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	<title>Brennpunkt &#187; Dresden</title>
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	<description>Wir stören den guten Ton.</description>
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		<title>Werden wir verd&#228;chtigt? (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 19:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Soko Heller]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast ein Jahr ist es her, als uns der Brief des s&#228;chsischen Landeskriminalamts ins Haus flatterte und wir im Brennpunkt erstmals &#252;ber die Ermittlungsmethoden der eigens gebildeten Sonderkommission &#187;Heller&#171; berichteten. Mittlerweile hat sich so einiges getan. So wurde am 17. Juni dieses Jahres der 34-j&#228;hrige Carsten D. infolge eines DNA-Reihentests &#252;berf&#252;hrt. Mittlerweile wird bereits Anklage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710232334001.jpg" title="Werden wir verd&#228;chtigt?" style="margin:3px 7px 0 0;padding:2px;float:left; border:1px solid #ccc;" />Fast ein Jahr ist es her, als uns der Brief des s&#228;chsischen Landeskriminalamts ins Haus flatterte und wir im Brennpunkt erstmals &#252;ber die Ermittlungsmethoden der eigens gebildeten Sonderkommission <em>&raquo;Heller&laquo;</em> berichteten. Mittlerweile hat sich so einiges getan. So wurde am 17. Juni dieses Jahres der 34-j&#228;hrige Carsten D. infolge eines DNA-Reihentests <a href="http://www.spiegel.de/dertag/pda/avantgo/artikel/0,1958,560390,00.html" target="_blank">&#252;berf&#252;hrt</a>. Mittlerweile wird bereits Anklage gegen den Dresdner wegen schwerem sexuellen Mi&#223;brauchs, Vergewaltigung und K&#246;rperverletzung in zwei F&#228;llen erhoben, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag <a href="http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&#038;id=90623" target="_blank">mitteilte</a>. <span id="more-567"></span></p>
<p>F&#252;r uns also Grund genug den damaligen Fall wieder aus der Versenkung zu holen und umfassender &#252;ber die polizeilichen Ermittlungsmethoden von <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071023/werden-wir-verdaechtigt/" target="_blank">damals</a> zu berichten. Bis dato hielten wir uns diesbez&#252;glich mit Hinblick auf die Opfer zur&#252;ck, ma&#223;geblich um weitere Ermittlungen nicht zu gef&#228;hrden. Wie ging es also weiter nachdem uns der Brief erreichte?</p>
<p>Nat&#252;rlich lie&#223; man die schriftliche Kontaktierung nicht auf sich sitzen und rief am darauffolgenden Tag den angegeben Polizeiobermeister von der Arbeitsstelle aus an. Ein schwieriges Unterfangen, war dieser doch sehr schlecht zu erreichen, soda&#223; erstmal ein kleines Hickhack bez&#252;glich der Erreichbarkeit begann. Als dann dieses Problem endlich gekl&#228;rt war, sprach ich den Gegen&#252;ber nat&#252;rlich auf das vorliegende Schreiben an und fragte leicht irritiert, wie man denn nun ausgerechnet auf uns k&#228;me? </p>
<p>Nach kurzem z&#246;gern er&#246;ffnete man mir dann auch relativ trocken, da&#223; gegen s&#228;mtliche Seitenbesucher ermittelt wird, da man davon ausgeht, da&#223; sich unter den Besuchern auch der T&#228;ter befinden k&#246;nne, welcher sich wohlm&#246;glich &#252;ber den Ermittlungsstand informieren wolle. Trotz des angezweifelten Hintergrunds bestand man also weiterhin darauf mit mir zu sprechen. Da ich aber zum einen keine Zeit und zum anderen keine Lust hatte, fragte ich, ob es die M&#246;glichkeit g&#228;be, einen Abgleich mit den Daten meiner erkennungsdienstlichen Behandlung durchzuf&#252;hren. </p>
<p>Schlummerten doch &#8220;Dank&#8221; einer Hausdurchsuchung und anschlie&#223;ender erkennungsdienstlicher Behandlung, die sich wenige Wochen zuvor ereignete (Gr&#252;&#223;e!), die Abdr&#252;cke meiner Griffeln in der polizeilichen Datenbank und d&#252;mpelten dort ungenutzt vor sich hin. Prompt sagte der Polizeiobermeister dem auch erstmal zu und die Sache war f&#252;r mich erledigt, wenngleich ich anbot, auch mal pers&#246;nlich vorbeizukommen, wenn es denn sein m&#252;sse. </p>
