Werden wir verdächtigt? (Teil 2)
Fast ein Jahr ist es her, als uns der Brief des sächsischen Landeskriminalamts ins Haus flatterte und wir im Brennpunkt erstmals über die Ermittlungsmethoden der eigens gebildeten Sonderkommission »Heller« berichteten. Mittlerweile hat sich so einiges getan. So wurde am 17. Juni dieses Jahres der 34-jährige Carsten D. infolge eines DNA-Reihentests überführt. Mittlerweile wird bereits Anklage gegen den Dresdner wegen schwerem sexuellen Mißbrauchs, Vergewaltigung und Körperverletzung in zwei Fällen erhoben, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. weiter…
Man muß zugegeben, die Methodik, derer sich Mitarbeiter des
Für Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm muß es ein herber Schlag ins Gesicht gewesen sein, als er davon erfuhr, daß ausgerechnet bei seiner ohnehin schon geschönten Statistik zum Verbrechensaufkommen in den Grenzregionen zu Polen zahlreiche und nicht ganz unerhebliche Datensätze fehlen. Auch die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen zur polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) liegt vorerst auf Eis.
Schwer wiegen die Vorwürfe gegen den einstigen Domkapitular Otto M.. So soll er zwischen 1976 und 1991 als Schulleiter des mittlerweile geschlossenen Bamberger Knabenseminars
Willkürlich erfolgte die Auswahl der Strecken, bei denen hessische Polizeibehörden millionenfach amtliche Kennzeichen vorbeifahrender Kraftfahrzeuge ablichteten. Dabei ging es zu keiner Zeit um eine zielgerichtete Fahndung. Vielmehr stützte man seine Handlungen auf das Rasterprinzip, nach welchem derartige Methodiken durchaus Anwendung finden dürfen – zumindest nach Ansicht des hessischen Innenministers Volker Bouffier (CDU) und anderer.
Wie man aus Situationen Gewinn schlägt hat man nie verlernt. Nie vergessen, wie der Titel zu lauten hat und wie penibel man ins Detail gehen muß, um die gierige Masse zu befriedigen. Ethik, Moral – vergessene Werte. Es geht um Verkaufszahlen, nicht um die Tat und schon gar nicht ums Wachrütteln. Andernfalls wäre jene Meldung – wie sonst auch – auf der letzten Seite inmitten irgendeiner Boulevard-Spalte gelandet.
Brisante Details waren es, die Herrn
Keine Spur von Reue war in den Augen des 36-jährigen Irakers zu sehen, als er den Mord an seiner einstigen Frau gestand. Kazim M. tötete vor knapp einem Jahr seine Frau indem er sie auf offener Straße erstach und bei lebendigem Leibe mit Benzin übergoß und anzündete. Der fünfjährige Sohn konnte dabei nur tatenlos zusehen.
Staatliche Organe, insbesondere jene, die für Gesetzgebung und Ausführung verantwortlich sind, wollen ohne jeden Zweifel nur das beste für den Bundesbürger – solange er kein Terrorverdächtiger ist! Daß dem auch tatsächlich so ist, versucht einstweilen 