Skandal! Schlagzeile!

Spricht man von Deutschen in der dritten Person, ist man entweder bei den Dokumentationen zum Dritten Reich, oder aber in der Sendung von Johannes B. Kerner im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) gelandet. Das nicht etwa, weil man mittlerweile rausgefunden hat, daß es vor 1933 auch noch eine Zeitrechnung gab, sondern vielmehr, da manche Wortkette aus dem Vormonat für reichlich mediale Verblödung gesorgt hat. weiter…

6 Kommentare 14.10.2007, 20:37 Uhr

Bloß keine Panik!

Recht verhalten war die Reaktion auf die neuerliche Mißhandlung mit anschließender Todesfolge eines Zweijährigen, welche sich bereits vor zwei Wochen ereignete. Kein Aufschrei, der durch die Medien zog und auch keine Trauerfeiern, die an das Leid des kleinen Jungen erinnern. Deutschland hat sich gewöhnt an die Nachrichten von erschlagenen Kindern und wohl auch damit abgefunden. Mittlerweile wird alles in altgewohnter Manier nüchtern und zweckmäßig bewältigt. Keiner der sich die Frage gestellt, warum er nichts getan habe. weiter…

0 Kommentare 25.09.2007, 22:50 Uhr

“Ehe” man sich versieht

Was macht man, wenn man gar keine Ahnung hat, was man den lieben langen Tag über machen soll? Nun, entweder man schläft oder faulenzt, oder aber man sucht sich eine Thematik aus, die schlagzeilenwürdig ist und geht damit an die Öffentlichkeit. Letzteres hat Frau Gabriele Pauli (CSU) gemacht und damit ihrem wohl all zu tristen Politiker- und Hausfrauenalltag ein wenig auf die Sprünge geholfen. weiter…

0 Kommentare 22.09.2007, 23:11 Uhr

Der Herr wird’s schon richten

Ich bin katholisch erzogen. Nun ja, man sollte vielmehr sagen, man hat versucht mich in einem “christlichen Glauben” zu erziehen. Ich ging als Kind brav jeden Sonnabend mit Oma und Opa in die Kirche. War schon so was wie ein Stück Tradition, wobei ich ja auch keine Wahl hatte. Später ging es dann zur Kommunion und danach wieder zur Firmung. Soweit waren dann auch alle kirchlich-christlichen Pflichthandlungen abgeschlossen. So im Alter von ungefähr vierzehn Jahren begann ich jedoch die Dinge zu hinterfragen. weiter…

24 Kommentare 23.07.2007, 22:57 Uhr

Wochenrückblick 16/2007

Mittwoch

Es klingt ja schon mehr als nur makaber, aber viele Menschen in unserer Bevölkerung gehen mit schockierenden Nachrichten, in denen Kinder mißbraucht, vergewaltigt und ermordet werden allmählich ähnlich um, wie mit Berichterstattungen vom Irak-Krieg; man hört/liest sie am Anfang mit Entsetzen und dennoch wandelt sich eben dieses Entsetzen relativ schnell in die mediale Gewohnheit um. Die Reaktionen schwinden und im selben Zug stumpft auch der, der die Bilder und Worte wahrnimmt zusehends ab. Mir schien es bislang, als sei für die Perversion, welcher manche Menschen nachgehen, keine Steigerung mehr möglich. Da werden Kinder in den Abfall oder aus dem Fenster geworfen, da werden Kinder als Ware verkauft und brutal mißhandelt und dennoch wurde nun in meinen Augen da noch einmal eine neue Stufe erreicht. weiter…

0 Kommentare 22.04.2007, 23:30 Uhr

Wochenrückblick 14/2007

Montag

Zugegeben, die Familienministerin, Frau Ursula von der Leyen, hat es schon nicht leicht, muß sie sich doch einerseits um Kindergrippenplätze für die kleinen Racker unter drei Jahren kümmern und andererseits das Gesülze von irgendwelchen Bischöfen ertragen. Dem nicht genug, steht natürlich nach wie vor die Frage nach der Finanzierung des Ganzen offen, schließlich hat das letzte Hemd keine Taschen! Oder einfacher: Wer nichts hat, hat halt nichts. Somit ist man Ruckzuck in der Sackgasse, in denen alle möglichen Geldgeber die Arme verschränken. weiter…

0 Kommentare 08.04.2007, 23:51 Uhr

Der Frühling naht!