<p>Aber dazu kam es nicht. Einige Wochen sp&#228;ter kontaktierte man mich erneut und teilte mir telefonisch mit, da&#223; die Daten aus der erkennungsdienstlichen Behandlung nicht ausreichen w&#252;rden &#8211; angeblich lie&#223;e sich daraus nicht meine K&#246;rpergr&#246;&#223;e usw. erkennen. Ja, ne, is&#8217; klar. Eine sofortige L&#246;sung um weiteren Verdacht auszuschlie&#223;en hatte der anrufende Beamte zu diesem Zeitpunkt auch nicht parat, soda&#223; erstmal Ratlosigkeit herrschte. Nach erneuter Wartezeit stellte sich jedoch rasch raus, da&#223; man in Dresden doch eine L&#246;sung gefunden hatte und so schickte man erneut einen Beamten in unser entlegenes Nest.</p>
<p>Mittlerweile waren Besuche verschiedenen Beh&#246;rdenvertreter ohnehin keine Seltenheit mehr und man gew&#246;hnte sich mittlerweile an den Umgang, entwickelte gar schon einen Riecher f&#252;r Justizbeamte. So bat man also den ehrenwerten Herrn nach seiner Vorstellung herein und fragte zugleich nach dem Grund seines Besuchs. Als er sodann seine Mappe aufschlug und ich die zwei R&#246;hrchen f&#252;r die DNA-Probe sah, d&#228;mmerte es mir relativ rasch. So konzentrierte sich also meine Frage wieder auf die Ermittlungspraktiken der Sonderkommission. Aber auch er entgegnete darauf relativ trocken, da&#223; dies h&#246;chstrichterlich genehmigt sei und es daher keinen Grund zur Beunruhigung g&#228;be. Man m&#252;sse schlie&#223;lich alle M&#246;glichkeiten in Betracht ziehen. Nun ja, da ich den Spruch schon kannte, lie&#223; ich relativ rasch davon ab. Darauf folgend sprach er mich auch direkt auf die DNA-Probe an. </p>
<p>An dieser Stelle hatte man zwei M&#246;glichkeiten: Man lehnt die Identit&#228;tsfeststellung Mithilfe der DNA-Probe ab oder stimmt ihr eben zu. Ich entschied mich f&#252;r letzteres und das aus zwei Gr&#252;nden: Zum einen verhindert man damit unn&#246;tige Ermittlungsarbeit und zum anderen werden damit auch nahe Verwandte als m&#246;gliche Tatverd&#228;chtige ausgeschlossen. Hierbei kann man freilich zweigeteilter Meinung sein und das Thema hat durchaus riesiges Diskussionspotential. Nachdem jedoch Ende 2007 die Hausdurchsuchung und die erkennungsdienstliche Behandlung bei mir stattfand, war es mit der Privatsph&#228;re sowieso passé und es kaum darauf auch nicht mehr an. </p>
<p>Wenige Wochen sp&#228;ter erreichte mich die L&#246;schmitteilung des Landeskriminalamts Sachsen, da &#8211; welch Wunder &#8211; die DNA-Probe nicht mit der gesuchten &#252;bereinstimmte. Der Gedanke tr&#246;stete, da&#223; zum damaligen Zeitpunkt etwa 14.200 Personen ebenfalls zur Abgabe einer Speichelprobe mehr oder minder gedr&#228;ngt wurden. Ein geschichtstr&#228;chtiges Ereignis. Wurden doch erstmals in der Bundesrepublik DNA-Reihentests in diesem Ausma&#223; durchgef&#252;hrt. </p>
<p>Was bleibt ist die Gewi&#223;heit, da&#223; in der Bundesrepublik Gewaltverbrechen an Kindern und Jugendlichen gerne Mal f&#252;r neue Dimensionen in der Ermittlungspraxis herhalten m&#252;ssen. Die Vorgehensweise des LKA Sachsens ist dabei keine Seltenheit, sondern reiht sich viel mehr in eine ganze Reihe von eigentlichen Skandalen, von denen aber mit Bedacht auf die Opfer abgelassen wurde. Denn mal ehrlich, wer m&#246;chte den Egoismus besitzen und sein Pers&#246;nlichkeitsrecht &#252;ber das der Recht der Opfer stellen? Richtig, im Grunde niemand. </p>
<p>Leider f&#228;ngt genau da das Problem an!</p>
