Wochenrückblick 15/2007

Montag

Zweifelsohne ist Guantánamo Bay kein unbeschriebenes Blatt mehr, und seit dem neuerlichen Hungerstreik von insgesamt dreizehn Gefangenen, sollte jenes Gefangenenlager einmal mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten sein – sollte man zumindest meinen. Aber weit gefehlt: In Europa herrscht vornehmlich Langeweile, nicht zuletzt, weil man vielmehr mit den Predigten des Humanismus beschäftigt ist. Wer vermag schon die Hand gegen die US-Führung erheben? Gerade in diesen Tagen, als bereits außenpolitische Spannungen das Tagesbild beherrschen. Nein, so viel Zivilcourage darf freilich nicht erwartet werden. Und es ist ja auch durchaus legitim, daß Gefangene, die in den Hungerstreik treten, zwangsernährt werden. Getreu dem Motto: “Bist Du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.” weiter…

0 Kommentare 15.04.2007, 23:56 Uhr

Terror hat einen neuen Namen

Zumindest einen, den die US-Behörden ihm geben. Wer unwiderlegbare Beweise und schonungslose Aufklärung erwartet, wird zwar weiterhin maßlos enttäuscht, was bleibt ist jedoch die Gewißheit, daß die US-Regierung es versteht ihren Hals aus der Schlinge zu ziehen. Zuweilen scheint das mit erpreßten Geständnissen auch hervorragend zu gelingen.

Schuldig im Sinne der Anklage, ist diese Woche der in Guantánamo Bay inhaftierte Khalid Scheich Mohammed, dessen Geständnis – datiert auf den 10. März 2007 – vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Dieser wurde unter vollzogener Folterung (wie in Guantánamo Bay nun mal nicht unüblich) und der Androhung dessen zu einer folgenreichen Aussage bewegt, so zumindest aus Sicht der US-Behörden. weiter…

0 Kommentare 15.03.2007, 22:26 Uhr

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