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	<title>Brennpunkt &#187; Aufschwung</title>
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	<description>Wir stören den guten Ton.</description>
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		<title>Rhetorische Granaten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 06:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Riesiges Tamtam und Hauptsache dicke Hose war das Hauptanliegen des Bundesparteitags der SPD. Damit punktet man zwar bei den eigenen Parteifreunden, bisweilen aber wenig beim W&#228;hler. So weitreichend die Themengebiete gef&#228;chert waren, so spartanisch wurden sie abgehandelt. Angefangen von Mindestl&#246;hnen &#252;ber Volksaktien f&#252;r die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn, ein neuerliches NPD-Verbot, die BAF&#214;G-Erh&#246;hnung bis geheuchelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710280057001.jpg" title="Rhetorische Granaten" class="titelbild" />Riesiges Tamtam und Hauptsache dicke Hose war das Hauptanliegen des <a href="http://parteitag.spd.de/" target="_blank">Bundesparteitags</a> der SPD. Damit punktet man zwar bei den eigenen Parteifreunden, bisweilen aber wenig beim W&#228;hler. So weitreichend die Themengebiete gef&#228;chert waren, so spartanisch wurden sie abgehandelt. Angefangen von Mindestl&#246;hnen &#252;ber Volksaktien f&#252;r die Teilprivatisierung der <a href="http://www.bahn.de/" target="_blank">Deutschen Bahn</a>, ein neuerliches NPD-Verbot, die BAF&#214;G-Erh&#246;hnung bis geheuchelten Friedensanstrengungen, war wirklich alles vertreten, was in diesem Jahr im politischen Kabarett &#8211; auch Bundestag &#8211; aufgef&#252;hrt wurde. <span id="more-306"></span></p>
<p>Sorge um Unterst&#252;tzung braucht sich die SPD bisweilen nicht machen. F&#252;r den tobenden Applaus sorgen linkslastige Medienh&#228;user, die sich immer noch f&#252;r &#252;berparteilich halten. Da wird von ergreifenden und selbstbewu&#223;ten Reden gepriesen, als h&#228;tte die SPD die Rhetorik erfunden. Da&#223; dabei der politische Nutzwert auf der Strecke blieb, ist ein notwendiges &#220;bel, aber keine Tragik. Zumal der Bundesparteitag ohnehin der verzweifelte Versuch ist, verlorenen Boden wett zu machen. Die Endkonsequenz fordert demnach nat&#252;rlich publikumsvertr&#228;gliche Ansprachen, mit viel Herz und Schmerz und weniger mit fungierten L&#246;sungswegen. Davon ist man bei der SPD ohnehin seit eh und je weit entfernt. </p>
<p>Was sich im &#252;brigen wunderbar an der angestrebten Teilprivatisierung der Deutschen Bahn abzeichnet. Denn um zu verhindern, da&#223; ausl&#228;ndische Investoren allzusehr Einflu&#223; auf die F&#252;hrung des Unternehmens nehmen, strengt man an, Volksaktien auszuteilen. Immerhin wird dann die einst als Volksaktie angepriesene T-Aktie als Traueraktie abgel&#246;st. Politische Debakel haben es ohnehin so an sich, da&#223; sich Umst&#228;nde mehrmals wiederholen m&#252;ssen, um neue Wege zu finden. Die Erwartung zu stellen, diese Entscheidung der Mehrheit des Volkes zu &#252;berlassen, d&#252;rfte ohnehin zu hoch gegriffen sein. Schlie&#223;lich haben die Haubentaucher namens Bundesb&#252;rger ohnehin keinen Plan von der Materie. </p>
