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	<title>Brennpunkt &#187; Medien</title>
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	<description>Wir stören den guten Ton.</description>
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		<title>Bl&#246;den Hetzer!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 22:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Freunde, ich mu&#223; Sie entt&#228;uschen. Der bronzene Reichsadler, der mein Palais im Barockstil ziert, h&#228;ngt dort nicht als Ikone, sondern als Troph&#228;e. Der Adler stammt aus dem Zentralmuseum der sowjetischen Streitkr&#228;fte in Moskau, allwo es einige ausgebufften Schweinehunde in der Wendezeit stahlen, als sie nach verwertbaren G&#252;tern suchten. Einer von ihnen hat es mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20080117/bloeden-hetzer/bloeden-hetzer/" rel="attachment wp-att-362"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2008/01/200801172323001.thumbnail.jpg" title="Bl&#246;den Hetzer!" style="margin:3px 7px 0 0;padding:2px;float:left; border:1px solid #ccc;" /></a>Liebe Freunde, ich mu&#223; Sie entt&#228;uschen. Der bronzene Reichsadler, der mein Palais im Barockstil ziert, h&#228;ngt dort nicht als Ikone, sondern als Troph&#228;e. Der Adler stammt aus dem Zentralmuseum der sowjetischen Streitkr&#228;fte in Moskau, allwo es einige ausgebufften Schweinehunde in der Wendezeit stahlen, als sie nach verwertbaren G&#252;tern suchten. Einer von ihnen hat es mir sp&#228;ter in Anerkennung f&#252;r meine ausgekl&#252;gelte Kriegsdienstverweigerungstaktik w&#228;hrend des Zweiten Weltkriegs vor die Einfahrt geschmissen.<span id="more-361"></span></p>
<p>Einst prangte dieser, von Professor Kurt Schmid-Ehmen erschaffene, bronzene Reichsadler &#252;ber dem Haupteingang des Ehrenhofs der Neuen Reichskanzlei zu Berlin. Da ich diesen Reichsadler mit Biegen und Brechen, und Dank der bezahlten Hilfe meines osteurop&#228;ischen G&#228;rtners, gerade so auf das Podest des Eingangsbereiches positionieren konnte, blicke ich mit Genugtuung auf jene Schenkung. Nicht nur, weil das Ding h&#246;llisch schwer war und mir meine Nachbarn vom Hals h&#228;lt. Nein, es wird mir ewig ein Ansinnen sein, an einen Teil deutscher Geschichte und den aufopferungsvollen Diebstahl einiger Unbekannter. Ferner steht als Repr&#228;sentanz einer Klasse, die einst todgeglaubt und nun neu auferstanden. Nein Sie Schmierfink, nicht die! Die antifaschistische Klasse nat&#252;rlich!</p>
<p>Sehr gut kann ich daher nachvollziehen, wie <a href="http://www.zeit.de/online/2008/03/intoleranz-antwort?page=all" target="_blank">mi&#223;verstanden</a> sich ein Herr Jessen f&#252;hlen mu&#223;, der selbigen Schwachsinn mit Nutzen verband. Schlie&#223;lich erf&#252;llt das Plagiat eines Lenin-Gem&#228;ldes nur folgenden Zweck: </p>
<blockquote><p>(&#8230;)</p>
<p>Aber – liebe Freunde! Ich muss Sie doch entt&#228;uschen. Lenin h&#228;ngt dort nicht als Ikone, sondern als Troph&#228;e. Das Bild stammt aus der Parteileitung der Universit&#228;t Leipzig, allwo es einige tapfere Studenten in der Wendezeit gepl&#252;ndert haben, als sie nach Stasi-Spitzelakten suchten. Eine von ihnen hat es mir sp&#228;ter in Anerkennung meiner publizistischen Unterst&#252;tzung der Stasi-Enttarnungen geschenkt. Ich blicke mit Genugtuung auf diesen Lenin, wegen der Tapferkeit der Leipziger Studenten, aber auch deswegen, weil er jetzt bei mir h&#228;ngt, also bei einem Angeh&#246;rigen jener Klassen, die Lenin zu den sterbenden z&#228;hlte und denen er beim Sterben ja dann auch erfolgreich geholfen hat.</p>
<p>(&#8230;)</p></blockquote>
<p>Soweit korrekt, wir geh&#246;ren zum Volk der J&#228;ger und Sammler. Schon unsere Urahnen verzierten ihre H&#246;hlengem&#228;uer mit K&#246;rperteilen erlegter Tiere. Die Geschichte erwartet es gerade zu, diese Tradition in die Neuzeit zu katapultieren, obschon wir einen Anteil daran haben. M&#246;gen Sie es auch als zweifelhaftes Rauswinden verstehen, Herr Jessen sollte von uns als Nationalheld gefeiert werden, weniger als devastierter Journalist. Vielleicht aber auch als jemand, der ebenso nicht versteht, da&#223; gesprochenes Wort und mitgesandtes Bild einen Gesamtkontext ergeben und man mit einer solchen erhabenen Meinung viel weiter denken mu&#223;, als bis zur Redaktionst&#252;r. </p>
<p>Sch&#228;tzen wir uns gl&#252;cklich, da&#223; die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2l1/kultur/artikel/267/152878/" target="_blank">S&#252;ddeutsche</a> sich bereits dem Thema angenommen hat und gl&#252;cklich mit roten Fahnen winkt. Auf, auf Genossen! </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
<hr /><small>&copy; 1998-2010 <a href="http://bpmedien.org">BP Medien</a> ( BP769c6b943ddf5a2fef4ef61def6718be)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Jens Jessen und das deutsche Spie&#223;b&#252;rgertum</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 21:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
