Eines der wohl kontroversesten Themen der Gesellschaft in der Bundesrepublik, sowie anderen angrenzenden Ländern, bekam diese Woche neuen Zündstoff. Der deutsche Ableger der Sterbehilfeorganisation Dignitat (der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet Würde) verkündete im Jahre 2008 erstmals einem Menschen beim Suizid helfen zu wollen.
Der klare Menschenverstand würde im ersten Moment denken, dies sei mit Garantie strafbar. Doch weit gefehlt: weiter…
Das deutsche Gesundheitssystem ist bekanntlich nicht mehr das, was es einst mal gewesen ist. An allen Ecken und Enden wird gespart, rationalisiert und gestrichen was das Zeug hält. Das dürfte mittlerweile jeder schon einmal in irgend einer Weise beim Arztgang oder vor allem während eines Krankenhausaufenthaltes am eigenen Leibe zu spüren bekommen haben. weiter…
Ganze vierzehn Tage ist es nun her, als in der südfinnischen Stadt Tuusula ein achtzehnjähriger Schüler bei seinem Amoklauf in der Jokela High School acht Menschen tötete und sich anschließend selbst richtete. Der Schüler Pekka-Eric Auvinen erlag einen Tag nach seinem Massaker in der Schule seinen schweren Verletzungen. Besser so, mag man da nun denken, aber „besser“ wäre nur die Vereitelung bzw. das „Nichtstattfinden“ dieser Bluttat gewesen. weiter…
Willkürlich erfolgte die Auswahl der Strecken, bei denen hessische Polizeibehörden millionenfach amtliche Kennzeichen vorbeifahrender Kraftfahrzeuge ablichteten. Dabei ging es zu keiner Zeit um eine zielgerichtete Fahndung. Vielmehr stützte man seine Handlungen auf das Rasterprinzip, nach welchem derartige Methodiken durchaus Anwendung finden dürfen – zumindest nach Ansicht des hessischen Innenministers Volker Bouffier (CDU) und anderer. weiter…
Das wird dem Softwareriesen aus Redmond sauer aufstoßen. Machen doch ausgerechnet die deutschen – genauer gesagt die Berliner – Polizeibehörden gegen das Geldvermehrungskind Windows mobil. Grund dafür ist der alles andere als reibungslose Ablauf mit dem auf Windows-basierenden und für die Polizei entwickelten Programm POLIKS.
Nach Angaben des stellvertretenden Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Helmut Sarwas, dauert eine durchschnittliche Anzeigenaufnahme zwischen dreißig und neunzig Minuten. weiter…
Das Veto des Brandenburger Innenministers zur bevorstehenden Demonstration tausender Bundespolizisten am kommenden Donnerstag in Frankfurt (Oder) mutet grotesk an. War es doch seine Behörde, die bisweilen drauf verzichtete, auch nur ansatzweise statistische Erhebungen zur Verfügung zu stellen, die Rückschlüsse darauf zuläßt, in wieweit eine Grenzöffnung Gefahren birgt. Die Richtigstellung dessen obliegt jedoch ohnehin nicht Schönbohm. Frisierte Statistiken sind etwas für SPD-Politiker – besser man stellt gleich den Gemeinschaftsgedanken in den Vordergrund. weiter…
Diäten können Menschen ja bekanntlich helfen besser auszusehen. Bei den hier gemeinten Diäten dürfte jedoch allenfalls das Aussehen des Kontostandes deutscher Bundestagspolitiker verbessert werden. Da liegt die Koalition seit Wochen bei fast jedem zur Debatte stehenden Thema im Clinch und kaum geht es an den eigenen Verdienst, Schwupps, da einigt man sich innerhalb kürzester Zeit auf einen gemeinsamen, wohlbemerkt recht zufriedenstellenden, Nenner. weiter…
„Die Bahn kommt“, so lautete der Leitspruch der Bahn noch vor einigen Jahren. Mittlerweile sollte man diese Aussage nicht mehr all zu wörtlich nehmen, sorgt doch GDL-Chef Manfred Schell derzeit mit Inbrunst dafür, daß die Bahn eben nicht kommt, zumindest nicht pünktlich oder an den Tagen, an denen er und seine Mannen das nicht wollen.
Die Streiks im Personenverkehr der Deutschen Bahn sind nun vorerst ja einmal überstanden, den Pendler wird es freuen, doch seit der Entscheidung vom Arbeitsgericht Chemnitz am vergangenen Freitag, das der GDL uneingeschränktes Streikrecht einräumte, steht nun der Güterverkehr im Visier der GDL-Recken. weiter…
Wie man aus Situationen Gewinn schlägt hat man nie verlernt. Nie vergessen, wie der Titel zu lauten hat und wie penibel man ins Detail gehen muß, um die gierige Masse zu befriedigen. Ethik, Moral – vergessene Werte. Es geht um Verkaufszahlen, nicht um die Tat und schon gar nicht ums Wachrütteln. Andernfalls wäre jene Meldung – wie sonst auch – auf der letzten Seite inmitten irgendeiner Boulevard-Spalte gelandet. weiter…
Dieter Zetsche trägt schwer an seinem Reformkurs bei Daimler. In einem Interview mit dem Manager Magazin (11/2007, S. 94) gab er an, daß sich mittlerweile eine Nettoliquidität von 14 Milliarden Euro bei Daimler eingestellt habe, was nach Ansicht des Vorstandschefs auch abzüglich aller Risiken einfach zu viel Kapital ist. Eine Personalaufstockung kommt für Zetsche dennoch nicht in Betracht. Viel lieber investiert man die Gelder in Aktienrückkäufe, deren Nutzlosigkeit unbestreitbar sein dürfte. weiter…