<p>Apropos Demokratie. Nat&#252;rlich ist auch ein angestrebtes NPD-Verbotsverfahren Gegenstand des Bundesparteitags. Einerseits freilich um von eigenen Mi&#223;st&#228;nden und Aff&#228;ren innerhalb der Partei abzulenken, andererseits nat&#252;rlich um den demokratischen Grundgedanken mit F&#252;&#223;en zu treten. Immerhin sei die NPD noch gewohnt undemokratisch und &#252;berhaupt alles andere als akzeptabel. Andererseits ist es nat&#252;rlich ein notwendiges &#220;bel den antifaschistischen Grundgedanken der SPD hoch zu halten und daf&#252;r einzustehen. Bisweilen versagten leider Anti-Rechtskampagnen und derer fr&#246;nt man dann besser nicht. Steuerverschwendung ist schlie&#223;lich ein hei&#223;es Eisen, wo sich so mancher SPD-Politiker schon die Griffeln verbrannt hat. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Wochenr&#252;ckblick 18/2007</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2007 21:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittwoch Die Bundesregierung f&#252;hlt sich wohl in der Rolle, dem Bundesb&#252;rger frohe Kunde zu vermitteln. Nicht zuletzt weil sich derartigen Nachrichten in Zeiten von Reformen, die Schweizer K&#228;sesorten verdammt &#228;hnlich sind, durchaus gut nutzen lassen. So auch die Meldung, da&#223; es weniger Arbeitslose gibt. Und dabei hei&#223;t es doch nicht erst seit gestern im Volksmund: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703181520001.jpg" title="Woche vom 30.04. bis 04.05." class="titelbild" /><strong>Mittwoch</strong></p>
<p>Die Bundesregierung f&#252;hlt sich wohl in der Rolle, dem Bundesb&#252;rger frohe Kunde zu vermitteln. Nicht zuletzt weil sich derartigen Nachrichten in Zeiten von Reformen, die Schweizer K&#228;sesorten verdammt &#228;hnlich sind, durchaus gut nutzen lassen. So auch die Meldung, da&#223; es weniger Arbeitslose gibt. Und dabei hei&#223;t es doch nicht erst seit gestern im Volksmund: &#8220;Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gef&#228;lscht hast.&#8221; Aber eins nach dem anderen, denn vorerst wollen wir uns lieber in den Jubel um die Fr&#252;chte der vorhergehenden Reformen einh&#228;ngen. <span id="more-193"></span></p>
<p>Im konkreten Fall also um die Steuererh&#246;hung, die das &#8220;Wirtschaftswunder&#8221; bedeute oder die Hartz IV-&#196;nderungen, die so ziemlich jeden unter 25 Jahren ins soziale Abseits dr&#228;ngen. Zu Recht liebe Leser, zu Recht und wenn das kein Schrei nach Perspektive ist, dann hat man wohl was falsch verstanden. Wobei wahrscheinlicher ist, da&#223; man sich hier mit etwas schm&#252;ckt, was in seiner Form so perfid und grob irref&#252;hrend ist, da&#223; man sich schon die Frage stellen sollte, ob man darauf abf&#228;hrt verschei&#223;ert zu werden. Und an dieser Stelle klinke ich mich auch gerne wieder aus dem Jubelwirrwarr aus. Nicht, weil mir selbst der Gedanke an einen Aufschwung mi&#223;f&#228;llt, sondern weil sich mit solchen Methoden der Heuchler und der Intrigant die Klinke in die Hand dr&#252;ckt.</p>
<p>Sp&#228;testens seit Schr&#246;der, sollte auch der letzte Bundesb&#252;rger wissen, wie ernst Arbeitslosenstatistiken zu nehmen sind. Wer das gekonnt &#252;berspielt hat, mu&#223; n&#246;tigenfalls seine Plauze vor die T&#252;re tragen und sich erneut die Frage stellen, warum &#8220;Jobcenter&#8221; weiterhin in ihrer immensen Anzahl vorhanden sind. Schlie&#223;lich haben wir mehrere Millionen Arbeitslose weniger, somit sollte es auch weniger betreuendes Personal geben. Momentan kommt man aber vielmehr zu der Schlu&#223;folgerung, da&#223; weniger Arbeitslose, mehr Personal bedeuten. Leidtragender an dieser Stelle ist der Staatshaushalt. Aber da es keine Steigerungsform von am schlechtesten gibt, interessiert das sowieso keinen. Scheinbar ist da wohl die ganze Euphorie noch nicht angekommen, sowas aber auch. </p>