<p><span class="redslash">&raquo; Zur&#252;ck zu Teil 1:</span> <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071023/werden-wir-verdaechtigt/">Werden wir verd&#228;chtigt?</a></p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Werden wir verdÃ¤chtigt?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 21:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht mal zwei Jahre ist es her, als ein bis dato unbekannter T&#228;ter zwei M&#228;dchen in Sachsen entf&#252;hrt und mi&#223;brauchte. Die erste Tat ereignete sich am 6. September 2005 im eher ruhigen Dresden-Hellerau. Hierbei wurde ein neunj&#228;hriges M&#228;dchen aus ihrem Wohnort entf&#252;hrt, mi&#223;braucht und sp&#228;ter in der N&#228;he einer Autobahnausfahrt zur&#252;ckgelassen. Einige Monate sp&#228;ter, genauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710232334001.jpg" title="Werden wir verd&#228;chtigt?" class="titelbild" />Nicht mal zwei Jahre ist es her, als ein bis dato unbekannter T&#228;ter zwei M&#228;dchen in Sachsen entf&#252;hrt und mi&#223;brauchte. Die erste Tat ereignete sich am 6. September 2005 im eher ruhigen <a href="http://www.dresden.de/" target="_blank">Dresden-Hellerau</a>. Hierbei wurde ein neunj&#228;hriges M&#228;dchen aus ihrem Wohnort entf&#252;hrt, mi&#223;braucht und sp&#228;ter in der N&#228;he einer Autobahnausfahrt zur&#252;ckgelassen. Einige Monate sp&#228;ter, genauer am 10. Januar 2006 ereignete sich in Coswig ein &#228;hnlicher Fall, bei dem ein elfj&#228;hriges M&#228;dchen ebenfalls entf&#252;hrt und mi&#223;braucht wurde. <span id="more-301"></span></p>
<p>Soweit die Kurzfassung der Vorgeschichte. Heute flatterte mir bzw. der Anschlu&#223;inhaberin des hier geschalteten Telefonanschlusses ein unfrankierter Brief des Landeskriminalamtes Sachsen in den Briefkasten. In dem formlosen Anschreiben wird vorrangig auf den ausbleibenden Ermittlungserfolg der eigens daf&#252;r gegr&#252;ndeten Sonderkommission Heller verwiesen und gleichwohl um ein Gespr&#228;ch mit der Anschlu&#223;inhaberin gebeten. Im genauen Wortlaut hei&#223;t das dann:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Aufgrund polizeilicher Recherchen oder Hinweisen aus der Bev&#246;lkerung gehen wir diesen Anhaltspunkten nach und m&#252;ssen in diesem Zusammenhang auch mit Ihnen sprechen.  (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Vorab sollte man hierzu wissen, da&#223; Dresden gar nicht so weit von unserem Wohnort entfernt liegt, die abgegebene <a href="http://www.radebeul24.info/index.php?site=regionales_details&#038;objekt_ID=147" target="_blank">T&#228;terbeschreibung</a> aber ganz bestimmt nicht auf einer uns bekannten Person zutrifft. W&#228;re dem so, h&#228;tte man alle denkbaren Register gezogen. Momentan z&#228;hlen wir meines Erachtens auch nicht zum Ermittlungsradius der Soko Heller. Andernfalls h&#228;tte der Rest des Wohnviertels wohl einen &#228;hnlichen Brief erhalten. Es dauerte auch einige Zeit bis es mir so langsam d&#228;mmerte, warum der Brief nun eigentlich an die Telefonanschlu&#223;inhaberin gerichtet war. </p>
<p>Nun, die beiden F&#228;lle sorgten in unserem Umkreis damals und heute f&#252;r ziemliches Aufsehen. Zumal im gleichen Zeitraum auch die vermi&#223;te Stephanie aus der Wohnung von Mario M. befreit wurde. Soweit ich es noch gedanklich zusammenbekomme, recherchierte ich damals f&#252;r einen Artikel zum <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20060917/der-fall-stephanie/" target="_blank">Fall Stephanie</a> und stie&#223; dabei auf die Seiten der <a href="http://www.polizei.sachsen.de/lka/3090.htm" target="_blank">Polizei Sachsen</a>. Dort fanden sich auch Informationen und Fahndungsaufrufe zu den beiden Verbrechen vom September und Januar wieder. </p>
<p>Bereits in diesem Zeitraum wurde eine Belohnung ausgelobt, die aber nicht mein Interesse weckte. Vielmehr ging mir der Fall ziemlich an die Nieren, soda&#223; man versuchte auf seine Art und Weise zu helfen, was leider mi&#223;lang. Was aber hierf&#252;r nicht unbedingt eine Rolle spielen sollte. Kommen wir nun zum eigentlichen Eklat: Wenn die Vermutung stimmt, wird hier gegen Seitenbesucher der Dienststelle ermittelt, welche sich wohl die Fahndungsaufrufe zu genau durchgelesen haben. </p>
