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	<title>Brennpunkt &#187; Demokratie</title>
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	<description>Wir stören den guten Ton.</description>
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		<title>Wer braucht noch eins?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 20:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pfennigfuchser aufgepa&#223;t: Raketenabwehrsysteme (ABM) werden Dank steigender Nachfrage billiger. Wer also insgeheim schon immer den Traum hegte, Nachbars Katze beim morgendlichen Gesch&#228;ft im Vorgarten direkt auszuradieren, sollte sp&#228;testens jetzt zugreifen und auf den Zug des R&#252;stungswahns aufspringen. Momentan rei&#223;en sich n&#228;mlich drei Milit&#228;rm&#228;chte um ein Raketenabwehrsystem vor der eigenen Landesgrenze. Mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710302147001.jpg" title="Wer braucht noch eins…" class="titelbild" />Pfennigfuchser aufgepa&#223;t: Raketenabwehrsysteme (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Ballistic_Missile" target="_blank">ABM</a>) werden Dank steigender Nachfrage billiger. Wer also insgeheim schon immer den Traum hegte, Nachbars Katze beim morgendlichen Gesch&#228;ft im Vorgarten direkt auszuradieren, sollte sp&#228;testens jetzt zugreifen und auf den Zug des R&#252;stungswahns aufspringen. Momentan rei&#223;en sich n&#228;mlich drei Milit&#228;rm&#228;chte um ein Raketenabwehrsystem vor der eigenen Landesgrenze. Mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, da zieht man es vor, die Ger&#228;tschaften nach Europa zu verpflanzen. Heeme ist n&#228;mlich schon alles zugepflastert. <span id="more-314"></span></p>
<p>Etwas unkomplizierter verfahren dagegen Ru&#223;land und Israel, wobei Israels Intentionen derzeit g&#228;nzlich unformuliert sind. Unbeachtet dessen, ziehen es die Russen vor sich vor den kapitalistischen Invasoren &#8211; ergo den USA &#8211; mit einem eigenen ABM zu sch&#252;tzen. Das f&#252;hrt freilich zu Krisen in Friedenszeiten und au&#223;enpolitisch zu einem Fiasko, n&#252;tzt der eigenen Abwehr aber weit mehr, als diese erb&#228;rmliche Diplomatieheuchelei. Zumal derzeit sowieso nicht feststellbar ist, wer sich eigentlich vor wem sch&#252;tzen will.</p>
<p>Verst&#228;ndlich dabei, da&#223; sich Polen im wahrsten Sinne des Wortes wieder &#252;berrannt f&#252;hlt und auf die Seite der US-Amerikaner schl&#228;gt. Lieber breitbeinig, als engstirnig hei&#223;t die Devise. Au&#223;erdem ist Geiz immer noch geil, und wann gibt es schon ein ABM umsonst? Da&#223; man allerdings von Anfang den Bau dieser Anlagen mehr oder minder diktiert bekommen hat und basisdemokratische Ans&#228;tze &#252;berhaupt nicht in Frage kamen, ist f&#252;r den Demokratiegedanken Polens mehr als zweifelhaft. </p>
<p>Allerdings sollte das R&#252;stungsfetischisten reichlich wenig interessieren, gilt es doch den Gedanken der Wehrhaftigkeit jedweder Demokratien zu wahren. Die Vereinigten Staaten testen derweil schon mal flei&#223;ig ihr Raketenabwehrsystem zum vierten Mal infolge und feiern ihre Errungenschaft. Zwar ist die Liste der Schurkenstaaten mittlerweile auf sechs St&#252;ck geschrumpft. Aber auch dort gibt es terroristische Bestrebungen, gegen welche aktive Gefahrenabwehr betrieben werden mu&#223;. </p>
<p>Wie diese Gefahrenabwehr in Zukunft aussehen soll, bewies das US-Milit&#228;r am vergangenen Freitag vor der finanzkr&#228;ftigen Klientel aus Israel, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ziel der &#220;bung war es, ein ballistisches Ziel durch eine Abfangrakete vom Himmel zu holen, was nat&#252;rlich grandios funktionierte. Bravo! Und w&#228;hrend die Milit&#228;rvertreter noch immer kr&#228;ftig applaudieren bis die Handfl&#228;chen platzen, freut sich Israel ein Loch in den Gaza-Streifen. Immerhin sagten die Vereinigten Staaten fest zu, sich an einem neuerlichen ABM in Israel zu beteiligen. </p>