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		<category><![CDATA[Jessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Pardon, Herr Jessen, aber Sie sind ein sch&#228;biger Lump! Dem nicht genug, da&#223; Sie Ihren geistigen D&#252;nnpfiff &#246;ffentlich zug&#228;nglich machen m&#252;ssen, verh&#246;hnen Sie auch noch die Opfer von jugendlichen Gewaltt&#228;tern in einer abartigen Art und Weise, da&#223; es einem glattweg die Sprache verschl&#228;gt. Zugute darf man Ihnen halten, da&#223; Sie von Rhetorik und ad&#228;quater Gestik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20080115/jens-jessen-und-das-deutsche-spiessbuergertum/jens-jessen-und-das-deutsche-spiessbuergertum/" rel="attachment wp-att-360"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2008/01/200801152201001.thumbnail.jpg" title="Jens Jessen und das deutsche Spie&#223;b&#252;rgertum" style="margin:3px 7px 0 0;padding:2px;float:left; border:1px solid #ccc;" /></a>Pardon, Herr Jessen, aber Sie sind ein sch&#228;biger Lump! Dem nicht genug, da&#223; Sie Ihren geistigen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lXhLAdPFROs" target="_blank">D&#252;nnpfiff</a> &#246;ffentlich zug&#228;nglich machen m&#252;ssen, verh&#246;hnen Sie auch noch die Opfer von jugendlichen Gewaltt&#228;tern in einer abartigen Art und Weise, da&#223; es einem glattweg die Sprache verschl&#228;gt. Zugute darf man Ihnen halten, da&#223; Sie von Rhetorik und ad&#228;quater Gestik sowie Mimik so wenig Ahnung haben, wie von aktuellen Gegebenheiten in der Bundesrepublik. <span id="more-359"></span></p>
<p>Einen offensichtlichen Umstand, der Ihnen letztendlich das Genick bricht, haben Sie dabei jedoch v&#246;llig au&#223;er Acht gelassen. Denn diesmal sind es keine von der Presse verschrieenen &#8220;rechten&#8221; Spinner, die f&#252;r geh&#246;rigen Wind sorgen. Nein, diesmal kommt der Wind aus Volkes Mitte, was gewi&#223; nicht die CDU meint. Und so viel Weitblick h&#228;tte man Ihnen zugesprochen, diesen Umstand zu erkennen. Der Focus hat es getan und titelte bereits im April 2006 folgerichtig: <em>&#8220;Die Integration muslimischer Einwanderer ist gescheitert.&#8221;</em> Nur bei Ihnen scheint das nicht so recht angekommen zu sein. </p>
<p>Das mag vielerlei Gr&#252;nde haben. Als Leiter der Feuilletonsparte der <a href="http://www.zeit.de/" target="_blank">ZEIT</a> hat man sicherlich viel um die Ohren. Andererseits sind die Zeichen in Ihren R&#228;umen un&#252;bersehbar und sp&#228;testens nach der zweiten Einblendung des Lenin-Gem&#228;ldes d&#252;rfte auch der letzte Trottel wissen, woher der Wind weht. F&#252;r meinen Teil wende ich mich lieber dem deutschen Spie&#223;b&#252;rgertum zu, als dem pseudointellektuellen Gequatsche eines devastierten und moralisch verkommenen ZEIT-Redakteurs. </p>
<p>Aber melden Sie sich ruhig, sobald Sie Ihren 53. Geburtstag feiern. Wir werden Ihnen dann eine Fahrkarte f&#252;r die Bahn schenken, dann k&#246;nnen Sie die Schaupl&#228;tze auch mal aus der N&#228;he betrachten und Freundschaften mit ausl&#228;ndischen Rauchern schlie&#223;en. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: Youtube.com</span></p>
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		<title>Rhetorische Granaten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 06:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundesparteitag]]></category>
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		<description><![CDATA[Riesiges Tamtam und Hauptsache dicke Hose war das Hauptanliegen des Bundesparteitags der SPD. Damit punktet man zwar bei den eigenen Parteifreunden, bisweilen aber wenig beim W&#228;hler. So weitreichend die Themengebiete gef&#228;chert waren, so spartanisch wurden sie abgehandelt. Angefangen von Mindestl&#246;hnen &#252;ber Volksaktien f&#252;r die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn, ein neuerliches NPD-Verbot, die BAF&#214;G-Erh&#246;hnung bis geheuchelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710280057001.jpg" title="Rhetorische Granaten" class="titelbild" />Riesiges Tamtam und Hauptsache dicke Hose war das Hauptanliegen des <a href="http://parteitag.spd.de/" target="_blank">Bundesparteitags</a> der SPD. Damit punktet man zwar bei den eigenen Parteifreunden, bisweilen aber wenig beim W&#228;hler. So weitreichend die Themengebiete gef&#228;chert waren, so spartanisch wurden sie abgehandelt. Angefangen von Mindestl&#246;hnen &#252;ber Volksaktien f&#252;r die Teilprivatisierung der <a href="http://www.bahn.de/" target="_blank">Deutschen Bahn</a>, ein neuerliches NPD-Verbot, die BAF&#214;G-Erh&#246;hnung bis geheuchelten Friedensanstrengungen, war wirklich alles vertreten, was in diesem Jahr im politischen Kabarett &#8211; auch Bundestag &#8211; aufgef&#252;hrt wurde. <span id="more-306"></span></p>
<p>Sorge um Unterst&#252;tzung braucht sich die SPD bisweilen nicht machen. F&#252;r den tobenden Applaus sorgen linkslastige Medienh&#228;user, die sich immer noch f&#252;r &#252;berparteilich halten. Da wird von ergreifenden und selbstbewu&#223;ten Reden gepriesen, als h&#228;tte die SPD die Rhetorik erfunden. Da&#223; dabei der politische Nutzwert auf der Strecke blieb, ist ein notwendiges &#220;bel, aber keine Tragik. Zumal der Bundesparteitag ohnehin der verzweifelte Versuch ist, verlorenen Boden wett zu machen. Die Endkonsequenz fordert demnach nat&#252;rlich publikumsvertr&#228;gliche Ansprachen, mit viel Herz und Schmerz und weniger mit fungierten L&#246;sungswegen. Davon ist man bei der SPD ohnehin seit eh und je weit entfernt. </p>
<p>Was sich im &#252;brigen wunderbar an der angestrebten Teilprivatisierung der Deutschen Bahn abzeichnet. Denn um zu verhindern, da&#223; ausl&#228;ndische Investoren allzusehr Einflu&#223; auf die F&#252;hrung des Unternehmens nehmen, strengt man an, Volksaktien auszuteilen. Immerhin wird dann die einst als Volksaktie angepriesene T-Aktie als Traueraktie abgel&#246;st. Politische Debakel haben es ohnehin so an sich, da&#223; sich Umst&#228;nde mehrmals wiederholen m&#252;ssen, um neue Wege zu finden. Die Erwartung zu stellen, diese Entscheidung der Mehrheit des Volkes zu &#252;berlassen, d&#252;rfte ohnehin zu hoch gegriffen sein. Schlie&#223;lich haben die Haubentaucher namens Bundesb&#252;rger ohnehin keinen Plan von der Materie. </p>
