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	<title>Brennpunkt &#187; Mederake</title>
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		<title>Mario Mederake l&#228;&#223;t Urteil pr&#252;fen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 23:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Mederake]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703270144001.jpg" title="Mario Mederake l&#228;&#223;t Urteil pr&#252;fen" class="titelbild" />Gar nicht so lang ist es her, als die Gestalt mit &#8220;schwerer seelischer Abartigkeit&#8221; den Justizbeh&#246;rden in Sachsen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; aufs Dach stieg und die gesamte Bev&#246;lkerung sp&#252;ren lie&#223;, wie ernst man es in der Bundesrepublik mit den Gef&#252;hlen der Opfer nimmt. Zwanzig Stunden hielt er die Justizbeh&#246;rden zum Narren, als er auf das Dach der Dresdner Haftanstalt kletterte und hohen Mutes verk&#252;ndete, er stehe &#252;ber den Dingen und besitze die Kontrolle. Die Akteure des Tages waren dieser Kunde damals ganz sicherlich nicht hinderlich.<span id="more-150"></span></p>
<p>Die Wochen zogen ins Land und nun macht der verurteilte Verbrecher Mario Mederake (36) erneut von sich reden, indem er ank&#252;ndigte das Urteil des Landgerichts Dresden vom 14. Dezember 2006 durch den Bundesgerichtshof (BGH) &#252;berpr&#252;fen zu lassen. Sein Rechtsanwalt <a href="http://www.ra-boine.de/" target="_blank">Andreas Boine</a> gab am Montag bekannt: <em>&#8220;Die f&#252;nf Strafminderungsgr&#252;nde, die in der Urteilsbegr&#252;ndung angef&#252;hrt sind, haben sich in keiner Weise auf das Strafma&#223; ausgewirkt.&#8221;</em> Ferner habe das Landgericht <em>&#8220;nicht gesetzesgem&#228;&#223; begr&#252;ndet&#8221;</em>, &#228;u&#223;erte der Verteidiger gegen&#252;ber MDR Sachsenspiegel. Gleichzeitig verwies er auf die sehr hohen Anforderungen des BGH f&#252;r eine H&#246;chststrafe .</p>
<p>Mario Mederake wurde am 14. Dezember 2006 zu einer Strafe von f&#252;nfzehn Jahren mit anschlie&#223;ender Sicherheitsverwahrung vom <a href="http://www.justiz.sachsen.de/gerichte/homepages/lgdd/" target="_blank">Landgericht Dresden</a> verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, da&#223; er sich im Sinne der Anklage schuldig gemacht hat. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Der Fall Stephanie</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Sep 2006 02:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Mederake]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. Januar dieses Jahres wurde Stephanie (13, jetzt 14) auf dem Schulweg vom vorbestraften Kindersch&#228;nder Mario M. (35, seinerzeit arbeitslos) entf&#252;hrt. Durch Ermittlungspannen und Unzul&#228;nglichkeiten seitens der ermittelnden Beh&#246;rden fristete Stephanie insgesamt sechsunddrei&#223;ig Tage in der einstigen Wohnung des Kindersch&#228;nders. Innerhalb dieses Zeitraumes wurde Stephanie laut eigenen Angaben mehr als hundert Mal sexuell mi&#223;braucht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/09/200609170436001.jpg" title="Der Fall Stephanie" class="titelbild" />Am 11. Januar dieses Jahres wurde Stephanie (13, jetzt 14) auf dem Schulweg vom vorbestraften Mario Mederake (35, seinerzeit arbeitslos) entf&#252;hrt. Durch Ermittlungspannen und Unzul&#228;nglichkeiten seitens der ermittelnden Beh&#246;rden fristete Stephanie insgesamt sechsunddrei&#223;ig Tage in der einstigen Wohnung des P&#228;dophilen. Innerhalb dieses Zeitraumes wurde Stephanie laut eigenen Angaben mehr als hundert Mal sexuell mi&#223;braucht.<span id="more-3"></span></p>