<p>Da&#223; hat Israel auch dringend n&#246;tig. Hat doch das alte Abwehrsystem <a href="http://www.army-technology.com/projects/arrow2/" target="_blank">Arrow II</a> immensen Nachr&#252;stbedarf, der zwar bereits in Augenschein genommen, aber noch nicht durchgef&#252;hrt wurde. Eigentlich fehlen jetzt nur noch die Atomsprengk&#246;pfe und die Welt k&#246;nnte sich viel Stahl, Arbeit und Geld sparen. Auch das dumme Gesabbel von so manchem Verteidigungspr&#228;sidenten w&#252;rde dann der Vergangenheit angeh&#246;ren. Leider auch unsere Zukunft! Zumindest erspart uns das die Frage, welche zweifelhafte Rolle Europa in seiner Gesamtheit bei diesem Konflikt einnahm. Richtig, die des ewigen Kopfnickens.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Es dient nur Ihrem Schutze!</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Oct 2007 21:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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		<description><![CDATA[Staatliche Organe, insbesondere jene, die f&#252;r Gesetzgebung und Ausf&#252;hrung verantwortlich sind, wollen ohne jeden Zweifel nur das beste f&#252;r den Bundesb&#252;rger &#8211; solange er kein Terrorverd&#228;chtiger ist! Da&#223; dem auch tats&#228;chlich so ist, versucht einstweilen K11 in einem Beitrag klar zu stellen. Schlie&#223;lich m&#252;sse sich ein unbescholtener B&#252;rger weder vor heimlichen Durchsuchungen des eigenen Rechners, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710062342001.jpg" title="K11 Logo" class="titelbild" />Staatliche Organe, insbesondere jene, die f&#252;r Gesetzgebung und Ausf&#252;hrung verantwortlich sind, wollen ohne jeden Zweifel nur das beste f&#252;r den Bundesb&#252;rger &#8211; solange er kein Terrorverd&#228;chtiger ist! Da&#223; dem auch tats&#228;chlich so ist, versucht einstweilen <a href="http://www.k11.de/blog/" target="_blank">K11</a> in einem Beitrag klar zu stellen. Schlie&#223;lich m&#252;sse sich ein unbescholtener B&#252;rger weder vor heimlichen Durchsuchungen des eigenen Rechners, des Ausschn&#252;ffelns privater eBriefe oder sonstige Rechtsbr&#252;chen f&#252;rchten. <span id="more-275"></span></p>
<p>An dieser Stelle mu&#223; man K11 einfach zu viel Subjektivit&#228;t im benannten <a href="http://www.k11.de/blog/2007/10/05/angst-vor-der-polizei/trackback/" target="_blank">Beitrag</a> unterstellen, schlie&#223;lich r&#252;hrt Objektivit&#228;t nicht aus Sympathien. Denn die Realit&#228;t sieht leider anders aus: W&#228;hrend f&#252;r die Durchsuchung fremder Rechner noch die technischen M&#246;glichkeiten fehlen, ist die Auswertung von Seitenzugriffen auf diverse Sonderseiten ermittelnder Beh&#246;rden mittlerweile zur g&#228;ngigen Praxis geworden, wie der Fall um die BKA-Sonderseite zur linksterroristische Vereinigung &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Militante_Gruppe" target="_blank">Militante Gruppe</a>&#8221; <a href="http://www.zeit.de/online/2007/40/bka" target="_blank">zeigte</a>. Hier wurden laut dem <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank">Tagesspiegel</a> seit September 2005 nachweislich IP-Adressen von Besuchern ausgesp&#228;ht und in Einzelf&#228;llen zur&#252;ckverfolgt. Ein Hinweis auf Rechtsverst&#246;&#223;e hat es hierbei nie gegeben. </p>
<p>Die Frage darf man sich durchaus stellen, von welchen Intentionen ein Bundesb&#252;rger getrieben wird eine derartige Seite zu besuchen. Die Kehrseite der Goldmedaille ist jedoch, da&#223; in der Bundesrepublik weitestgehend Informationsfreiheit herrscht bzw. herrschen sollte, und das gilt nun mal auch f&#252;r die Beschaffung selbiger. Es gibt durchaus Journalisten die nachhaltig berichten und dahergehend auch genauer recherchieren. </p>