<p>Apropos Demokratie. Nat&#252;rlich ist auch ein angestrebtes NPD-Verbotsverfahren Gegenstand des Bundesparteitags. Einerseits freilich um von eigenen Mi&#223;st&#228;nden und Aff&#228;ren innerhalb der Partei abzulenken, andererseits nat&#252;rlich um den demokratischen Grundgedanken mit F&#252;&#223;en zu treten. Immerhin sei die NPD noch gewohnt undemokratisch und &#252;berhaupt alles andere als akzeptabel. Andererseits ist es nat&#252;rlich ein notwendiges &#220;bel den antifaschistischen Grundgedanken der SPD hoch zu halten und daf&#252;r einzustehen. Bisweilen versagten leider Anti-Rechtskampagnen und derer fr&#246;nt man dann besser nicht. Steuerverschwendung ist schlie&#223;lich ein hei&#223;es Eisen, wo sich so mancher SPD-Politiker schon die Griffeln verbrannt hat. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
<p><hr /><h4>Verwandte Artikel</h4><ul style="padding:0px;margin:0px;"><li>&raquo; <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071030/immer-rein-damit/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Immer rein damit!">Immer rein damit!</a></li></ul></p><hr /><small>&copy; 1998-2010 <a href="http://bpmedien.org">BP Medien</a> ( BP769c6b943ddf5a2fef4ef61def6718be)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Igitt, Verantwortung!</title>
		<link>http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071020/igitt-verantwortung/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 21:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern die Terroristen, heute freilich die Jugend. Zumindest diesbez&#252;glich braucht schon mal keiner bef&#252;rchten, da&#223; es den einzelnen Organen der Bananenrepublik an Gr&#252;nden f&#252;r die Beschneidung s&#228;mtlicher Grundrechte mangelt. Da wird &#252;berwacht, zensiert, enddemokratisiert und massenweise &#214;l ins Feuer gekippt nur um dem letzten Konsumtrottel das eigenst&#228;ndige Denken abzunehmen, was er wohl zwischen Medienverbl&#246;dung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710202343001.jpg" title="Igitt, Verantwortung!" class="titelbild" />Gestern die Terroristen, heute freilich die Jugend. Zumindest diesbez&#252;glich braucht schon mal keiner bef&#252;rchten, da&#223; es den einzelnen Organen der Bananenrepublik an Gr&#252;nden f&#252;r die Beschneidung s&#228;mtlicher Grundrechte mangelt. Da wird &#252;berwacht, zensiert, enddemokratisiert und massenweise &#214;l ins Feuer gekippt nur um dem letzten Konsumtrottel das eigenst&#228;ndige Denken abzunehmen, was er wohl zwischen Medienverbl&#246;dung und Spa&#223;gesellschaft ohnehin schon verloren hat. <span id="more-296"></span></p>
<p>Und weil Gruppenbestrafung schon in so manchem 68er-Camp &#8216;ne geile Sache war, ist dies die einzig passable M&#246;glichkeit f&#252;r Recht und Ordnung in den weiten des Datennetzes zu sorgen. So auch beim Dienstanbieter Arcor: Nachdem das <a href="http://www.lg-frankfurt.justiz.hessen.de/" target="_blank">Landgericht Frankfurt</a> (Az. 2-06 O 477/07) am gestrigen Freitag der einstweiligen Verf&#252;gung der Kirchberg Logistik GmbH stattgegeben hat, mu&#223; der Diensteanbieter aus dem hessischen Eschborn die Sperre f&#252;r die Seite &#8220;Youporn&#8221; erneut einrichten. Nach Angaben eines Sprechers von <a href="http://www.arcor.de/" target="_blank">Arcor</a> sei die Einrichtung der Sperre noch nicht erfolgt, da der Beschlu&#223; derzeit noch nicht vorliege. Zudem sind die Einzelheiten zur technischen Umsetzung unklar, da man mit Sicherheit nicht erneut in das Fettn&#228;pfchen treten m&#246;chte.</p>
<p>Gr&#252;nde f&#252;r die neuerliche Anordnung einer Sperrung ist die fehlende Altersverifikation bei Youporn. Immerhin habe sich die <a href="http://www.kirchberg-logistik.de/" target="_blank">Kirchberg Logistik GmbH</a>, selbst Anbieter von Naturfilmen, gro&#223;e M&#252;he gegeben, den Zutritt nur f&#252;r zahlungskr&#228;ftige Kunden jenseits der achtzehn Lenze bereit zu stellen. Da kann es nicht angehen, da&#223; Jugendliche und die umworbene Klientel gratis auf Youporn Naturfilme gucken &#8211; und das Mithilfe eines DSL-Zugangs von Arcor. Mario Brunow, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Video Buster Gruppe, ein weiteres &#8220;Gesch&#228;ftsfeld&#8221; der Kirchberg Logistik GmbH, erkl&#228;rte zur Klage: <em>&#8220;Der Wettbewerber Youporn verschafft sich mittels Rechtsbruch einen enormen Vorteil gegen&#252;ber uns. Und Arcor hilft dabei.&#8221;</em></p>
<p>Sp&#228;testens jetzt sollte klar sein, worum es jenen Kl&#228;gern wirklich ging. Nicht um Jugendschutz, und auch nicht um die verbreiteten Inhalte im gesamten Datennetz. Hier fand jemand die M&#246;glichkeit, wie man sich die Konkurrenz vom Leibe h&#228;lt. Schlie&#223;lich ist der Betreiber von Youporn aufgrund eines Anonymisierungsdienstes, welcher die Domain registrierte, nicht greifbar. Zur Wahl stehen dann nur die Endverbraucher, die man aber keinesfalls vergraulen m&#246;chte, oder aber die jeweiligen Diensteanbieter f&#252;r Zug&#228;nge zum weltweiten Datennetz. </p>
<p>Ob es an der Feierabendlaune der ehrenwerten Richterschaft lag, da&#223; so ein Urteil zustande kam, m&#246;chte ich nicht beurteilen. Gleichfalls sollte aber jedem Verfechter von Zensur bewu&#223;t sein, da&#223; solche Urteile &#8211; gerade im weltweiten Netz &#8211; f&#252;r eine gegenteilige Reaktion sorgen, als urspr&#252;nglich angedacht. Bei Youporn wird man sich &#252;ber den Besucheransturm freuen, denn bis dato wird die Seite nicht vielen bekannt gewesen sein, was sich Dank der Werbekampagne aber ge&#228;ndert hat.</p>
