Die Hilfe zum Tod
Eines der wohl kontroversesten Themen der Gesellschaft in der Bundesrepublik, sowie anderen angrenzenden Ländern, bekam diese Woche neuen Zündstoff. Der deutsche Ableger der Sterbehilfeorganisation Dignitat (der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet Würde) verkündete im Jahre 2008 erstmals einem Menschen beim Suizid helfen zu wollen.
Der klare Menschenverstand würde im ersten Moment denken, dies sei mit Garantie strafbar. Doch weit gefehlt: weiter…
Das deutsche Gesundheitssystem ist bekanntlich nicht mehr das, was es einst mal gewesen ist. An allen Ecken und Enden wird gespart, rationalisiert und gestrichen was das Zeug hält. Das dürfte mittlerweile jeder schon einmal in irgend einer Weise beim Arztgang oder vor allem während eines Krankenhausaufenthaltes am eigenen Leibe zu spüren bekommen haben.
Ganze vierzehn Tage ist es nun her, als in der südfinnischen Stadt
Nur durch puren Zufall wurden Nacktfotos von minderjährigen Mädchen im Wohnhaus eines 57-jährigen katholischen Pfarrers aus Hamm entdeckt. Ein 40-jähriger Einbrecher hatte diese Fotos nach dem Diebstahl gesichtet und strebte an, den Pfarrer damit zu erpressen. Anstatt jedoch auf die Erpressung einzugehen und die Geldforderung zu zahlen, zeigte sich der Pfarrer selbst bei der Polizei an und half gleichwohl bei den Ermittlungen, die zur Ergreifung des Einbrechers bzw. Erpressers führten.
Keine Spur von Reue war in den Augen des 36-jährigen Irakers zu sehen, als er den Mord an seiner einstigen Frau gestand. Kazim M. tötete vor knapp einem Jahr seine Frau indem er sie auf offener Straße erstach und bei lebendigem Leibe mit Benzin übergoß und anzündete. Der fünfjährige Sohn konnte dabei nur tatenlos zusehen.
Am Freitagabend flimmerte eine sehr geschmacklose Neuigkeit über den TV-Schirm: “Bischof rechtfertigt Entsendung von pädophilem Priester”. Gemeint war die Entsendung eines 39-jährigen Priesters im Bistum Regensburg (Gemeinde “Riekofen”), der bereits im Jahr 2000 durch einen Strafbefehl wegen Mißbrauchs von zwei Brüdern eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung erhielt. Damals war der Pädophile Kaplan in Viechtach/Niederbayern.
Nahezu dreißig Jahre ist es nun her, als damals der Arbeitgeberpräsident
Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden gab der nun seit mehreren Wochen anhaltenden Diskussion über die „No-Go-Areas“ in Deutschland neuen Zündstoff. Mit seiner Aussage: „Gestern Farbige, heute Ausländer, morgen Schwule und Lesben oder vielleicht Juden“ entfachte das Feuer erneut.
Hui, da hat der deutsche Pressepuff übers Wochenende wieder ein Thema hingelegt, über was es sich ganz offensichtlich zu recherchieren und zu schreiben lohnt. Schnee von gestern sind die sechs getöteten Männer in Duisburg, die zwei getöteten in Berlin und die drei toten Polizisten. Über zunehmende Mafia-Strukturen, organisierte Kriminalität und Konsequenzen von getöteten Kindern redet sowieso kein Tier mehr. Aber wenn sich zwei Jugendgruppen in einer ostdeutschen Kleinstadt gegenseitig die Fressen polieren, wird es schon interessanter. Kommt dann noch hinzu, daß die Geschädigten Inder waren, ist das Titelthema perfekt.
Ich bin katholisch erzogen. Nun ja, man sollte vielmehr sagen, man hat versucht mich in einem “christlichen Glauben” zu erziehen. Ich ging als Kind brav jeden Sonnabend mit Oma und Opa in die Kirche. War schon so was wie ein Stück Tradition, wobei ich ja auch keine Wahl hatte. Später ging es dann zur Kommunion und danach wieder zur Firmung. Soweit waren dann auch alle kirchlich-christlichen Pflichthandlungen abgeschlossen. So im Alter von ungefähr vierzehn Jahren begann ich jedoch die Dinge zu hinterfragen. 