<p>Die Arbeit der Soko Heller in allen Ehren. Es macht einen gl&#252;cklich, da&#223; der Fall weiter behandelt wird und nicht ad acta gelegt ist. Gleichwohl sind solche Ermittlungsmethoden unterste Schublade. Wo k&#228;men wir hin, wenn engagierte B&#252;rger bei jedem Fliegenschi&#223; unter Generalverdacht gestellt werden? Strebt man derartiges an, sollte man es tunlichst vermeiden in Ermittlungsserien der &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf solche ungekl&#228;rten F&#228;lle <a href="http://www.mdr.de/kripo-live/gewaltverbrechen/4304734.html" target="_blank">hinzuweisen</a>. Ansonsten darf man sich nicht wundern, wenn man als B&#252;rger versucht zu helfen. Hieraus aber in entfernter Weise eine Art Vorwurf zu konstruieren ist einfach erb&#228;rmlich und es bleibt wirklich zu hoffen, da&#223; sich dies morgen als reiner Irrtum oder etwas Vergleichbares herausstellt. </p>
<p><span class="redslash">&raquo; Weiter zu Teil 2:</span> <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20080925/werden-wir-verdaechtigt-teil-2/" target="_blank">Werden wir verd&#228;chtigt?</a></p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Es geht also auch anders</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 21:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[JVA]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>
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		<description><![CDATA[Acht Jahre Haft sollte der mittlerweile 47 Jahre alte Siegmar F. aus der N&#228;he von Dresden laut einem Gerichtsurteil von 1999 f&#252;r seine Straftaten verb&#252;&#223;en. F. wurde zu dieser Zeit in 21 F&#228;llen von schwerem sexuellen Mi&#223;brauch und der Verbreitung pornographischer Schriften f&#252;r schuldig befunden. F.&#8217;s Opfer waren &#252;berwiegend tschechischer Herkunft. Am 28. September 2006 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/04/was-ist-ein-gesetz-seite-1-imagepropertydefault.thumbnail.jpg" title="Gesetz" class="titelbild" />Acht Jahre Haft sollte der mittlerweile 47 Jahre alte Siegmar F. aus der N&#228;he von Dresden laut einem Gerichtsurteil von 1999 f&#252;r seine Straftaten verb&#252;&#223;en. F. wurde zu dieser Zeit in 21 F&#228;llen von schwerem sexuellen Mi&#223;brauch und der Verbreitung pornographischer Schriften f&#252;r schuldig befunden. F.&#8217;s Opfer waren &#252;berwiegend tschechischer Herkunft.  Am 28. September 2006 waren seine acht Jahre Haft in Torgau offiziell beendet. Die zust&#228;ndige Staatsanwaltschaft erkannte jedoch die Gefahr, die immer noch von Siegmar F. ausgeht und forderte einen Unterbringungsbefehl, dem das Landgericht Dresden statt gab und somit die Freilassung vorerst verhinderte.<span id="more-182"></span></p>
<p>Tom Maciejewski, der Vorsitzende der Strafkammer begr&#252;ndete dies damit, da&#223; F. seine Therapie abgebrochen habe und zudem die von ihm begangenen Straftaten in der Schwere der Tat wesentlich herunterstufte. Da man F. relativ hohe Intelligenz bescheinigte f&#252;hrte dies zum Entschlu&#223; ihn vorerst nicht frei zu lassen. Gegen die angeordnete Sicherheitsverwahrung gehen F. und sein Anwalt Stefan Heinemann in die Revision. Letzterer lie&#223; zugleich auch verlauten, er sehe gute Chance in der Revision zu gewinnen, da er die Faktoren, die f&#252;r eine nachtr&#228;gliche Sicherheitsverwahrung sprechen w&#252;rden, im Falle seines Mandanten nicht erkennen kann.</p>
<p>Mit diesem Urteil wurde somit zum ersten Mal in Sachsen gegen einen Kindersch&#228;nder eine nachtr&#228;gliche Sicherheitsverwahrung verh&#228;ngt. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskr&#228;ftig, weshalb F. noch auf Erfolg hoffen kann. Ich f&#252;r meinen Teil kann nur f&#252;r die Opfer hoffen, da&#223; er die Revision verliert. Die JVA Torgau hatte zudem in einem Bericht verk&#252;ndet man m&#252;sse davon ausgehen, da&#223; F. nach der Entlassung weitere Straftaten begehen w&#252;rde und ein Mith&#228;ftling sagte aus, F. habe mit seinen Taten regelrecht „geprahlt“ und ihm gegen&#252;ber angek&#252;ndigt nach seiner Entlassung weitere Filmmaterial produzieren zu wollen, in dem er die sexuellen Handlungen &#252;bernehmen wolle.</p>
