesellschaftlichen Nebenwirkungen bzw. -kosten wie Hartz IV für die Leute, Beschaffungskriminalität einschließlich Kosten für Polizei und Justiz sowie ggf. die Verwahrung der Leute in Gefängnissen oder Psychatrien sind auch nicht von schlechten Eltern.

    Aus meiner Sicht hilft langfristig nur eine Kombination aus jetziger Linderung der Probleme dieser Menschen bei gleichzeitiger (!) Präventionsarbeit bei nachfolgenden Generationen.

  • 3
    Steven GERMANY


    Okay, Raucher fallen ja auch unter Drogennutzern, folglich sollten auch deren Folgeerkrankungen nicht bezahlt werden. Was ist mit Leuten, die zu schnell fahren und sich dabei verletzen? Konsequenterweise müßtest du auch denen die Behandlung aus Kassenkosten verweigern. Naja, wenn ich es recht überlege, sind auch Passivraucher für ihre Folgeerkrankungen bald selbst verantwortlich, schließlich ist demnächst das Rauchen fast überall verboten. Folglich ist jeder selbst schuld, wenn er die Nähe von Rauchern sucht..

    Soweit nicht schlecht, nur von Folgekrankheiten sprach hier keiner, sondern lediglich von zweifelhaften Therapiemethoden. Den Spaß kannst Du Dir ja mal erlauben, und bei Deiner Krankenkasse nachfragen, ob Du Nikotinpflaster von der Kasse bezahlt bekommst, wenn Du mit dem Rauchen aufhörst. Ähnlich beim Autofahren: Den Ersatzwagen für den nächsten Unfall bezahlt Dir bestimmt nicht die Krankenkasse. Und genau da liegt der bekannte Straßenköter begraben, nicht bei der Debatte um die Behandlung von Folgeschäden infolge des Drogenkonsums.

  • 4
    Patriot GERMANY


    Wie schauts aus bei den Alkoholikern?

  • 5
    Steven GERMANY


    Wie schauts aus bei den Alkoholikern?

    Jetzt könnte man natürlich die Frage so im Raum stehen lassen, andererseits ist das aber irre langweilig, in sofern: An wen oder was richtet sich die Frage?

  • 6
    Bubele GERMANY


    Wenn Sie auch nur einen Lebensweg eines Drogenkranken - die Betonung liegt auf “krank” - würden Sie niemals so einen Artikel schreiben! Ich bin mir sicher!

  • 7
    sbubele GERMANY


    Vielen Dank, dass Sie meinen Kommentar gelöscht haben.
    Ein Zeichen von Stärke, oder wie soll ich das verstehen? LOL

  • 8
    Steven GERMANY


    Vielen Dank, dass Sie meinen Kommentar gelöscht haben.
    Ein Zeichen von Stärke, oder wie soll ich das verstehen? LOL

    Keine Angst, es wurde nichts gelöscht. Derzeit kommt jedoch keiner von uns dazu, Kommentare oder ähnliches zeitnah frei zu schalten.

    Dennoch würde ich Sie bitten den Kommentar erneut zu verfassen. Mittlerweile habe ich den bestimmt schon zwanzig Mal gelesen und der Satz ergibt weiterhin keinen Sinn. Danke!

    Gruß,
    Steven

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