Ein Herz für Junkies?
Die Bundesrepublik ist eine hilfsbereite Nation. Wir helfen gerne, vornehmlich im Ausland und vor allem in der dritten Welt. Wir erlassen Schulden und spenden wie die Besessenen. Bereits im September dieses Jahres wurde vom Bundesrat ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der besagt, daß heroinabhängige Mitbürger künftig auf Kassenkosten mit der Ersatzdroge Diamorphin behandelt werden könnten.
Angedacht sei diese Art der Behandlung für sogenannten „therapieresistente“ Patienten, die zum Beispiel auf Methadon nicht mehr ansprechen. Laut Aussage der Bundesregierung wird die derzeitige Anzahl der in Frage kommenden Personen auf maximal 3.000 beziffert, beziehungsweise „geschätzt“. Nach Klaus Vater, Sprecher der Unionsfraktion, bringt diese Behandlung im Jahr pro Patient ein Mehrsumme von 7.000 Euro mit sich. Zur Zeit laufen bereits Modellprojekte in sieben verschiedenen Großstädten.
Angefacht wurde die Diskussion unter anderem durch einen Bericht der BILD am Sonntag (BamS), die behauptete, es handele sich nicht um 3.000, sondern um bis zu 60.000 Personen. Der Wahrheitsgehalt dieser Niederschrift ist daher mit Vorsicht zu genießen, wie man es von dieser Zeitung ja bereits kennt. Dennoch hat diese Behauptung auch etwas Gutes: Es wird diskutiert und das nicht zu wenig. Die grundlegende Frage, die Politik und Volk derzeit bewegt, ist, sollte solch eine Behandlung tatsächlich auf Kassenkosten möglich sein?
Meiner Meinung nach: Nein! Wir Deutschen neigen ja immer wieder gerne dazu in allem Mitleid an den Tag zu schaffen, selbst wenn es alles andere als angebracht ist. Ich kenne keinen, der die Welt als Heroinsüchtiger erblickt oder mit der Spritze im Kindergarten hantiert. Die ewige Diskussion, welche Droge wie gefährlich ist, was wie, wann abhängig macht, kann man sich hier getrost schenken. Es wird definitiv niemand gezwungen Drogen zu nehmen und ich habe für diese Menschen in keiner Hinsicht auch nur annähernd Mitleid, wieso auch?
Es gibt viele Krankheiten, die Menschen ohne Verschulden treffen und die noch lange nicht erforscht sind. Jeder Cent ist hier in Sachen Forschung und Medikation besser angebracht, als bei der Unterstützung von Behandlungen Drogenabhängiger. Harte Worte, die sicherlich bei vielen Gutmenschen auf nur wenig Verständnis stoßen. Doch wer schon einmal eine Spritze im Sandkasten gefunden hat, der denkt hierüber vielleicht ein wenig anders.
Nicht jeder kranke Mensch in diesem Land ist unschuldig an seiner Situation, aber in diesem Staat erhalten solche Personen oft mehr Unterstützung, Verständnis und Mitleid, als richtig sein kann. Dabei bin ich nicht der Übermensch, der alle verdammt und aburteilt, aber ich sehe bei weitem nicht ein, warum Junkies auf Kosten der Krankenkassen mit Ersatzdrogen behandelt werden sollen. Die Mehrkosten, die für die Kassen entstehen werden ja auch wieder auf irgendeinem Weg zurückgeholt, das steht mal außer Frage.
Was kommt denn dann als nächstes? Nicht therapierbare Pädophile bekommen unter Aufsicht Kinderpornos ausgehändigt? Dieser Staat läßt sich immer weiter ins sein Marionettendasein verbannen und durch scheinheilige Puppenspieler lenken.
Foto: © SXC

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