<p>Angesichts solcher Fakten frage ich mich wieder und wieder, wie ein Anwalt einen solchen Menschen &#252;berhaupt mit reinem Gewissen vertreten kann. Mir w&#252;rde sich da der Magen umdrehen, m&#252;&#223;te ich f&#252;r solch einen Wahnsinnigen versuchen die Freiheit zu erlangen.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Mario Mederake lÃ¤&#223;t Urteil pr&#252;fen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 23:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Mederake]]></category>

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		<description><![CDATA[Gar nicht so lang ist es her, als die Gestalt mit &#8220;schwerer seelischer Abartigkeit&#8221; den Justizbeh&#246;rden in Sachsen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; aufs Dach stieg und die gesamte Bev&#246;lkerung sp&#252;ren lie&#223;, wie ernst man es in der Bundesrepublik mit den Gef&#252;hlen der Opfer nimmt. Zwanzig Stunden hielt er die Justizbeh&#246;rden zum Narren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703270144001.jpg" title="Mario Mederake l&#228;&#223;t Urteil pr&#252;fen" class="titelbild" />Gar nicht so lang ist es her, als die Gestalt mit &#8220;schwerer seelischer Abartigkeit&#8221; den Justizbeh&#246;rden in Sachsen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; aufs Dach stieg und die gesamte Bev&#246;lkerung sp&#252;ren lie&#223;, wie ernst man es in der Bundesrepublik mit den Gef&#252;hlen der Opfer nimmt. Zwanzig Stunden hielt er die Justizbeh&#246;rden zum Narren, als er auf das Dach der Dresdner Haftanstalt kletterte und hohen Mutes verk&#252;ndete, er stehe &#252;ber den Dingen und besitze die Kontrolle. Die Akteure des Tages waren dieser Kunde damals ganz sicherlich nicht hinderlich.<span id="more-150"></span></p>
<p>Die Wochen zogen ins Land und nun macht der verurteilte Verbrecher Mario Mederake (36) erneut von sich reden, indem er ank&#252;ndigte das Urteil des Landgerichts Dresden vom 14. Dezember 2006 durch den Bundesgerichtshof (BGH) &#252;berpr&#252;fen zu lassen. Sein Rechtsanwalt <a href="http://www.ra-boine.de/" target="_blank">Andreas Boine</a> gab am Montag bekannt: <em>&#8220;Die f&#252;nf Strafminderungsgr&#252;nde, die in der Urteilsbegr&#252;ndung angef&#252;hrt sind, haben sich in keiner Weise auf das Strafma&#223; ausgewirkt.&#8221;</em> Ferner habe das Landgericht <em>&#8220;nicht gesetzesgem&#228;&#223; begr&#252;ndet&#8221;</em>, &#228;u&#223;erte der Verteidiger gegen&#252;ber MDR Sachsenspiegel. Gleichzeitig verwies er auf die sehr hohen Anforderungen des BGH f&#252;r eine H&#246;chststrafe .</p>
<p>Mario Mederake wurde am 14. Dezember 2006 zu einer Strafe von f&#252;nfzehn Jahren mit anschlie&#223;ender Sicherheitsverwahrung vom <a href="http://www.justiz.sachsen.de/gerichte/homepages/lgdd/" target="_blank">Landgericht Dresden</a> verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, da&#223; er sich im Sinne der Anklage schuldig gemacht hat. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Dresden und die Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 21:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Waldschlößchenbrücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wir bereits berichteten, droht Dresden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Aberkennung des Weltkulturerbes aufgrund des geplanten Baus der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke. Mit Beschlu&#223; des Oberverwaltungsgerichts Bautzen vom 9. M&#228;rz duldet der Bau keinen weiteren Aufschub. Diese Tatsachen nahmen am gestrigen Sonnabend mehrere Tausend Menschen zum Anla&#223; um f&#252;r den Erhalt des Weltkulturerbes und gegen den Bau der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703262343001.jpg" title="Dresdner Elbpanorama" class="titelbild" />Wie wir bereits <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070318/wochenrueckblick-11-2007/" target="_blank">berichteten</a>, droht Dresden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Aberkennung des Weltkulturerbes