<p><strong>Freitag</strong></p>
<p>Keineswegs wird Telekom-Vorstandsvorsitzender René Obermann im jetzigen Moment f&#252;r das bewundert werden, was er f&#252;r ein derart festgefahrenes Unternehmen in Kauf genommen hat. Dabei hat er doch f&#252;r seine alsbald ehemaligen Mitarbeiter eine recht passable M&#246;glichkeit gefunden, und das obwohl er diese M&#246;glichkeit nicht h&#228;tte in Betracht ziehen m&#252;ssen. Um so mehr darf man verwundert dar&#252;ber sein, da&#223; selbst daf&#252;r, der Undank Welten Lohn ist. </p>
<p>Schlie&#223;lich oblag es den Mitarbeitern selbst, Situationen, wie die heutige, schon von vornherein im Keim zu ersticken. Doch vielmehr ruhte man sich auf die Mitgliedschaft in sonderbaren Gewerkschaften aus. Schlie&#223;lich wollen die ja sowieso f&#252;r den Mitarbeiter selbst nur das beste. Soweit auch nicht verwerflich, solang nicht der Arbeitgeber vor der Zerschlagung steht. N&#228;mlich genau da, k&#246;nnte die Telekom alsbald stehen, w&#252;rde sie mit ihrem Stil aus den Vorjahren weiterfahren. Die Mitarbeiter selbst, tragen an diesem Zustand auch eine Verantwortung, wenngleich man das nat&#252;rlich nicht wahrhaben will. Und das obwohl, so ziemlich jeder Bundesb&#252;rger mittlerweile wissen m&#252;&#223;te, wie es um den Service der Telekom bestellt war. </p>
<p>Den gr&#246;&#223;ten Anteil daran haben nun mal die Mitarbeiter. In sofern h&#228;tte man sich schon viel eher der Verantwortung stellen m&#252;ssen. N&#246;tigenfalls auch mit internen Rundschreiben &#8211; eben so, wie man es aktuell gehandhabt hat. Dabei n&#252;tzt es wenig, einen Schuldigen f&#252;r die aktuelle Lage zu suchen, nur um von sich selbst abzulenken. Schlie&#223;lich ist das Tragen der Konsequenzen ein hartes St&#252;ck, wof&#252;r die Mitarbeiter nicht beneidet werden. Gleichfalls ist der Rose Riese weiterhin ihr Arbeitgeber und wird dies auch noch eine ganze Weile bleiben. </p>
<p>Bei alledem h&#228;tte es n&#228;mlich noch viel schlimmer kommen k&#246;nnen. Allein der erhobene Anspruch eines jeden Mitarbeiters an sich selbst, h&#228;tte den Rosa Riesa wieder in der Monopol-Stellung erheben k&#246;nnen. Sich dessen aber bewu&#223;t zu werden, scheint hierbei eine schier unl&#246;sbare Aufgabe zu sein. Dabei sind es genau jene Mitarbeiter, die den Kontakt zum Kunden und auch das Bild in der &#214;ffentlichkeit pr&#228;gen. Freilich, kann man auf Mi&#223;st&#228;nde im Vorstand verweisen &#8211; denn die gab es zweifelsohne, nicht zuletzt seit Ron Sommer. Sich aber darauf auszuruhen, nutzt weder dem Mitarbeiter, noch dem Unternehmen. </p>
<p>Fakt ist, da&#223; man in Zukunft weiterhin einen gesicherten Arbeitsplatz bei einem Ableger des gr&#246;&#223;ten europ&#228;ischen Unternehmens der Bertelsmann AG bekommt. Sofern das f&#252;r einen bedeutungslos ist, dann ist man freilich bei solchen zweifelhaften Gewerkschaften gut aufgehoben. Und zweifelsohne machen diese aus allem einen Riesen Tamtam, aber eben keinen Rosa Riesen.</p>