<p>Was mich an der Sache massiv st&#246;rt, ist weniger, da&#223; hier eine Schmuddelseite gesperrt werden soll. Sondern vielmehr, wie man hier kapitalen Interessen unter dem Deckmantel des Jugendschutzes hinterherhetzt. Es ist einfach plumpe Heuchelei auf der einen Seite eine wasserdichte <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&#038;Art=pm&#038;Datum=2007&#038;Sort=3&#038;nr=41423&#038;pos=0&#038;anz=149&#038;Blank=1" target="_blank">Alterszertifizierung</a> schaffen zu wollen, nur damit kein Jugendlicher auf die strittige Seite &#8211; von der es Abertausende gibt &#8211; zugreifen kann, w&#228;hrend zur &#8220;Prime-Time&#8221; im &#246;ffentlichen Fernsehen das Abschlachten anderer Menschen neu erfunden wird. Da pr&#252;ft kein Mensch, ob der 16-j&#228;hrige Tim Mustermann auch ja um 22:15 Uhr im Bett ist und dem Hinweis <em>&#8220;Diese Sendung ist f&#252;r Zuschauer unter 18 Jahre nicht geeignet&#8221;</em> folge leistet. </p>
<p>Richtig, sp&#228;testens dann sind die Eltern gefragt. Genauso wie sie beim Abruf derartiger Seiten durch ihre Sch&#252;tzlinge gefragt sein sollten. Seiten wie Youporn gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt frei zug&#228;nglich f&#252;r jede Person jeden Alters. Zeigen sich selbsternannte Medienp&#228;dagogen, Jugendschutzw&#228;chter und Richter nicht imstande f&#252;r Kontrollm&#246;glichkeiten zu sorgen, haben sie an der Stelle kl&#228;glich versagt und sind ihren Pflichten nicht nachgekommen. In einem geordneten System w&#252;rden derartige Amtstr&#228;ger in Zukunft Akten im Archiv sortieren und keine Urteile f&#228;llen oder Indizierungen vornehmen.  </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Skandal! Schlagzeile!</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 18:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spricht man von Deutschen in der dritten Person, ist man entweder bei den Dokumentationen zum Dritten Reich, oder aber in der Sendung von Johannes B. Kerner im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) gelandet. Das nicht etwa, weil man mittlerweile rausgefunden hat, da&#223; es vor 1933 auch noch eine Zeitrechnung gab, sondern vielmehr, da manche Wortkette aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071014/skandal-schlagzeile/johannes-b-kerner-sendung/" rel="attachment wp-att-288"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710142031001.thumbnail.jpg" title="Johannes B. Kerner Sendung" class="titelbild" /></a>Spricht man von Deutschen in der dritten Person, ist man entweder bei den Dokumentationen zum Dritten Reich, oder aber in der Sendung von <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,1020214_idDispatch:7064191,00.html" target="_blank">Johannes B. Kerner</a> im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) gelandet. Das nicht etwa, weil man mittlerweile rausgefunden hat, da&#223; es vor 1933 auch noch eine Zeitrechnung gab, sondern vielmehr, da manche Wortkette aus dem Vormonat f&#252;r reichlich mediale Verbl&#246;dung gesorgt hat. <span id="more-287"></span></p>
<p>Aus dem Kontext gerissene Zitierungen sind schlie&#223;lich nicht erst seit gestern der Motor f&#252;r steigende Verkaufs- und Abrufszahlen. Der Ablauf ist dabei in etwa immer derselbe: Man nehme einfach einen Kernsatz aus der eigentlichen Darstellung, konstruiere daraus einen handfesten Skandal und schon wird in der Bananenrepublik &#8220;braunes Gedankegut&#8221; wieder thematisiert. Hatten wir seit <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070821/da-wird-was-hochgeschaukelt/" target="_blank">M&#252;geln</a> schlie&#223;lich nicht mehr. Schlu&#223;endlich mu&#223; man sich auch auf unkonventionelle Art und Weise seinen Weg durch das Schlagzeilenloch bahnen. </p>
<p>So auch bei der Buchautorin und Nachrichtensprecherin <a href="http://www.eva-herman.de/" target="_blank">Eva Herman</a>, die bei der Vorstellung ihres Buches &#8220;<a href="http://pendo.txt.de/Pendo/TXTSIArtikel/3-86612-105-9" target="_blank">Das Eva-Prinzip</a>&#8221; am 6. September dieses Jahres in alter Stasi-Manier falsch zitiert und fachm&#228;nnisch durch Schweinejournalismus vorverurteilt wurde. Lange hat man es vers&#228;umt, Frau Herman auch nur ansatzweise eine Plattform zu stellen, um dies richtig zu stellen. Und da sich eigene Volksangeh&#246;rige in der Bundesrepublik keinesfalls mi&#223;verst&#228;ndlich zu den zw&#246;lf Jahren deutscher Geschichte &#228;u&#223;ern d&#252;rfen, bedarf es freilich umgehender Kl&#228;rung. </p>
<p>Da jedoch Gerichtss&#228;le durch die Bank weg aufgrund der Masse an Gaffern geplatzt w&#228;ren, war es naheliegend das Tribunal in eine &#246;ffentlich-rechtliche Quasselrunde auszulagern und die Gelangweilten vor den Flimmerkisten zu fesseln. Vor allen Dingen kann man dann das Notwendige mit dem N&#252;tzlichen verbinden &#8211; zum Beispiel mit Werbung. Der Anstieg der Quote ist nat&#252;rlich vorprogrammiert, schlie&#223;lich ist an einem Dienstagabend um 22:45 Uhr nur mit wenig ansprechender Unterhaltung zu rechnen. </p>
<p>Grundlegend ist die Anmoderation der G&#228;ste bei einer solchen Sendung immer dieselbe: Man begr&#252;&#223;t die illustre Runde mit frohen Bekundungen und vorteiliger Nennung des Schaffens der Personen. Das wurde von Herrn Kerner auch so eingehalten, sei es bei Frau Schreinemakers, Frau Berger sowie Herrn Barth &#8211; nur bei Eva Herman zeigte sich bereits im Ansatz worauf es bei diesem zweifelhaften Kasperltheater hinauslaufen wird. </p>
<p>Sendeminuten kosten schlie&#223;lich ein Heidengeld und so &#252;bersprang man umgehend die Lobpreisungen &#8211; gibt es ja sowieso nichts &#8211; und kam gleich zur Verlesung der Anklage. Das Thema der Sendung lautete ja auch unmi&#223;verst&#228;ndlich &#8220;Die Rollenverteilung von Mann und Frau&#8221;. Verst&#228;ndlich, da&#223; die Rolle der Dominanz Herrn Kerner zu teil wird, schlie&#223;lich ist er auch Moderator und Gastgeber der Sendung. Frau Herman hat sich indes schon mal an die alte &#8220;Frauen an den Herd&#8221; Moral zu gew&#246;hnen. </p>