Und da ich auch zur Gattung der Menschen gehöre, die sich über jeden Sonnenstrahl freuen, bin ich am vergangenen Wochenende mit Sack und Pack in den nahegelegenen Tierpark gefahren. Wir schlenderten gerade in Ruhe und gemütlich an den Zwergkänguruhs vorbei als ich hinter mir recht laut ein Gebrabbel wahrnahm, das ganz offensichtlich zwei jungen russischen Mitbürgern mit deren weiblichen Anhang gehörte.

So etwas stört mich im Normalfall wirklich nicht sonderlich, kann ja jeder tun was er oder sie will, aber da es sich anhörte wie im Zirkus drehte ich mich dann halt doch einmal dezent um. Beide erfüllten schon fast beängstigend sämtliche Klischees: Weiße Baseballmütze mit dem Schild nach rechts gedreht auf dem Kopf, weißer Kapuzenpullover und dazu eine weiße Jogginghose mit weißen Turnschuhen. Die Wahl der Kleidung war wohl nicht ganz so gut getroffen, da die Sonne wirklich schon ordentlich auf den Planeten brannte. Wie gesagt, eigentlich nicht wirklich etwas Besonderes über das es sich lohnen würde zu schreiben. Tja, wäre da nicht das kleine „Aber“. weiter…

0 Kommentare 30.03.2007, 22:02 Uhr

In stiller Trauer um die, die nichts kapieren

Öffentliche Irreführung und Bagatellisierung hält in den vergangenen Tagen immer öfter Einzug ins bundesdeutsche Geschehen. Insbesondere bei Kindestötungen läßt die Klassifizierung als “Verzweiflungstat” eher den Anschein der Verharmlosung, anstatt die tatsächliche Deklarierung der Tat aufkommen. So auch geschehen, bei der Tötung eines wenige Stunden alten Säuglings im Hamburger Stadtteil Osdorf.

Bei dieser “Verzweiflungstat” wurde das Kind unmittelbar nach seiner Geburt aus einer der Etagen des 20-stöckigen Hochhauses geschleudert. Gefunden wurde der leblose Körper des Mädchens am vergangenen Sonnabend von einem Spaziergänger. Bisweilen zeigte die Durchsuchung der anliegenden Wohnungen keinerlei Erfolg. weiter…

0 Kommentare 19.03.2007, 16:14 Uhr

Die Realität im Wohnzimmer

Kaum hat man zu Ende „getalkt“ stehen schon sämtliche Richter und deren Anwälte Gewehr bei Fuß. Sie sind bereit dem Durchschnittsbürger die Realität der Paragraphenwelt nahe zu bringen. Hierzu passend bleibt das Kriminologenfeeling des Zuschauers erst einmal noch etwas erhalten, es folgen die Ermittler im Einsatz. Da zuviel Adrenalin nicht gut für den Körper des Menschen ist, zeigt man dann zur Erholung sozusagen, wie wenig man eigentlich bisher in seinem Leben erreicht hat. Ja, es muß so sein, denn die vielen Gucci-Tussen, die noch nie einen Finger gekrümmt haben, um zu arbeiten, die haben es ja gepackt, das muß einfach so sein, daß man selbst versagt hat, in der Flimmerkiste sieht man es doch. weiter…

0 Kommentare 13.03.2007, 11:38 Uhr

Das Problem ist: Es gibt gar keins!

So oder so ähnlich könnte man wohl den Beitrag von Dr. Kai Gniffke im Tagesschau Blog zum Fall des getöteten Mitje bewerten. Über den Inhalt des gesamten Beitrages läßt sich mit Sicherheit streiten, wenngleich ich eine Passage hervorheben möchte, die mir persönlich als sehr fragwürdig erschien. So schrieb Herr Dr. Gniffke zur mangelnden Berichterstattung um Kindestötungen in der Tagesschau weiter…

0 Kommentare 01.03.2007, 15:16 Uhr

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