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		<title>Huch, wo ist denn der florierende Absatzmarkt hin?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2007 14:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bereits vom Verband der Automobilindustrie Anfang M&#228;rz bef&#252;rchtet, gehen im Inland die Absatzzahlen der deutschen Autobauer weiter zur&#252;ck. Auch im Februar wiesen die Neuzulassungen im Vergleich zum Januar dieses Jahres ein deutliches Defizit auf. Die einzigen Gewinner sind Mercedes Benz, deren Umsatzplus auf die neue E-Klasse zur&#252;ckgef&#252;hrt wird, sowie Porsche. Deutlicher Verlier ist hierbei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703061548001.jpg" title="Huch, wo ist denn der florierende Absatzmarkt hin?" class="titelbild" />Wie bereits vom Verband der Automobilindustrie Anfang M&#228;rz bef&#252;rchtet, gehen im Inland die Absatzzahlen der deutschen Autobauer weiter zur&#252;ck. Auch im Februar wiesen die Neuzulassungen im Vergleich zum Januar dieses Jahres ein deutliches Defizit auf. Die einzigen Gewinner sind Mercedes Benz, deren Umsatzplus auf die neue E-Klasse zur&#252;ckgef&#252;hrt wird, sowie Porsche. Deutlicher Verlier ist hierbei Volkswagen, mit einem R&#252;ckgang von 19,7%. <span id="more-97"></span></p>
<p>Insgesamt meldete das Kraftfahrtbundesamt am vergangenen Freitag 215.460 Neuzulassungen im Februar, was einen R&#252;ckgang von insgesamt 12,7% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im Detail sehen die Abs&#228;tze wie folgt aus:</p>
<p>Audi (Neuzulassungen ins.: 27.531, Umsatzverlust von 19,2%)<br />
Ford (Neuzulassungen ins.: 25.963, Umsatzverlust von 15,3%)<br />
BMW, Mini (Neuzulassungen ins.: 33.770, Umsatzverlust von 16,2%)<br />
Mercedes Benz (Neuzulassungen ins.: 19.000, Umsatzplus von 2,7%)<br />
Opel (Neuzulassungen ins.: 37.334, Umsatzverlust von 11,3%)<br />
Porsche (Neuzulassungen ins.: 1.200, Umsatzplus von 9,00%)<br />
Volkswagen (Neuzulassungen ins.: 35.000, Umsatzverlust von 19,7%)</p>
<p>Bleibt uns dieser Trend erhalten, gehen die Ums&#228;tze in den Folgemonaten weiterhin zur&#252;ck. Wie Angela Merkel das wohl wieder erkl&#228;ren wird? Schlie&#223;lich ist der entscheidende Ausl&#246;ser f&#252;r diesen R&#252;ckgang die Mehrwertsteuererh&#246;hung, wie die Autobauer angaben. Wir sind auf jeden Fall gespannt wie eine Flitzebogen, denn zuweilen nervt die Aufschwungs-Euphorie n&#228;mlich ungemein&#8230;</p>
<p><hr /><h4>Verwandte Artikel</h4><ul style="padding:0px;margin:0px;"><li>&raquo; <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20061004/nu-aber-weg-mit-der-karre/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Nu aber weg mit der Karre">Nu aber weg mit der Karre</a></li><li>&raquo; <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20061207/eine-reise-zum-zahnarzt/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Eine Reise zum Zahnarzt&#8230;">Eine Reise zum Zahnarzt&#8230;</a></li><li>&raquo; <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070330/der-fruehling-naht/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Der Fr&#252;hling naht!">Der Fr&#252;hling naht!</a></li><li>&raquo; <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20051010/fleischskandal-und-hetzjagd/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Fleischskandal und Hetzjagd">Fleischskandal und Hetzjagd</a></li><li>&raquo; <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070301/das-problem-ist-es-gibt-gar-keins/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Das Problem ist: Es gibt gar keins!">Das Problem ist: Es gibt gar keins!</a></li></ul></p><hr /><small>&copy; 1998-2010 <a href="http://bpmedien.org">BP Medien</a> ( BP769c6b943ddf5a2fef4ef61def6718be)</small>]]></content:encoded>
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