<p>Auch bleibt festzuhalten, da&#223; seitens der Regierenden nachweislich Rechts- und Demokratiebruch begangen wird. Schlie&#223;lich ist eine Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im Sinne der Terrorbek&#228;mpfung absolut nicht gegeben. Viel wahrscheinlicher ist es heutzutage auf offener Stra&#223;e erstochen zu werden, als von einem terroristischen Anschlag get&#246;tet zu werden. Derartige Gegebenheiten l&#246;sen aber bei weitem keine so umfangreiche Diskussionswelle aus, wie jene um Terroristen. Wer nicht sehen kann oder will, da&#223; hier etwas konstruiert wird um den B&#252;rger noch fester im Griff zu haben, kann einem im Nachhinein nur Leid tun. Und gerade einem Sympathisanten von Justizbeh&#246;rden unterstelle ich frecher Weise, da&#223; er Wissen um diese Zust&#228;nde hat. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; k11.de</span></p>
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		<title>Die Bundesrepublik feiert ihre Einheit</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Oct 2007 20:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[W&#228;hrend in vielen St&#228;dten tote Hose im Veranstaltungskalender am heutigen Mittwoch herrschte, feierte Schwerin neben anderen Gro&#223;st&#228;dten den 17. Jahrestag der Deutschen Einheit. Selbstredend, da&#223; an diesem historischen Tag so ziemlich jede Politikprominenz zugegen war und ihr kleines Stelldichein zum Besten geben mu&#223;te bzw. durfte. Um das Res&#252;mee gleich vorweg zu nehmen: Gl&#252;cklich sollten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710032247001.jpg" title="Und keiner kommt…" class="titelbild" />W&#228;hrend in vielen St&#228;dten tote Hose im Veranstaltungskalender am heutigen Mittwoch herrschte, feierte <a href="http://www.schwerin.de/" target="_blank">Schwerin</a> neben anderen Gro&#223;st&#228;dten den 17. Jahrestag der Deutschen Einheit. Selbstredend, da&#223; an diesem historischen Tag so ziemlich jede Politikprominenz zugegen war und ihr kleines Stelldichein zum Besten geben mu&#223;te bzw. durfte. <span id="more-271"></span></p>
<p>Um das Res&#252;mee gleich vorweg zu nehmen: Gl&#252;cklich sollten wir uns sch&#228;tzen, Bundesb&#252;rger zu sein. Zumindest, wenn es nach dem Bundestagspr&#228;sidenten, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Lammert" target="_blank">Norbert Lammert</a> (<a href="http://www.cdu.de/" target="_blank">CDU</a>), geht. Schlie&#223;lich sind Einigkeit, Recht und Freiheit die Errungenschaften des 3. Oktobers 1990, so Lammert auf dem zentralen (sic!) Festakt im <a href="http://www.theater-schwerin.de/" target="_blank">Staatstheater</a> zu Schwerin. <em>&#8220;Treten wir im Alltag den leisesten Anf&#228;ngen von Unfreiheit, Rechtsbruch, Menschenverachtung entschieden entgegen&#8221;</em>, so Lammert weiter.</p>
<p>Der Applaus der zuh&#246;renden und verdummten Masse war ihm wohl gewi&#223;. Schlie&#223;lich ist die Rede klar und eindeutig formuliert, unmi&#223;verst&#228;ndlich f&#252;r die Anwesenden. Nur mit der Realit&#228;t haderte es. Waren es doch Mitglieder und Funktion&#228;re seiner Partei, die sich f&#252;r die Aushebelung der Demokratie aussprachen. Wolfgang Sch&#228;uble, der erstmal jeden unter Generalverdacht stellt; Franz Josef Jung, der gerne <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070917/rohr-frei/" target="_blank">Flugzeuge</a> vom Himmel holt und j&#252;ngst auch Angela Merkel, die sich f&#252;r die Errichtung eines <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071001/frueher-staatssicherheit-heute-bundessicherheitsamt/" target="_blank">Bundessicherheitsamtes</a> aussprach, sollten als stellvertretende Beispiele f&#252;r den Bruch mit der Demokratie reichen. Leider, leider, vernahm man hierbei keine erhobene Stimme des Herren Lammert. </p>
<p>Nun kann f&#252;r dieses Vers&#228;umnis nur zwei Gr&#252;nde geben: Entweder sind die Vorg&#228;nge im Verlaufe dieses Jahres spurlos am Bundestagspr&#228;sidenten vorbeigezogen, was angesichts der vielen Arbeit durchaus passieren kann. Oder aber seine Rede in Schwerin war plumpe Heuchelei. Machen wir uns doch nichts vor, auf &#246;ffentlichen Veranstaltungen ist man auf Stimmenfang. Und weil man da nun mal alle Register ziehen mu&#223;, wird gut und gerne die verdrehte Wahrheit als Dogma pr&#228;sentiert. </p>
