Das Szenario in New Orleans ist nun gut drei Wochen her. Die Menschen an den Fernsehschirmen haben sich (wie nicht anders erwartet) an die Bilder aus den USA so gewöhnt, wie an Kriege in fernen Ländern der Erde. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier. Nicht, dass ich sonderlich großes Mitgefühl oder Mitleid mit den Vereinigten Staaten hätte, nein das gewiss nicht, denn wer als Präsident nicht in der Lage ist, das eigene Volk zu schützen, aber auf fremden Territorium Kriege anzettelt und gegen Menschenrechte systematisch verstößt, der hat versagt, und das Volk das ihn nicht daran gehindert hat, hat ebenso versagt. Eines wollen viele Menschen nicht verstehen. Wenn ein Land, eine Regierung oder ein ganzer Staatsapparat zu Grunde geht, dann geschieht dies zum Einen nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich in einer gewissen Zeitspanne, und zum Anderen, ist dafür niemals ein einzelner Mensch verantwortlich. Wenn Beziehungen auseinander gehen, so hört man andere, wenn es um die Gründe hierfür geht, oft sagen „Aber da gehören immer zwei dazu“. weiter…