aufgrund des geplanten Baus der <a href="http://www.waldschloesschenbruecke.de/" target="_blank">Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke</a>. Mit Beschlu&#223; des Oberverwaltungsgerichts Bautzen vom 9. M&#228;rz duldet der Bau keinen weiteren Aufschub. Diese Tatsachen nahmen am gestrigen Sonnabend mehrere Tausend Menschen zum Anla&#223; um f&#252;r den Erhalt des Weltkulturerbes und gegen den Bau der sogenannten Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke in Dresden zu demonstrierten. Laut Dresdner Polizei lag die Teilnehmerzahl zwischen 4000 und 5000. Optimistischer zeigt sich hingegen der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der gar von 10.000 Teilnehmern spricht. <span id="more-148"></span></p>
<p>Unabh&#228;ngig davon, zeigt sich durchaus, da&#223; die aktuellen Geschehnisse noch weiter in den Fokus der &#214;ffentlichkeit ger&#252;ckt sind. Dennoch erscheint die Teilnehmerzahl angesichts des guten Wetters &#8211; leider &#8211; sehr gering. Es sei hierbei zu bedenkenden, da&#223; immerhin 137.168 Dresdner  beim B&#252;rgerentscheid f&#252;r den Bau der Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke stimmten. Wenngleich sie wohl m&#246;glich keine positive Kenntnis von den Folgen des Bauvorhabens hatten, bleibt zuweilen doch fragw&#252;rdig, warum nur so wenige Einwohner an der Demonstration, zu der mehrere <a href="http://www.welterbe-erhalten.de/" target="_blank">Einzelpersonen</a> aufgerufen haben, teilnahmen. </p>
<p>Neben dem Widerstand in Form der gestrigen Demonstration, regt sich indes jedoch auch Widerstand im juristischen Sinne. Wie der Dresdner Rechtsanwalt <a href="http://www.ra-hermes.de/" target="_blank">Lothar Hermes</a> mitteilte, wurde heute von einem seiner Mandanten ein Eilantrag auf Baustopp beim Dresdner Verwaltungsgericht (VG DD) eingereicht. Begr&#252;ndet wurde dies mit einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Januar dieses Jahres (Aktenzeichen: 9 A 20.05). Vorausgegangen hierzu war eine Klage des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gegen die geplante Westumfahrung Halle (A 143). Die Richter urteilten im Januar, da&#223; der Ausbau untersagt sei, da der Planfeststellungsbeschlu&#223; vom Mai 2005 rechtwidrig sei und er gegen das EU-Recht zu Faun-Flora-Habtitat-Gebieten verst&#246;&#223;t. Seit dem fanden keine weiteren Bauarbeiten an der Umfahrung statt.</p>
<p>Soweit, so gut. F&#252;r Dresden fand dieser strenge Pr&#252;fungsma&#223;stab im Planfeststellungsbeschlu&#223; vom 25. Februar 2004 zur Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke jedoch noch keine Anwendung. Laut RA Hermes blieb etwa &#8220;die Kombination von L&#228;rm- und Lichtimmissionen in der ersten Nachth&#228;lfte, in der die Fledermausarten aktiv sind&#8221; unber&#252;cksichtigt. Der Rechtsanwalt sieht den eingereichten Eilantrag zum Baustopp somit begr&#252;ndet.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; Pixelquelle</span></p>
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		<title>Wochenr&#252;ckblick 11/2007</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 14:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wochenrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Karlsruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Roth]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag Bereits im Juni k&#246;nnte Dresden seinen Titel &#8220;Weltkulturerbe&#8221;, den es dann vor knapp drei Jahren (Juli 2004) durch die Kulturorganisation der Vereinten Nationen erhalten hat, verlieren. Vorausgegangen hierzu ist ein Urteil des s&#228;chsischen Oberverwaltungsgericht Bautzen (S&#228;chsOVG), datiert auf den 09. M&#228;rz (Aktenzeichen 4 BS 216/06), das festlegt, da&#223; die Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke im Elbtal gebaut werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703181520001.jpg" title="Woche vom 12.03. bis 16.03." class="titelbild" /><strong>Dienstag</strong></p>