<p>Deutschland soll ruhig seine Einheit feiern, grundlegend nichts, was mich st&#246;ren sollte. Nur auf diese plumpe und verlogene Art einen historischen Tag f&#252;r den Volksbetrug zu nutzen, ist einfach nur erb&#228;rmlich. Erst Recht von Leuten, die dazu so viel beigetragen haben, wie Benjamin Bl&#252;mchen. Mittlerweile wird jedes historisches Ereignis, sei es der Tag der Deutschen Einheit oder der Tag der Arbeit f&#252;r Propaganda der untersten Schublade ausgeschlachtet. Da nimmt sich Partei ABC und Partei XYZ gar nichts. Mir graust es schon vor dem morgigen Donnerstag, wenn der Pressepuff den gesamten Schmarn nochmals aufrollt.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Justizministerin Zypries auf Abwegen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 22:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestik und Mimik sitzen bei Frau Zypries. Nur Theorie und Praxis sind zwei Dinge, die insbesondere f&#252;r so manchen Politiker bzw. Politikerin nicht leicht zu handhaben, und schon gar nicht zu &#252;berschauen sind. Klar, da&#223; sich unter Mi&#223;achtung beider Gegebenheiten solch&#8217; Dinge ereignen, wie der neuerliche Gesetzeswurf der Bundesministerin f&#252;r Justiz, Frau Brigitte Zypries (SPD). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/09/200709190002001.jpg" title="Vorw&#228;rts immer!" class="titelbild" /> Gestik und Mimik sitzen bei Frau Zypries. Nur Theorie und Praxis sind zwei Dinge, die insbesondere f&#252;r so manchen Politiker bzw. Politikerin nicht leicht zu handhaben, und schon gar nicht zu &#252;berschauen sind. Klar, da&#223; sich unter Mi&#223;achtung beider Gegebenheiten solch&#8217; Dinge ereignen, wie der neuerliche Gesetzeswurf der Bundesministerin f&#252;r Justiz, Frau Brigitte Zypries (SPD). Nach einer Pressemitteilung vom gestrigen Dienstag, fordert sie Haftstrafen von bis zu zehn Jahren f&#252;r Terroristen, die sich in sogenannten &#8220;Terrorcamps&#8221; aufgehalten haben sollen.<span id="more-243"></span></p>
<p>Soweit die frohlockende Theorie &#8211; anders die Praxis: Bis dato konnte n&#228;mlich keiner klare Beweisgrundlagen liefern, die eindeutig nachweisen, das sich Terrorist XY Ichschie&#223;alletot in einem &#8220;Terrorcamp&#8221; befunden habe. Zwar gibt es nat&#252;rlich den Bundesnachrichtendienst (BND), nur zweifelsohne wird man sich dort schwer h&#252;ten, Mitarbeiter zu Aussagen vor Gericht zu bewegen. Andernfalls war das dann n&#228;mlich der letzte Auftritt und die &#220;berwachung derartiger Lager ist, sofern sie &#252;berhaupt Bestand haben sollten, dahin. Traurige Vorstellung. Die BRD ohne &#220;berwachung &#8211; ein Unding!</p>
<p>Aber die Bundesministerin f&#252;r Justiz, steht unter Zugzwang, und so bedient sie sich zweier Flicken, die das neue Gesetz notd&#252;rftig stopfen: Vorraussetzung f&#252;r eine Haftstrafe sei, da&#223; tats&#228;chlich ein Anschlag vorbereitet wurde. Im genauen Wortlaut des Gesetzesentwurf hei&#223;t das dann: <em>&#8220;Ein blo&#223;es Erwerben von Fertigkeiten ohne die Absicht, damit eine terroristische Gewalttat zu begehen, bleibt straflos.&#8221;</em> Tuffig, fluffig gemacht, w&#252;rde ich sagen. Schade nur, da&#223; man unter heutigen Voraussetzungen weder das eine, noch das andere wirklich zweifelsfrei beweisen kann. Vielmehr verl&#228;&#223;t man sich hier auf Vermutungsgehangel und anderen Stu&#223;. </p>
<p>Verdammt interessant ist auch folgender Auszug aus der Financial Times Deutschland (vom 18.09.2007), der sich auf die Ausdehnung des Gesetzesentwurfs auf andere terroristische Bestrebungen bezieht: </p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) Das gleiche gilt f&#252;r Verd&#228;chtige, die eine Flugschule besuchen, um ein Passagierflugzeug zu entf&#252;hren. (&#8230;)&#8221; </p></blockquote>
<p>Interessante Sichtweise! Ehrlich gestanden h&#228;tte ich nie gedacht, da&#223; es derartige Flugschulen gibt. Aber klar, wenn der Pilot aufgrund irreparabler Verletzungen aufs Steuerruder knallt, m&#252;ssen die Handgriffe sitzen. Und bitte, wenn das keine Marktl&#252;cke ist, was dann? </p>