<p>Die Wahl der G&#228;ste hingegen erschlie&#223;t sich mir bis heute nicht. Angefangen von Herrn Mario Barth, der <a href="http://www.pro7.de/show_comedy/keine_ahnung/" target="_blank">Keine Ahnung</a>, aber wenigstens &#8216;ne Meinung hatte. Bis hin zu Frau Senta Berger, die eigentlich gar nicht so recht wu&#223;te, warum sie nun geladen war. Zugegebenerma&#223;en &#252;berforderte sie auch eine sachliche Auseinandersetzung und scheiterte sp&#228;testens bei der argumentativen Rhetorik. Schade eigentlich, da&#223; Frau Berger keine kurzentschlossene Pers&#246;nlichkeit ist und gleich das Weite gesucht hat. Das h&#228;tte uns zumindest ihre Aussagen erspart. Frau Schreinemakers ist in sofern keine Erw&#228;hnung wert. Ihre Besetzung ist gleichbedeutend mit jener der Frau Berger. </p>
<p>Es bedarf wohl viel Zeit und Aufkl&#228;rung, bis man sich bewu&#223;t wird, da&#223; es Eva Herman nie um die Verherrlichung gewisser zw&#246;lf Jahre unserer Geschichte ging. Es ging um Familienwerte, Werte die im materiellen Konsum und perfider gelebter Dekadenz nahezu komplett untergingen. H&#228;tte man diese Kernaussage zum Gegenstand der Diskussion gemacht, h&#228;tte sich &#8211; andere G&#228;ste vorausgesetzt &#8211; ein durchaus interessantes Thema ergeben. Ist man aber nicht imstande Zusammenh&#228;nge eines geschrieben Satzes zu erkennen, sollte man es vorziehen, weiterhin <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,5258047,00.html" target="_blank">Sendungen</a> zu moderieren, die den bundesdeutschen Durchschnitts-IQ repr&#228;sentieren sollen. Da sind die Assoziationsm&#246;glichkeiten ohnehin beschr&#228;nkter. </p>
<p>Berechtigt die Frage, was mich veranla&#223;te, einen Artikel in derartigem Umfang &#252;ber so eine nichtige Sendung zu schreiben. Faszinierend war weniger die Sendung, denn sie ist bundesdeutscher Durchschnitt, sondern vielmehr welche Kontroversen sie ausgel&#246;st hat. Nat&#252;rlich haben wir auch diesmal wieder, die, die Kerner und Konsorten nach dem Mund reden. Sie repr&#228;sentieren aber nicht die Mehrheit. Das kratzt nat&#252;rlich an den Meinungsmachern, die sich lediglich mit der &#246;den Rechtsradikalismuskeule zu behelfen wissen. Allein das zeigt, wie borniert diese Personen mit ihren Dogmen sind und einstweilen sang- und klanglos untergehen werden. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; ZDF</span></p>
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		<title>Blo&#223; keine Panik!</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 20:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Recht verhalten war die Reaktion auf die neuerliche Mi&#223;handlung mit anschlie&#223;ender Todesfolge eines Zweij&#228;hrigen, welche sich bereits vor zwei Wochen ereignete. Kein Aufschrei, der durch die Medien zog und auch keine Trauerfeiern, die an das Leid des kleinen Jungen erinnern. Deutschland hat sich gew&#246;hnt an die Nachrichten von erschlagenen Kindern und wohl auch damit abgefunden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/09/200709252249001.jpg" title="Blo&#223; keine Panik!" class="titelbild" />Recht verhalten war die Reaktion auf die neuerliche Mi&#223;handlung mit anschlie&#223;ender Todesfolge eines Zweij&#228;hrigen, welche sich bereits vor zwei Wochen <a href="http://www.live-pr.com/zweij-hriger-wurde-vermutlich-zu-tode-r1048159715.htm" target="_blank">ereignete</a>. Kein Aufschrei, der durch die Medien zog und auch keine Trauerfeiern, die an das Leid des kleinen Jungen erinnern. Deutschland hat sich gew&#246;hnt an die Nachrichten von erschlagenen Kindern und wohl auch damit abgefunden. Mittlerweile wird alles in altgewohnter Manier n&#252;chtern und zweckm&#228;&#223;ig bew&#228;ltigt. Keiner der sich die Frage gestellt, warum er nichts getan habe. <span id="more-260"></span></p>
<p>Im Fall um den get&#246;teten Zweij&#228;hrigen in der Eifelgemeinde <a href="http://www.schleiden.de/" target="_blank">Schleiden</a>, der von seinem 41-j&#228;hrigen &#8220;Vater&#8221; zu Tode gepr&#252;gelt worden sein soll, konnte das Jugendamt sich nat&#252;rlich wieder schnell aus der Aff&#228;re ziehen. Schlie&#223;lich wohne das junge Paar erst ein paar Monate in der Stadt, so das Amt in einer ersten Stellungnahme. Die 21-j&#228;hrige Mutter selbst hatte das Kind am Freitag, den 14. September, in eine Arztpraxis gebracht, in welcher es dem behandelnden Arzt gelang den Jungen vorerst zu stabilisieren. F&#252;nf Tage sp&#228;ter jedoch erlag der Zweij&#228;hrige seiner massiven Verletzungen im Uniklinikum Aachen. </p>
<p>Die Presse rei&#223;t sich freilich keinen Zacken aus der Krone und bevorzugt es &#252;ber vermeintlich wichtigere Dinge f&#252;r die dauergeile Masse zu berichten &#8211; wie zum Beispiel die Wahnvorstellungen eines dauerverfolgten Politikers. Da pa&#223;t sowas wie der neuerliche Fall aus Schleiden sowieso schlecht rein, die Stimmung ist ohnehin schon mies. <a href="http://www.zeit.de/online/2007/38/mutter-balkon-urteil" target="_blank">Urteile</a> wie das im zum Fall der 27-j&#228;hrigen Hamburgerin, die ihr Kind vor knapp <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070319/in-stiller-trauer-um-die-die-nichts-kapieren/" target="_blank">sechs Monaten</a> aus dem Fenster warf, m&#246;gen daran mitnichten etwas &#228;ndern. Zumal sich sowas nicht &#246;ffentlichwirksam puschen l&#228;&#223;t. Schlie&#223;lich ist eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten ein Witz &#8211; und das im Namen des Volkes. </p>