<p>Bereits im Juni k&#246;nnte Dresden seinen Titel &#8220;Weltkulturerbe&#8221;, den es dann vor knapp drei Jahren (Juli 2004) durch die Kulturorganisation der Vereinten Nationen erhalten hat, verlieren. Vorausgegangen hierzu ist ein Urteil des s&#228;chsischen Oberverwaltungsgericht Bautzen (S&#228;chsOVG), datiert auf den 09. M&#228;rz (Aktenzeichen 4 BS 216/06), das festlegt, da&#223; die Waldschl&#246;&#223;chenbr&#252;cke im Elbtal gebaut werden mu&#223;. Das OVG beruft sich in seiner Begr&#252;ndung auf den B&#252;rgerentscheid, den 67,92% der W&#228;hler (50,8% aller Stimmberechtigten) im Februar 2005 bejahten. Beantragt wurde dieser B&#252;rgerentscheid von insgesamt 69.500 Dresdnern. Derweil gilt das Urteil des S&#228;chsOVG als unanfechtbar, obschon einzelne Dresdner Politiker pr&#252;fen, in wie weit eine Verfassungsbeschwerde Aussicht auf Erfolg hat. <span id="more-131"></span></p>
<p>In einer abschlie&#223;enden Bemerkung zur Pressemeldung, verweist das S&#228;chsOVG nochmals auf den demokratischen Grundcharakter der Abstimmung. Derweil l&#228;&#223;t man jedoch gerne au&#223;er Acht, da&#223; den W&#228;hlern zum Zeitpunkt des B&#252;rgerentscheids nicht bewu&#223;t war, da&#223; die bejahende Entscheidung eine Aberkennung des Titels &#8220;Weltkulturerbe&#8221; zufolge haben wird. Gedanken an eine neuerliche Wahl zur Ausr&#228;umung von Zweifeln verschwendete das S&#228;chsOVG indes jedoch keineswegs. Aber kein Problem: Mit zweifelhaften Wahlen kennt man sich innerhalb der BRD bereits bestens aus. Aktuell scheint der Ausbau der Infrastruktur fundamentaler, als der Erhalt bestehender Landschaftsbilder und Kulturerben. </p>
<p><strong>Donnerstag</strong></p>
<p>Der Verkauf von Emblemen mit durchgestrichenen Hakenkreuzen ist laut Bundesgerichtshof (BGH) nicht strafbar, sofern eine Distanzierung unmi&#223;verst&#228;ndlich gegeben ist. Das Karlsruher Gericht (Aktenzeichen: 3 StR 486/06) sprach somit den Versandh&#228;ndler <em>J&#252;rgen Kamm</em> frei, dessen Versand <em>Nix Gut</em> Handel mit Aufklebern, Kleidungsst&#252;cken und sonstigen Artikeln mit &#8220;Anti-Nazi-Symbolen&#8221; betreibt. Gleichwohl hob der BGH das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom September 2006 auf, in dem der Versandh&#228;ndler zu einer Geldstrafe in H&#246;he von 3600 EUR verurteilt wurde. Die Auslagen des Versandh&#228;ndlers fallen somit der Staatskasse zur Last.</p>
<p>Eher selten wird Gerichtsurteilen in den Medien so eine fundamentalistische Bedeutung zugesprochen, wie dem j&#252;ngsten Urteil des Bundesgerichtshofs. Nach dem sich jedoch auch <em>Claudia Roth</em> als sprichw&#246;rtliches Opfer pr&#228;sentierte und glattweg selbst anzeigte, hatte das Medieninteresse vermutlich seinen Ausl&#246;ser gefunden. Immerhin sehen sich Schildb&#252;rger und Amtstr&#228;ger in ihrem unersch&#252;tterlichen Glauben an die gegebene Rechtsstaatlichkeit, sp&#228;testens seit diesem Urteil, best&#228;tigt. Kein Wunder, so lange Urteile wie jenes um die umstrittene Grundst&#252;ckssteuer eher beil&#228;ufige Erw&#228;hnung im 60Plus-Nachmittagsprogramm der &#246;ffentlich-rechtlichen finden. </p>
<p>Fazit der Woche: Wer im Gleichschritt mit dem Rechtsstatt tritt, ist freilich f&#252;r den Untergang fit!</p>
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		<title>Der Fall Stephanie</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Sep 2006 02:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Mederake]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. Januar dieses Jahres wurde Stephanie (13, jetzt 14) auf dem Schulweg vom vorbestraften Kindersch&#228;nder Mario M. (35, seinerzeit arbeitslos) entf&#252;hrt. Durch Ermittlungspannen und Unzul&#228;nglichkeiten seitens der ermittelnden Beh&#246;rden fristete Stephanie insgesamt sechsunddrei&#223;ig Tage in der einstigen Wohnung des Kindersch&#228;nders. Innerhalb dieses Zeitraumes wurde Stephanie laut eigenen Angaben mehr als hundert Mal sexuell mi&#223;braucht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/09/200609170436001.jpg" title="Der Fall Stephanie" class="titelbild" />Am 11. Januar dieses Jahres wurde Stephanie (13, jetzt 14) auf dem Schulweg vom vorbestraften Mario Mederake (35, seinerzeit arbeitslos) entf&#252;hrt. Durch Ermittlungspannen und Unzul&#228;nglichkeiten seitens der ermittelnden Beh&#246;rden fristete Stephanie insgesamt sechsunddrei&#223;ig Tage in der einstigen Wohnung des P&#228;dophilen. Innerhalb dieses Zeitraumes wurde Stephanie laut eigenen Angaben mehr als hundert Mal sexuell mi&#223;braucht.<span id="more-3"></span></p>