<p>So, wo m&#252;ssen wir den <del datetime="2007-09-18T21:54:30+00:00">Wisch</del> Gesetzesentwurf unterschreiben Frau Zypries? Demokratie und so weiter. Sie wissen ja&#8230; </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; PHOTOCASE</span></p>
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		<title>Doch kein NPD-Verbot?</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 17:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schade, schade. Gerade als man sich als basisdemokratischer Bundesb&#252;rger mit seinen Jusos auf ein angestrebtes Verbot einer demokratischen Partei einschlie&#223;en wollte, kommt auch schon wieder das Dementi. Allem Anschein nach hat Kurt Beck, seinerzeit Bundesvorsitzender der SPD und Ministerpr&#228;sident von Rheinland-Pfalz, zu &#252;bereifrig auf die Vorf&#228;lle in M&#252;geln reagiert und die falschen Schl&#252;sse gezogen. Schlu&#223;endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070827/doch-kein-npd-verbot/schon-immer-die-besten-freunde/" rel="attachment wp-att-226"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/08/200708271947001.thumbnail.jpg" title="Schon immer die besten Freunde…" class="titelbild" /></a>Schade, schade. Gerade als man sich als basisdemokratischer Bundesb&#252;rger mit seinen Jusos auf ein angestrebtes Verbot einer demokratischen Partei einschlie&#223;en wollte, kommt auch schon wieder das Dementi. Allem Anschein nach hat Kurt Beck, seinerzeit Bundesvorsitzender der SPD und Ministerpr&#228;sident von Rheinland-Pfalz, zu &#252;bereifrig auf die Vorf&#228;lle in M&#252;geln reagiert und die falschen Schl&#252;sse gezogen. Schlu&#223;endlich auch noch die Rechnung ohne die einzelnen L&#228;nder gemacht, welche derzeit keine Mehrheit f&#252;r ein neues Verfahren sammeln konnten. <span id="more-225"></span></p>
<p>Schlie&#223;lich st&#252;nden die Chancen f&#252;r ein neuangestrebtes NPD-Verbot ungef&#228;hr so gut, wie die Wiederwahl von Gerhard Schr&#246;der als Bundeskanzler &#8211; 50:50 Joker halt. Und weil Herr Beck auch nur ein lamentierender Populist ist, der bei jedem Husten ein riesiges Tamtam veranstalten mu&#223;, gilt es wieder verlorenen Boden wett zu machen. Denn nat&#252;rlich halte die SPD weiterhin an einem NPD-Verbot fest, denn eine &#8220;wehrhafte&#8221; Demokratie m&#252;sse sich &#8220;auch gegen die Feinde der Verfassung zur Wehr setzen k&#246;nnen&#8221;, so SPD-Generalsekret&#228;r Heil. Na, Holla die Waldfee. Verfassungsfeinde reden &#252;ber den Sinn und Unsinn einer Verfassung und dessen lahmende Wehrhaftigkeit. Ein Schwachsinn, f&#252;r den man kaum Buchstaben findet. </p>
<p>Ungleich dessen, scheint mehr als fragw&#252;rdig zu sein, was bitte eine &#8220;wehrhafte&#8221; Demokratie sein soll? Realistisch betrachtet gibt es keine Demokratie und schon gar keine Wehrhaftigkeit derselben. H&#246;chstens bei der Wahl wird das Volk selbst befragt und das war es dann auch schon. Genau deswegen verlieren leider (!) auch immer mehr Deutsche den Glauben an die Demokratie. Nur weil irgendwelche Suppenkasper etwas als Demokratie deklarieren, was bereits im Ansatz nach Diktatur riecht. Und so stinkt es weiter und weiter.</p>
<p>Aber ich bin froh, da&#223; die SPD einen so herausragenden Bundesvorsitzender wie Kurt Beck hat. Noch besser k&#246;nnte sich die SPD f&#252;r eine bevorstehende Bundeswahl gar nicht disqualifizieren.</p>
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		<title>Wer die Wahl hat, wÃ¤hlt die Qual</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2005 21:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntagabend, in einem ruhigen St&#228;dtchen, Mitten in Deutschland. Die Sonne scheint und der Tag verspricht ein gelungener Ausklang des Wochenendes zu werden. Die meisten B&#252;rger verbinden den Sonntagsspaziergang im Sp&#228;tsommer mit dem anstehenden Besuch in einem der zahlreichen Wahllokale. Ja es ist Bundestagswahl. Trotz der Ruhe und Gelassenheit mischt sich auch ein Gef&#252;hl von Ungeduld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200509252347001.jpg" title="Wer die Wahl hat, w&#228;hlt die Qual" class="titelbild" />Sonntagabend, in einem ruhigen St&#228;dtchen, Mitten in Deutschland. Die Sonne scheint und der Tag verspricht ein gelungener Ausklang des Wochenendes zu werden. Die meisten B&#252;rger verbinden den Sonntagsspaziergang im Sp&#228;tsommer mit dem anstehenden Besuch in einem der zahlreichen Wahllokale. Ja es ist Bundestagswahl. </p>