<p>Was mich interessieren w&#252;rde, ist, ob man sich im Tagesschau Blog wohl weiterhin ins Tuch des <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070301/das-problem-ist-es-gibt-gar-keins/" target="_blank">Schweigens</a> einh&#252;llt und auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung verweist? Schlie&#223;lich genie&#223;en Kindest&#246;tungen nicht die Pr&#228;misse im &#246;ffentlich-rechtlichen Fernsehen erw&#228;hnt zu werden. Die d&#252;mmlichen Kommentare scheidender Politiker daf&#252;r um so mehr. Na blo&#223; keine Panik! </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>So werden Opfer verh&#246;hnt</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 19:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitagabend flimmerte eine sehr geschmacklose Neuigkeit &#252;ber den TV-Schirm: &#8220;Bischof rechtfertigt Entsendung von p&#228;dophilem Priester&#8221;. Gemeint war die Entsendung eines 39-j&#228;hrigen Priesters im Bistum Regensburg (Gemeinde &#8220;Riekofen&#8221;), der bereits im Jahr 2000 durch einen Strafbefehl wegen Mi&#223;brauchs von zwei Br&#252;dern eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bew&#228;hrung erhielt. Damals war der P&#228;dophile Kaplan in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/09/200709222302001.jpg" title="200709222302001.jpg" class="titelbild" />Am Freitagabend flimmerte eine sehr geschmacklose Neuigkeit &#252;ber den TV-Schirm: <em>&#8220;Bischof rechtfertigt Entsendung von p&#228;dophilem Priester&#8221;</em>. Gemeint war die Entsendung eines 39-j&#228;hrigen Priesters im Bistum Regensburg (Gemeinde &#8220;Riekofen&#8221;), der bereits im Jahr 2000 durch einen Strafbefehl wegen Mi&#223;brauchs von zwei Br&#252;dern eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bew&#228;hrung erhielt. Damals war der P&#228;dophile Kaplan in Viechtach/Niederbayern.<span id="more-250"></span></p>
<p>J&#252;ngsten Ermittlungen zufolge soll der Pfarrer nun im Zeitraum zwischen 2003 und 2006 erneut einen Jungen sexuell mi&#223;braucht haben. Aufgrund dieser Ermittlungsergebnisse wurde der Pfarrer nun verhaftet und verbringt seinen derzeitigen Tagesablauf in Untersuchungshaft. Bescheid wu&#223;te unter anderem der Amtsleiter des Bistums, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller" target="_blank">Bischof Gerhard Ludwig M&#252;ller</a>, der jetzt mit allen Mitteln versucht den eigenen Kopf aus der schon eng anliegenden Schlinge zu ziehen. M&#252;ller &#228;u&#223;erte sich in einer Stellungnahme wie folgt: <em>&#8220;Ich bin nicht verantwortlich f&#252;r alles das, was unsere Geistlichen und Mitarbeiter tun.&#8221;</em> Weiterhin verwies der Geistliche &#8211; und das liest sich f&#252;r mich wie ein Schlag ins Gesicht &#8211; auf Jesus, der ja bekanntlich auch dem gr&#246;&#223;ten S&#252;nder verziehen habe. </p>
<p>Alleine diese &#196;u&#223;erung zeugt doch davon, wie verkappt solche Menschen in deren &#196;mtern sind. Ganz offenbar ist die Kirche heute noch kein Deut weiter als vor Hunderten von Jahren. Die Opfer scheinen hier gleichg&#252;ltig zu erscheinen und um so wichtiger scheint aber das Ansehen des Bistums und der Geistlichen, die darin arbeiten. Bekannt wurde das Vergehen des 39-j&#228;hrigen im Juli, woraufhin das Bistum Regensburg mit dem Verweis auf ein siebenseitiges Fachgutachten, das dem Priester keine p&#228;dophile Neigung zuordnete, reagierte. Hiermit war die Tatsache, da&#223; es sich um einen vorbestraften Sexualstraft&#228;ter handelte, offenbar schriftlich nicht mehr existent. </p>
<p>Fraglich bleibt auch warum Bischof M&#252;ller nicht nach der Vorgabe der deutschen Bischofskonferenz handelte, nach der ein vorbestrafter Geistlicher, der sich insbesondere wenn er Sexualstraftaten begangen habe, nicht mehr eingesetzt werden d&#252;rfte. In dem kleinen Ort <a href="http://www.riekofen.de/" target="_blank">Riekofen</a>, in dem der Pfarrer seinen Trieben fr&#246;nte, sollen laut Medienberichten nun die meisten der Kinder und Jugendlichen durch die Staatsanwaltschaft befragt werden.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn Jesus auch den schlimmsten S&#252;ndern verziehen hat, wie konnte man dem Pfarrer da eine zweite Chance versagen&#8221; &#8211; Bischof Gerhard Ludwig M&#252;ller</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Wenn P&#228;dophilie in der Kirche bei jedem bekanntgewordenen Fall zum Novum gemacht wird, so ist der Untergang der Gl&#228;ubigkeit bereits geschrieben.&#8221; &#8211; Markus, Brennpunkt</p></blockquote>
<p>Es ist unverantwortlich seitens des Bistums Regensburg, da&#223; man einen P&#228;dophilen wieder in ein kirchliches Amt gelassen hat, da kann man nichts mehr daran besch&#246;nigen. Auch vor der Kirche machen die weltlichen Gesetze gottlob nicht halt. Bedauernswert ist nur, da&#223; sich diese &#8220;Neuigkeit&#8221; offenbar noch nicht bis Regensburg herumgesprochen hat.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Es droht ein Umsatzverlust</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 20:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Runde Mitleid bitte. Denn seit dem die ProSiebenSat.1-Gruppe zwei Private-Equity-Fonds (KKR und Permira) im Nacken sitzt hat, dr&#252;ckt sie ordentlich auf die Tr&#228;nendr&#252;se. Schlie&#223;lich droht ein Umsatzverlust durch die Riesenechse Google: &#8220;Google bedr&#228;ngt uns zusehends st&#228;rker. Die Internetsuchmaschine hat heute eine Macht wie Microsoft vor zwanzig Jahren&#8221;, so der Vorstandchef Guillaume de Posch gegen&#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/?attachment_id=228" rel="attachment wp-att-228"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/08/200708272235001.thumbnail.jpg" title="ProSiebenSat.1-Vorstandschef Guillaume de Posch" class="titelbild" /></a>Eine Runde Mitleid bitte. Denn seit dem die <a href="http://www.prosiebensat1.de/" target="_blank">ProSiebenSat.1-Gruppe</a> zwei Private-Equity-Fonds (KKR und Permira) im Nacken sitzt hat, dr&#252;ckt sie ordentlich auf die Tr&#228;nendr&#252;se. Schlie&#223;lich droht ein Umsatzverlust durch die Riesenechse <a href="http://www.google.de/" target="_blank">Google</a>: <em>&#8220;Google bedr&#228;ngt uns zusehends st&#228;rker. Die Internetsuchmaschine hat heute eine Macht wie Microsoft vor zwanzig Jahren&#8221;</em>, so der Vorstandchef Guillaume de Posch gegen&#252;ber dem Handelsblatt in seiner Montagsausgabe. <span id="more-227"></span></p>