<p>Erst durch einen Nachbarn, der den letzten Hilferuf Stephanies in Form eines Zettels in der N&#228;he eines Containers fand, konnte die Polizei aktiv werden und Stephanie am 15. Februar 2006 aus der Dresdner <em>Laubestra&#223;e Nr. 2</em> befreien. Zuvor suchte die eigens daf&#252;r gegr&#252;ndete Sonderkommission &#8220;Stephanie&#8221; noch immer nach dem passenden Suchbegriff f&#252;r die vorliegenden Datens&#228;tze und verd&#228;chtigte zuweilen die unmittelbaren Familiengeh&#246;rigen, so zum Beispiel den Bruder und den Vater. Auch die M&#246;glichkeit, da&#223; Stephanie nur ausgerissen sei, wurde nat&#252;rlich in Augenschein genommen. Immerhin &#252;ber einen Monat lie&#223; man sich diesbez&#252;glich also feiern.</p>
<p>Die Familienangeh&#246;rigen nehmen dies nun zum Anla&#223; um eine Schadensersatzforderung in H&#246;he von 875.000 EUR gegen das Land Sachsen zu richten. Eine entsprechende Forderung liegt dem Innenministerium vor. Die Familie, vertreten durch den Hannoveraner Rechtsanwalt Ulrich von Jeinsen, fordert im Detail f&#252;r zweiunddrei&#223;ig Tage Geiselhaft 640.000 EUR (á 20.000 EUR pro Tag), aufgrund der Schwere des vorliegenden Falles werden zus&#228;tzlich 160.000 EUR veranschlagt. Das Leid der Familienangeh&#246;rigen soll hierbei mit einer Forderung in H&#246;he von 75.000 EUR entsch&#228;digt werden.</p>
<p>Die aus den L&#246;chern kriechenden, selbsternannten Kritiker nahmen dies zum Anla&#223; der Familie Geldgier vorzuwerfen. Gerne l&#228;&#223;t man hierf&#252;r die Inkompetenz der Exekutive au&#223;er Acht und scheint auch zu vergessen, da&#223; selbst die Judikative ein perfides Spiel treibt. Die traurigen Details aller vorliegenden Ermittlungspannen (seitens der Polizei sowie Staatsanwaltschaft) k&#246;nnen in einem aktuellen <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,436232,00.html">Spiegel-Bericht</a> (Druck- &#038; Weltnetz-Ausgabe) nachgelesen werden. Dies gilt im &#252;brigen auch f&#252;r das Martyrium, welches Stephanie durchleiden mu&#223;te.</p>
<p>Schon vor vierzehn Jahren wurde Mario M. von seiner einstigen Freundin aufgrund unz&#228;hliger Zwischenf&#228;lle und Vergehen angezeigt. Am 16. M&#228;rz 1992 wurde dieses Verfahren doch seitens der Staatsanwaltschaft aufgrund &#8220;mangelndem &#246;ffentlichen Interesse an einer Strafverfolgung&#8221; eingestellt. Zwei Ex-Freundinnen des P&#228;dophilen trauten sich in jenen Tagen gar nicht Anzeige zu stellen.</p>
<p>Justizia bleibt also in diesen Tagen weiterhin die bittere Realit&#228;t dieses kr&#228;nkelnden Systems. Mit dem Schwert als Kr&#252;ckstock, der Waage, die seit Jahrtausenden nie mehr geeicht wurde und einer Augenbinde, die zum &#8220;Blinde Kuh&#8221; spielen einl&#228;dt, pa&#223;t Justizia in jedem Fall hervorragend zu unserem Rechtssystem. Nur der Knebel sollte aufgrund der herbeigef&#252;hrten &#196;nderungen auf jeden Fall noch hinzukommen &#8211; nat&#252;rlich abnehmbar. Denn wer in diesen Tagen den Mund aufmacht, wird n&#228;mlich schneller zum T&#228;ter, als er es eigentlich glaubt. Auf Opferschutz wird hingegen ja sowieso schon lange geschissen. Somit bleibt zu hoffen, da&#223; der Fall Stephanie nicht aus den K&#246;pfen verschwindet. Notfalls sollte die letzte Alternative daf&#252;r sorgen, da&#223; es soweit nicht kommt.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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