“Guten Tag, die Welt ist am Ende”
“Hallo, unsere Namen sind Brinkm*** und We***, wir möchten uns gerne mit ihnen darüber unterhalten, ob Gott der Schöpfer denn diese Welt wirklich so gewollt hat, wie sie nun geworden ist”, schallte es aus der Türsprechanlage heute gegen fünfzehn Uhr. Hmmm, nun, da ich vorgestern auf einer Rolle gelber Säcke auf der Treppe ausgerutscht war und nun diese Woche zu Hause mit Salbenverbänden auf dem Sofa verbringen muß, war ich sowieso von Langeweile geprägt. Also was soll’s? Die Schachtel Zigaretten eingepackt, ein Feuerzeug und hab dann fröhlich zurückgeträllert: “Aber gerne meine Damen, ich eile zu ihnen!” weiter…
Treffender könnte man meiner Meinung nach eine Überschrift für dieses Thema gar nicht formulieren. Doch lassen wir das Eigenlob einmal beiseite und beschränken uns auf das Wesentliche. Schon alleine die Suche nach eben diesem Wesentlichen ist schwierig genug, in dem Getümmel von selbstverherrlichenden Hilfsnachrichten und Unterstützungs- angeboten verschiedener Prominenter oder Politiker.
„Es ist dunkel. Wie ein alles verschlingender Schatten legt sich die Dämmerung über den kleinen Ort. Alles ist still, nicht einmal ein Vogel macht sich in der Dunkelheit bemerkbar. Man sieht den kondensierten Atem, der beim Ausatmen dicht vor dem Gesicht entsteht. Es liegt ein Hauch von Grauen in der Luft. Dann schießt wie aus dem Nichts eine helllodernde Stichflamme aus der Dunkelheit hervor. Ein Feuer das zunächst nur kurz in die dunkle Umgebung sticht, um danach langsam vor sich hin zu lodern bis es schließlich in sich zusammenfällt. In den Rauchschwaden ist der Umriß eines Gegenstandes zu erkennen.
Vor wenigen Stunden ereignete sich im US-Bundesstaat Virginia einer der opferreichsten Amokläufe in der Geschichte der USA. Laut ersten Medienberichten zufolge wird ein einziger Täter für das Massaker vermutet. Während die Polizeibehörde offiziell 21 Todesopfer beklagt, berichten weitere Quellen von insgesamt 33 Todesopfern. Unter den Toten soll sich auch der Attentäter befinden. Ferner seien mindestens zwei Dutzend Studenten verletzt worden. Einige von ihnen schweben gar in Lebensgefahr, wie verschiedene amerikanische Blogs vermelden.
Die wohl teuerste, legale Sekte der Neuzeit macht wieder einmal Schlagzeilen seit einigen Tagen. Genau, es geht um die katholische Kirche. Wie ja jeder weiß sind wir, also wir Deutschen, nach Aussage einer großen deutschen Boulevardzeitung seit geraumer Zeit „Papst“. Nun, ich selbst habe nicht wirklich was davon, ich kann weder Wasser zu Wein machen, noch schaffe ich es seitdem trockenen Fußes über irgendwelche Flüsse zu wandern. Dennoch, Papst Benedikt leitete schon kurz nach Amtsantritt das Verfahren der Seligsprechung für den verstorbenen Papst
Gestern, vor genau hundert Jahren eröffnete das “Kaufhaus des Westens” (KaDeWe) in der Tauentzienstraße zu Berlin-Schöneberg. Und natürlich benötigt das Haus der Superlative, auch eine Huldigung der Superlative. Eine Aufgabe, wie für den gemeinen Pöbel geschaffen. Betitelungen wie “Kathedrale des Konsums”, “Symbol des Wirtschaftswunder” oder gar “Tempel der Begierde” sind da nur Spitze des Eisbergs. Auch der Direktor des
Öffentliche Irreführung und Bagatellisierung hält in den vergangenen Tagen immer öfter Einzug ins bundesdeutsche Geschehen. Insbesondere bei Kindestötungen läßt die Klassifizierung als “Verzweiflungstat” eher den Anschein der Verharmlosung, anstatt die tatsächliche Deklarierung der Tat aufkommen. So auch geschehen, bei der Tötung eines wenige Stunden alten Säuglings im Hamburger Stadtteil Osdorf.
Irgendwie empfand ich ein leichtes Befremden, als ich am vergangenen Wochenende eine Reportage in einem der öffentlich-rechtlichen Fernsehkanäle verfolgte. Zu sehen waren junge Türken, die ganz offen ihre Idee vom Nationalismus propagierten. Junge türkische Mitbürger mit aggressiven Parolen, gewaltbereit und fanatisch, wenn es um die „Feinde“ ihres Landes geht. Normalerweise würde ich da sagen: „Sollen sie doch machen, was interessiert’s mich?“ Aber die kleine, aber feine Tatsache, daß diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen dies auf dem Grund und Boden dieses Staates betreiben, bewegt mich zumindest einmal zum Nachdenken.
Irgendwie hab ich ja schon allmählich das Gefühl, die Kuriositäten verfolgen mich. In letzter Zeit ist mir eigentlich gar nicht mal sooo viel Aussergewöhnliches passiert, von daher dachte ich auch vergangenen Mittwoch nichts Schlimmes, als ich in meinen Keller ging, um Sperrmüll nach draussen zu stellen. Um in den Keller zu gelangen muss man aus dem Haus raus und am Gehweg eine Klappe öffnen, unter der dann fünf Stufen zur Kellertüre führen. Da ich vor einiger Zeit renoviert hatte, hab ich ca. 25 m² Dielenbretter dort liegen gehabt, gespickt mit 100er Nägeln. Da mir mein Nachbar versichert hatte, dass die Bretter auch tatsächlich mitgenommen werden wenn ich alle Nägel entfernen und die Länge von zwei Metern nicht überschreiten würde, dachte ich mir “Ach, machste Dir die Arbeit, dann haste wenigstens wieder Platz”. Nebenbei sei angemerkt, dass der liebe und netter Herr Nachbar bis vor einem Jahr bei eben dieser Müllabfuhr gearbeitet hat, die bei uns den Müll holt. 