<p>Was uns bleibt ist die Gewi&#223;heit, da&#223; man aus Schei&#223;e keinen Kakao machen kann. Und wer seine schwindende Zielgruppe mit solchem Rumgejammer kompensiert, sitzt eindeutig auf dem falschen Posten. Bis dato habe ich noch keinen Vorstandschef derart &#246;ffentlich rumjammern geh&#246;rt, wenn es um einen eventuellen Umsatzverlust geht. Klar, hinter verschlossenen T&#252;ren gibt es so manche freudige Mitteilung, da&#223; das eigene Gesch&#228;ft eigentlich total beschissen l&#228;uft und die neuerliche Pressemitteilung nur etwas dummfang war &#8211; aber das bleibt dann auch intern. </p>
<p>Und klar, die Zeiten f&#252;r die Heuschrecken aus &#220;bersee sind ziemlich rauh geworden. Kreditkrise, schwindende Dividenden und aggressive &#220;bernahmegegner, auch die Sache mit der maximalen Effizienz vermag nicht immer zu gelingen, was nat&#252;rlich doof ist, wenn daran Investitionsgelder von Dritten h&#228;ngen. Nur was geht uns das Leid fremder Leute an? Haben schlie&#223;lich selbst genug!</p>
<p>Immerhin m&#246;chte die Mediengruppe weiteres Kapital ins weltweite Datennetz pumpen und seinen Standpunkt dort ausbauen. Na hoffentlich schaufelt sich da niemand ein Millionengrab&#8230; </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; ProSiebenSat.1 Media AG</span></p>
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		<title>Kassenschlager Drittes Reich</title>
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		<pubDate>Sun, 27 May 2007 17:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennen sie Paul Verhoeven? Ich nicht. Aber sicherlich kennen sie den Film &#8220;Basic Instinct&#8221;, in dem die Schauspielerin Sharon Stone mit ihrer legend&#228;ren Beinakrobatik so manch einen alleinstehenden Mittvierziger zu erh&#246;htem Blutdruck verholfen haben d&#252;rfte. Eben dieser Regisseur, der unter anderem auch Filme wie &#8220;Showgirls&#8221; oder auch &#8220;Total Recall&#8221; drehte macht nun erneut Schlagzeilen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/05/200705271954001.jpg" title="Kassenschlager Drittes Reich" class="titelbild" />Kennen sie Paul Verhoeven? Ich nicht. Aber sicherlich kennen sie den Film &#8220;Basic Instinct&#8221;, in dem die Schauspielerin Sharon Stone mit ihrer legend&#228;ren Beinakrobatik so manch einen alleinstehenden Mittvierziger zu erh&#246;htem Blutdruck verholfen haben d&#252;rfte. Eben dieser Regisseur, der unter anderem auch Filme wie &#8220;Showgirls&#8221; oder auch &#8220;Total Recall&#8221; drehte macht nun erneut Schlagzeilen.<span id="more-194"></span> </p>
<p>Der Zeitung &#8220;<a href="http://www.welt.de/" target="_blank">Die Welt</a>&#8221; war vor einigen Tagen zu entnehmen, da&#223; Verhoeven, der als provokativer und egozentrischer Mensch bekannt ist, sich auch mal an die Thematik des Dritten Reiches herangewagt hat. Man hat ja in den letzten Jahren schon so einiges gesehen, sei es die Schmierenkom&#246;die von Helge Schneider oder das f&#252;r viele zu real verfilmte Machwerk &#8220;Der Untergang&#8221;. Doch bisher gab es noch keine Verfilmung, die auch nur ann&#228;hernd an die von &#8220;Black Book&#8221; heranreicht.</p>
<p>Verhoeven erz&#228;hlt eine Geschichte von einer jungen J&#252;din, namens Rachel. Rachel Stein mu&#223; sich 1944 in den Niederlanden vor den deutschen Streitkr&#228;ften verstecken. Sie versucht mit anderen nach Belgien zu fl&#252;chten und ist die einzige &#220;berlebende, da der Fluchtversuch brutal niedergeschlagen wird. Rachel schlie&#223;t sich daraufhin einer Widerstandsgruppe an da sie einen tiefen Hass auf die Deutschen versp&#252;rt, die ihre Familie bei dem Fluchtversuch ermordet hatten. So spioniert sie als Sekret&#228;rin in einem deutschen Hauptquartier im besetzten Norden der Niederlande den Feind aus. Doch das alleine w&#228;re nicht Verhoevens Stil getreu. Rachel beginnt ihren Widerstand vor allem in der Horizontalen fortzusetzen. Zur vollkommenen Tarnung blondiert sie ihr Haupthaar, sowie, und hier wird der Charakter des Regisseurs wieder deutlich, in einer Gro&#223;aufnahme ihr Schamhaar um sicher zu gehen, nicht aufzufallen. Fortan nennt sich Rachel Stein nun &#8220;Ellis&#8221; und verliebt sich in den Obersturmbannf&#252;hrer Ludwig M&#252;tze. Im Laufe des Dramas wird Rachel dann allerdings enttarnt und auch gedem&#252;tigt. Schenkt man der Tagepresse Glauben, so wird in dem Film an Sex,- Gewalt,- und Ekelszenen nicht gespart. Abartiger H&#246;hepunkt sei laut Medienberichten eine Szene, in der die J&#252;din mit einem Eimer voll Kot &#252;bergossen werde.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, wann sich die Masse endlich an dem &#8220;Hype&#8221; des Dritten Reiches sattgesehen hat. Ich werde mir diesen Film mit Sicherheit ansehen, schon alleine um diesen Artikel nicht aus vollkommener Ahnungslosigkeit geschrieben zu haben, aber bezweifle dennoch den Sinn solcher Streifen, die in meinen Augen mehr auf das Publikum von Filmen die man von Quentin Tarantino kennt, aus ist.</p>