<p>Trotz der Ruhe und Gelassenheit mischt sich auch ein Gef&#252;hl von Ungeduld und Nervosit&#228;t unter die Menschen. Wer wei&#223; wohin heute ab 18:00 Uhr der Weg f&#252;r dieses Land f&#252;hren wird? Bleibt der eingeschlagene Weg der roten Sozialisten, wird er j&#228;h durch die angeblich neue Kraft von FDP und CDU/CSU beendet oder bringt gar DIE LINKE einen Hauch von sp&#228;tsozialistischem Flair mit nach Westdeutschland, nein halt, Gesamtdeutschland?<span id="more-13"></span></p>
<p>Eine seltsame Wahl ist diese Bundestagswahl. Erst f&#252;hrt ein Kanzler, der offensichtlich nicht mehr ganz Herr seiner Sinne ist (darauf nehme ich sp&#228;ter noch detaillierter Stellung), Neuwahlen herbei, da er der Auffassung ist, das Volk und die eigenen Reihen geben ihm nicht mehr gen&#252;gend R&#252;ckhalt f&#252;r seine Politik. Dann stirbt eine NPD Kandidatin und der Wahlbezirk 160 (Dresden) mu&#223; seine Wahl verschieben. Die Frage zu diesem Zeitpunkt „Werden die Dresdner die Wahl entscheiden?“. </p>
<p>Die Einschaltquoten der Fernsehsender, die Wahlhochrechnungen anbieten, mit den aktuellsten Interviews und Berichten um die Wette buhlen, d&#252;rfte so hoch sein, wie zuletzt an einem Sonnabend Abend in den Sp&#228;tachtzigern, als man noch „Wetten dass…“ als Familienhappening ansah.</p>
<p>Die Zahlen sind da. Das Volk nerv&#246;s und kaum sind die Sekunden verstrichen, in denen die Grafiken aufgebaut wurden, kehrt ein bekanntes Gef&#252;hl in das Volk zur&#252;ck: die Resignation. Eigentlich wu&#223;te doch so niemand genau, was denn ab dem 18. September 2005 politisch im Farbkasten des Bundestages vertreten sein sollte. Einig waren sich jedoch die meisten B&#252;rger in einem Punkt: Es mu&#223; eine Ver&#228;nderung her!</p>
<p>Diese Feststellung erlangt man nicht durch die angeblichen „repr&#228;sentativen Meinungsumfragen“ von jeglichen Meinungsforschungsinstituten, sondern schlicht, wenn man auf der Stra&#223;e mit den Menschen redet. Wenn man an seinem Arbeitsplatz dar&#252;ber mit Kollegen spricht, wie man denn seine Schulden abbauen k&#246;nnte, die Kinder ern&#228;hren k&#246;nnte oder das reparaturbed&#252;rftige zehn Jahre alte Auto endlich in die Werkstatt bringen k&#246;nnte.</p>
<p>Meinungsforschungsinstitute &#8211; welch ein Wort. Eigentlich gleichen die Zahlen die ver&#246;ffentlicht wurden einem billigen Horoskop in irgendeinem Schmuddelblatt. Man fragt eine ausgew&#228;hlte Anzahl an B&#252;rgern, was sie denn w&#228;hlen w&#252;rden. Aber wo bitte soll das denn repr&#228;sentativ sein? Hochgerechnet auf das ganze Land ergeben sich selbst bei 10.000 Befragten, Differenzen und Verschiebungen die  alles andere als „repr&#228;sentativ“ sind. Nun, fragen wir uns doch einmal wer denn &#252;berhaupt den Einflu&#223; auf die W&#228;hler hat? Die Parteien? Die Politiker selbst? Die Parteiprogramme oder gar die Versprechen die vor der Wahl gro&#223;m&#228;ulig angek&#252;ndigt werden?</p>
<p>Nein, vielmehr sind es die Anker, die auch die B&#252;rger suchen. Sie suchen nach Richtlinien. Nach Eckpunkten, mit denen sie etwas anfangen k&#246;nnen. Wenn ein Herr Schr&#246;der in einer Rede mehr als zwei Drittel seiner Begriffe so ausw&#228;hlt, das der normale B&#252;rger von nebenan, keinen blassen Schimmer hat, was er denn genau erz&#228;hlt bekommt, dann ist das nicht entscheidungspr&#228;gend. Wenn aber eine Meinungsumfrage auf allen Fernseh- und Radiosendern preisgegeben wird, die eindeutige Trends darlegen, beeinflu&#223;t das schon immens. Wirtschaftsbosse, Gewerkschaftsfunktion&#228;re, ausl&#228;ndische Investoren. Drei Faktoren die nicht den W&#228;hler beeinflussen, sehr wohl aber das Programm und die Versprechungen, die man dem Volk zu vermitteln versucht.</p>