<p>Erst durch einen Nachbarn, der den letzten Hilferuf Stephanies in Form eines Zettels in der N&#228;he eines Containers fand, konnte die Polizei aktiv werden und Stephanie am 15. Februar 2006 aus der Dresdner <em>Laubestra&#223;e Nr. 2</em> befreien. Zuvor suchte die eigens daf&#252;r gegr&#252;ndete Sonderkommission &#8220;Stephanie&#8221; noch immer nach dem passenden Suchbegriff f&#252;r die vorliegenden Datens&#228;tze und verd&#228;chtigte zuweilen die unmittelbaren Familiengeh&#246;rigen, so zum Beispiel den Bruder und den Vater. Auch die M&#246;glichkeit, da&#223; Stephanie nur ausgerissen sei, wurde nat&#252;rlich in Augenschein genommen. Immerhin &#252;ber einen Monat lie&#223; man sich diesbez&#252;glich also feiern.</p>
<p>Die Familienangeh&#246;rigen nehmen dies nun zum Anla&#223; um eine Schadensersatzforderung in H&#246;he von 875.000 EUR gegen das Land Sachsen zu richten. Eine entsprechende Forderung liegt dem Innenministerium vor. Die Familie, vertreten durch den Hannoveraner Rechtsanwalt Ulrich von Jeinsen, fordert im Detail f&#252;r zweiunddrei&#223;ig Tage Geiselhaft 640.000 EUR (á 20.000 EUR pro Tag), aufgrund der Schwere des vorliegenden Falles werden zus&#228;tzlich 160.000 EUR veranschlagt. Das Leid der Familienangeh&#246;rigen soll hierbei mit einer Forderung in H&#246;he von 75.000 EUR entsch&#228;digt werden.</p>
<p>Die aus den L&#246;chern kriechenden, selbsternannten Kritiker nahmen dies zum Anla&#223; der Familie Geldgier vorzuwerfen. Gerne l&#228;&#223;t man hierf&#252;r die Inkompetenz der Exekutive au&#223;er Acht und scheint auch zu vergessen, da&#223; selbst die Judikative ein perfides Spiel treibt. Die traurigen Details aller vorliegenden Ermittlungspannen (seitens der Polizei sowie Staatsanwaltschaft) k&#246;nnen in einem aktuellen <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,436232,00.html">Spiegel-Bericht</a> (Druck- &#038; Weltnetz-Ausgabe) nachgelesen werden. Dies gilt im &#252;brigen auch f&#252;r das Martyrium, welches Stephanie durchleiden mu&#223;te.</p>
<p>Schon vor vierzehn Jahren wurde Mario M. von seiner einstigen Freundin aufgrund unz&#228;hliger Zwischenf&#228;lle und Vergehen angezeigt. Am 16. M&#228;rz 1992 wurde dieses Verfahren doch seitens der Staatsanwaltschaft aufgrund &#8220;mangelndem &#246;ffentlichen Interesse an einer Strafverfolgung&#8221; eingestellt. Zwei Ex-Freundinnen des P&#228;dophilen trauten sich in jenen Tagen gar nicht Anzeige zu stellen.</p>
<p>Justizia bleibt also in diesen Tagen weiterhin die bittere Realit&#228;t dieses kr&#228;nkelnden Systems. Mit dem Schwert als Kr&#252;ckstock, der Waage, die seit Jahrtausenden nie mehr geeicht wurde und einer Augenbinde, die zum &#8220;Blinde Kuh&#8221; spielen einl&#228;dt, pa&#223;t Justizia in jedem Fall hervorragend zu unserem Rechtssystem. Nur der Knebel sollte aufgrund der herbeigef&#252;hrten &#196;nderungen auf jeden Fall noch hinzukommen &#8211; nat&#252;rlich abnehmbar. Denn wer in diesen Tagen den Mund aufmacht, wird n&#228;mlich schneller zum T&#228;ter, als er es eigentlich glaubt. Auf Opferschutz wird hingegen ja sowieso schon lange geschissen. Somit bleibt zu hoffen, da&#223; der Fall Stephanie nicht aus den K&#246;pfen verschwindet. Notfalls sollte die letzte Alternative daf&#252;r sorgen, da&#223; es soweit nicht kommt.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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