<p>F&#252;r mich sind solche Filme an deren Einnahmen sich irgendwelche Menschen die Taschen f&#252;llen einfach sinnlos. Verhoeven ist laut eigenen Angaben selbst ein Betroffener der damaligen Zeit und beteuert auch, da&#223; seine Charaktere im Film authentisch sind und die Personen auf reale Begebenheiten zur&#252;ckzuf&#252;hren sind, aber dennoch, f&#252;r mich war es damals auf allen Seiten der Kriegsparteien Horror und es gab auf allen Seiten Leid, da ist es f&#252;r mich unverst&#228;ndlich, wie man wieder und wieder versucht damit Profit zu schlagen.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Die Dunkelheit brachte den Tod</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 03:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[„Es ist dunkel. Wie ein alles verschlingender Schatten legt sich die D&#228;mmerung &#252;ber den kleinen Ort. Alles ist still, nicht einmal ein Vogel macht sich in der Dunkelheit bemerkbar. Man sieht den kondensierten Atem, der beim Ausatmen dicht vor dem Gesicht entsteht. Es liegt ein Hauch von Grauen in der Luft. Dann schie&#223;t wie aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/04/200704262258001.jpg" title="200704262258001.jpg" class="titelbild" /><em>„Es ist dunkel. Wie ein alles verschlingender Schatten legt sich die D&#228;mmerung &#252;ber den kleinen Ort. Alles ist still, nicht einmal ein Vogel macht sich in der Dunkelheit bemerkbar. Man sieht den kondensierten Atem, der beim Ausatmen dicht vor dem Gesicht entsteht. Es liegt ein Hauch von Grauen in der Luft. Dann schie&#223;t wie aus dem Nichts eine helllodernde Stichflamme aus der Dunkelheit hervor. Ein Feuer das zun&#228;chst nur kurz in die dunkle Umgebung sticht, um danach langsam vor sich hin zu lodern bis es schlie&#223;lich in sich zusammenf&#228;llt. In den Rauchschwaden ist der Umri&#223; eines Gegenstandes zu erkennen. </em><span id="more-184"></span></p>
<p><em>Es ist etwas eckiges, etwas das einem doch bekannt vorkommt. Es ist ein Koffer. Langsam hellt die Sonne den Morgen auf und die Dunkelheit macht dem Licht Platz. Menschen gehen daran vor&#252;ber, beschleunigen ihren Gang, schauen gezwungen weg. Dann n&#228;hern sicht drei junge Leute z&#246;gerlich dem Ascherest, sie sind neugierig und &#228;ngstlich zugleich, aber sie erkennen, da&#223; da noch mehr ist. Sie kommen n&#228;her und n&#228;her bis sie schlie&#223;lich erkennen, was hier verbrannt wurde. Sie sehen die &#220;berreste eine menschlichen K&#246;rpers, verkohlt und verst&#252;mmelt.“ </em></p>
<p>Das k&#246;nnte durchaus eine Szene aus einem von Quentin Tarantino gedrehten Hollywoodstreifen sein. Vielleicht eine Fortsetzung von „Saw“, dem „Texas Chainsaw Massacre“ oder „Hostel“. Doch das ist keine erdachte Geschichte aus einem speckigen Film aus &#220;bersee, es ist kein Hirngespinst, das sich ein kluger Kopf erdacht hat, um damit Millionen in die Kinos zu locken. Es ist Realit&#228;t. Es ist Deutschland. Es ist Berlin/Neuk&#246;lln vor gut einer Woche. Lieber Leser, entt&#228;uscht Sie das nun? </p>
<p>Leider kein Auszug aus einem „geilen“ Film, sondern doch nur die reale Welt. Kristina Hani war vierzehn Jahre alt. Sie war ein kluges und h&#252;bsches M&#228;dchen, das allerdings ganz offensichtlich auch Probleme mit sich und der eigenen Umwelt hatte. Doch das alleine ist mittlerweile ja nichts Besonderes mehr, zumal die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stetig steigt. Dennoch, vor gut einer Woche ging Kristina aus dem Haus und wurde seit dem nie wieder gesehen. Nach dem Fund des verbrannten K&#246;rpers der 14-J&#228;hrigen ben&#246;tigte die Polizei zun&#228;chst mehrere Tage um die Identit&#228;t von Kristina zweifelsfrei festzustellen. Doch nun ist es offiziell: Kristina wurde lebendig in einen Rollkoffer gezw&#228;ngt und danach mit einem Brandbeschleuniger verbrannt. Aus Polizeikreisen wurde ver&#246;ffentlicht, da&#223; Kristina am Leben gewesen sein mu&#223;, jedoch sehr wahrscheinlich bewu&#223;tlos gewesen sei. </p>
<p>Ein Rollkoffer, ein Gegenstand wie ihn Tausende Menschen zu Hause haben, ein Alltagsgegenstand wird zum t&#246;dlichen Gef&#228;ngnis. Bis heute gibt es keine detaillierten Hinweise auf den oder die T&#228;ter. Die Bev&#246;lkerung hat bisher &#252;ber achtzig Hinweise an die Polizei weitergeleitet, jedoch ohne Erfolg bisher. Die Ermittlungen breiten sich auch in das Drogenmilieu aus, in dem man Kristina zeitweise vermutet hatte, wenngleich die Polizei auch sicher ist, da&#223; Kristina kein Junkie war. </p>
<p>Hat der Anfang dieses Artikels bei Ihnen etwas ausgel&#246;st? Fanden Sie ihn aufregend oder doch mehr erschreckend? War es mehr Perversion oder mehr Horror? Hat es mehr Lust geweckt oder doch von Beginn an abgesto&#223;en? </p>
<p>Ich stelle diese Fragen ganz bewu&#223;t und ich m&#246;chte Ihnen ans Herz legen, sich diese Fragen ganz ehrlich f&#252;r sich selbst einmal zu stellen. Es wird viel &#252;ber Filme, die oben benannt wurden diskutiert. Viele verteidigen solche Filme, da sie der Meinung sind es sei alles so extrem, da&#223; man ja immer wisse, da&#223; es keine Realit&#228;t sei. Andere sagen sie sind alt genug um Fiktion von der realen Welt zu trennen. Doch was ist mit denen, die das nicht oder nicht mehr k&#246;nnen? Was ist mit denen Menschen deren Hirn jenseits der Normalit&#228;t arbeitet, die ihre Phantasien gerne ausleben m&#246;chten, die gerne t&#246;ten w&#252;rden und perverse Handlungen an Lebendigen oder an Toten vollziehen m&#246;chten? </p>
<p>Ich sehe es als eine Art „Anreiz“ f&#252;r solche Menschen die Phantasien in die Tat umzusetzen, der Theorie die Praxis folgen zu lassen.  Wir haben Jahrzehnte alles ignoriert, wenn es um den Schutz der Natur und den Schutz der Umwelt ging. Kaum jemand glaubte ernsthaft daran zu den eigenen Lebzeiten von einer globalen Katastrophe erfa&#223;t zu werden. Dennoch kam es soweit, da&#223; es eine bzw. mehrere Generationen nun trifft und eben diese Generationen handeln m&#252;ssen. Jetzt kommt vieles ins Rollen, denn untergehen will auf dieser Welt keiner. </p>
<p>Meine Frage lautet: Wie lange ignorieren wir die Perversion f&#246;rdernden Filme und Medien noch bis wir handeln und solchen Menschen nicht auch noch Anleitungen zur Realit&#228;tsverwirklichung geben?</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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