<p>Auch eine interessante Beobachtung ist, da&#223; Abgraben von Minderheiten, Randgruppen oder gar sozial im Abseits stehenden Menschen. So ist es klar, da&#223; die 600.000 wahlberechtigten t&#252;rkischen Staatsb&#252;rger, wohl kaum in der Mehrheit f&#252;r eine Partei stimmen w&#252;rden, die das eigene Aufenthaltsrecht, die Staatsb&#252;rgerschaft oder den Lebensstandard der eigenen Familie, gef&#228;hrden w&#252;rde. Und nat&#252;rlich unterst&#252;tzen diese W&#228;hler auch keine Politik, die den EU-Beitritt des Heimatlandes verweigert.</p>
<p>So kommt einem sicherlich nicht unbegr&#252;ndet das Gef&#252;hl, man versuche alle Mittel einzusetzen um Stimmen zu ergattern. So ist es dann auch nicht ungew&#246;hnliche f&#252;r unsere Parteibonzen, sogar Wahlplakate auf t&#252;rkisch zu drucken. Feine Sache, erstmal einschleimen und dann die Wahl gewinnen? Bleibt die Frage, was denn ein Mensch mit einer Politik anfangen soll, der das Wahlplakat nicht einmal in Deutsch lesen kann? Wer die Heimatsprache dieses Landes nicht beherrscht, der mu&#223; auch gar nicht ma&#223;gebend sein und der darf auch nicht wahlentscheidend werden, denn solche Menschen haben schlicht und ergreifend keine Ahnung, worum es in dieser deutschen Politik geht. Nat&#252;rlich k&#246;nnen wir anfangen alles in Deutschland auf jegliche Sprachen umzur&#252;sten. Das schafft Arbeitspl&#228;tze!</p>
<p>Oft sagt man, alles was sich rechts der Mitte befindet, habe nichts aus der Vergangenheit, bzw. aus der Geschichte Deutschlands gelernt. Das ist sicherlich sehr h&#228;ufig unumstritten der Fall, insbesondere bei denen, die den rechten Arm bereits in einer Art der Leichenstarre anmutenden Position halten. Doch was ist mit der Gegenseite? Die Ableger der ehemaligen SED – die PDS oder wie heute so sch&#246;n umbenannt DIE LINKE? Hat man die DDR zum Sturz gebracht, die Mauer eingerissen um den Ostdeutschen Demokratie zu verschaffen, oder wollte man damit der SED die M&#246;glichkeit bieten, sich &#252;ber Gesamtdeutschland auszubreiten wie ein Virus? Nein? </p>
<p>Nun denn, warum wird dann solch eine Politik gef&#246;rdert, unterst&#252;tzt, beg&#252;nstigt und vor allem akzeptiert? Weil man sie braucht? Weil man sie politisch als unsichtbares Druckmittel braucht? Ein feuerrotes Deutschland? Das gibt auch wieder Arbeitspl&#228;tze, denn wir k&#246;nnen dann eine Mauer um die gesamte Republik bauen, die Nachbarl&#228;nder werden dann kein Interesse mehr an unseren Erzeugnissen, unserer Technologie und den Bodensch&#228;tzen haben. </p>
<p>Doch zur&#252;ck zum Tag der Wahl. Oder besser, zum heutigen Tag, der „Tag Eins“ nach der Wahl. Nach der Resignation des Volkes, gestern kurz nach 18:00 Uhr, beginnen die meisten zu realisieren, da&#223; der Wunsch nach einer Ver&#228;nderung, nicht in Erf&#252;llung gehen wird. Nicht der Wunsch, da&#223; die eigene Partei an die politische Macht kommt, nein einfach der Herzenswunsch, da&#223; sich irgend etwas ver&#228;ndert, irgend etwas verbessert.</p>
<p>In ungl&#228;ubiger Erinnerung und Zweifel ob es nun Realit&#228;t oder doch Traum war, denke ich an die Szene nach, die sich nach der Wahl gestern mit den Spitzenpolitkern im Fernsehen abgespielt hatten. Sicherlich ist ein Auftreten, das den Menschen die gro&#223;en Erfolge der Wahl darlegt, f&#252;r die Herren in Anzug und Lackschuhen Pflicht. Aber was „Genosse Schr&#246;der“ ablieferte ist nicht nur eine Verh&#246;hnung des deutschen Volkes, sondern auch das offenbar wahre Gesicht eines alten, greisen und machtgeilen Politikers, dem offenbar die Geltungssucht zu Kopfe gestiegen ist.</p>
<p>Er, nur er und sonst niemand wird und kann dieses Land regieren. Nur gut, da&#223; man das wei&#223;, denn vor sechzig Jahren war schon einmal jemand dieser Auffassung, wo das endete wissen wir alle. </p>
<p>Deutschland ist politisch in einer Phase angelangt, in der links und rechts nur noch Mauern stehen. Einbahnstra&#223;enpolitk k&#246;nnte man das nennen; nettes W&#246;rtchen. Deutschland hatte die Vereinung Europas, die &#214;ffnung der Grenzen und die Einf&#252;hrung der gemeinschaftlichen W&#228;hrung vorangetrieben. All dies sind Dinge, die uns in diese miserable Lage bugsiert haben. Seit der Euro eingef&#252;hrt wurde, spielt die Preispolitik verr&#252;ckt, aus den Versprechungen es w&#252;rde sich auf den Konsumenten kaum oder gar nicht auswirken wurde nichts; zerplatzt wie eine Seifenblase.</p>
<p>Wir &#246;ffneten die Grenzen, vereinten Europa und wollen immer mehr Staaten hineinziehen, selbst Staaten, die bis vor einigen Jahren die Todesstrafe noch als legitim ansahen, was man aus deutscher Sicht (SPD/Gr&#252;ne) ja den Amerikanern vorwirft und als unmenschlich empfindet. Was wir bekommen haben, sehen wir. </p>
<p>Arbeitsplatzabbau aufgrund von billigeren Stundenl&#246;hnen im Ausland, Auslagerung von ganzen Werken ins Ausland. Ja, man h&#228;tte vielleicht auch Steuern, soziale Verh&#228;ltnisse und Arbeitsl&#246;hne aller europ&#228;ischen Nationen angleichen sollen, dann h&#228;tten wir eventuell mehr Arbeitspl&#228;tze in der BRD. Doch w&#228;hrend wir die Firmen aus dem Land treiben, wollen die Herren der Brachialpolitik nicht einsehen, da&#223; dann wenigstens die Zuwanderung verringert werden mu&#223;. Die hohe Zuwanderungsrate bringt die Erweiterung und Erzeugung von entsprechender Infrastruktur etc. etc. mit sich. Alles Faktoren, denen sich niemand stellen will. Da stehen wir nun, alle Hoffnungen erst einmal auf Eis gelegt. Neue Fragen dr&#228;ngen sich uns als Redaktion auf:</p>
<p>Wann wird dieses Volk endlich reagieren? Wann ist die Schmerzgrenze nicht nur erreicht sondern deutlich &#252;berschritten? Kaum noch Familien, deren Eltern zwischen 20 und 25 Jahren alt sind, k&#246;nnen sich noch einen Lebensstandard aufrecht erhalten, den die Kinder in Zukunft wahrscheinlich aber ben&#246;tigen. Fr&#252;he Konfrontation mit Technik und Computer ist fast unumg&#228;nglich. Junge Menschen hatten bislang kaum oder keine Chance, Ersparnisse anzulegen, allerdings extrem hohe Lebenshaltungskosten. Wer Arbeit hat, mu&#223; oft weite Fahrtstrecken in Kauf nehmen, was bei Benzinpreisen von 1,35 Euro pro Liter Super alles andere als lustig ist. Wer sich einmal die M&#252;he gemacht hat und sich errechnet hat, wie viel Geld pro Monat an Lebensmitteln verbraten wird, wei&#223; schon was wir meinen.</p>
<p>Man k&#246;nnte hier noch ewig weiter machen, aber das sprengt die Grenzen und vor allem kommen wir vom eigentlichen Thema ab: Die Wahl und das Desaster danach. Noch ist nicht entschieden, wohin die Farbreise des Parlamentes gehen wird, bzw. ob sich &#252;berhaupt so eine Regierung bilden l&#228;&#223;t, die sich nicht gegenseitig mehr behindert als dem Land gut tut. Fest steht jedoch seit gestern eines definitiv: Es geht nicht mehr um uns, nicht mehr um die Menschen die das Volk ausmachen, es geht um Macht, Profitgier und Geltungsdrang, der in Geldgeilheit ausgeartet ist.</p>
<p>Doch wehe wenn eines Tages der erste Stein geworfen wird – zur&#252;ckgeworfen vom Volk an die Politiker und Wirtschaftsf&#252;hrer. Wenn die Scheiben splittern und die Angst eindringt, selbst alles zu verlieren, wenn die Menschen sich fast aufgegeben haben. Dann k&#246;nnte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem das Volk auch wieder die Macht hat und klar macht, da&#223; Politiker lediglich Volksvertreter sind, allerdings noch lange nicht das Volk selbst. M&#246;gen wir vor solch einem Szenario beh&#252;tet werden, aber die Weichen sind bereits gestellt und das nicht erst seit dem 18. September 2005 um 18:00 Uhr.</p>
<p>Der zweite Teil von „Wer die Wahl hat, w&#228;hlt die Qual“ folgt in K&#252;rze, sofern Details &#252;ber die Regierungsbildung vorhanden sind.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; Bernardo Peters-Velasquez / Pixelio</span></p>
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