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	<title>Brennpunkt &#187; Polizei</title>
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	<description>Wir stören den guten Ton.</description>
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		<title>Werden wir verd&#228;chtigt? (Teil 2)</title>
		<link>http://brennpunkt.tonstoerung.net/20080925/werden-wir-verdaechtigt-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 19:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast ein Jahr ist es her, als uns der Brief des s&#228;chsischen Landeskriminalamts ins Haus flatterte und wir im Brennpunkt erstmals &#252;ber die Ermittlungsmethoden der eigens gebildeten Sonderkommission &#187;Heller&#171; berichteten. Mittlerweile hat sich so einiges getan. So wurde am 17. Juni dieses Jahres der 34-j&#228;hrige Carsten D. infolge eines DNA-Reihentests &#252;berf&#252;hrt. Mittlerweile wird bereits Anklage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710232334001.jpg" title="Werden wir verd&#228;chtigt?" style="margin:3px 7px 0 0;padding:2px;float:left; border:1px solid #ccc;" />Fast ein Jahr ist es her, als uns der Brief des s&#228;chsischen Landeskriminalamts ins Haus flatterte und wir im Brennpunkt erstmals &#252;ber die Ermittlungsmethoden der eigens gebildeten Sonderkommission <em>&raquo;Heller&laquo;</em> berichteten. Mittlerweile hat sich so einiges getan. So wurde am 17. Juni dieses Jahres der 34-j&#228;hrige Carsten D. infolge eines DNA-Reihentests <a href="http://www.spiegel.de/dertag/pda/avantgo/artikel/0,1958,560390,00.html" target="_blank">&#252;berf&#252;hrt</a>. Mittlerweile wird bereits Anklage gegen den Dresdner wegen schwerem sexuellen Mi&#223;brauchs, Vergewaltigung und K&#246;rperverletzung in zwei F&#228;llen erhoben, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag <a href="http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&#038;id=90623" target="_blank">mitteilte</a>. <span id="more-567"></span></p>
<p>F&#252;r uns also Grund genug den damaligen Fall wieder aus der Versenkung zu holen und umfassender &#252;ber die polizeilichen Ermittlungsmethoden von <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071023/werden-wir-verdaechtigt/" target="_blank">damals</a> zu berichten. Bis dato hielten wir uns diesbez&#252;glich mit Hinblick auf die Opfer zur&#252;ck, ma&#223;geblich um weitere Ermittlungen nicht zu gef&#228;hrden. Wie ging es also weiter nachdem uns der Brief erreichte?</p>
<p>Nat&#252;rlich lie&#223; man die schriftliche Kontaktierung nicht auf sich sitzen und rief am darauffolgenden Tag den angegeben Polizeiobermeister von der Arbeitsstelle aus an. Ein schwieriges Unterfangen, war dieser doch sehr schlecht zu erreichen, soda&#223; erstmal ein kleines Hickhack bez&#252;glich der Erreichbarkeit begann. Als dann dieses Problem endlich gekl&#228;rt war, sprach ich den Gegen&#252;ber nat&#252;rlich auf das vorliegende Schreiben an und fragte leicht irritiert, wie man denn nun ausgerechnet auf uns k&#228;me? </p>
<p>Nach kurzem z&#246;gern er&#246;ffnete man mir dann auch relativ trocken, da&#223; gegen s&#228;mtliche Seitenbesucher ermittelt wird, da man davon ausgeht, da&#223; sich unter den Besuchern auch der T&#228;ter befinden k&#246;nne, welcher sich wohlm&#246;glich &#252;ber den Ermittlungsstand informieren wolle. Trotz des angezweifelten Hintergrunds bestand man also weiterhin darauf mit mir zu sprechen. Da ich aber zum einen keine Zeit und zum anderen keine Lust hatte, fragte ich, ob es die M&#246;glichkeit g&#228;be, einen Abgleich mit den Daten meiner erkennungsdienstlichen Behandlung durchzuf&#252;hren. </p>
<p>Schlummerten doch &#8220;Dank&#8221; einer Hausdurchsuchung und anschlie&#223;ender erkennungsdienstlicher Behandlung, die sich wenige Wochen zuvor ereignete (Gr&#252;&#223;e!), die Abdr&#252;cke meiner Griffeln in der polizeilichen Datenbank und d&#252;mpelten dort ungenutzt vor sich hin. Prompt sagte der Polizeiobermeister dem auch erstmal zu und die Sache war f&#252;r mich erledigt, wenngleich ich anbot, auch mal pers&#246;nlich vorbeizukommen, wenn es denn sein m&#252;sse. </p>
<p>Aber dazu kam es nicht. Einige Wochen sp&#228;ter kontaktierte man mich erneut und teilte mir telefonisch mit, da&#223; die Daten aus der erkennungsdienstlichen Behandlung nicht ausreichen w&#252;rden &#8211; angeblich lie&#223;e sich daraus nicht meine K&#246;rpergr&#246;&#223;e usw. erkennen. Ja, ne, is&#8217; klar. Eine sofortige L&#246;sung um weiteren Verdacht auszuschlie&#223;en hatte der anrufende Beamte zu diesem Zeitpunkt auch nicht parat, soda&#223; erstmal Ratlosigkeit herrschte. Nach erneuter Wartezeit stellte sich jedoch rasch raus, da&#223; man in Dresden doch eine L&#246;sung gefunden hatte und so schickte man erneut einen Beamten in unser entlegenes Nest.</p>
<p>Mittlerweile waren Besuche verschiedenen Beh&#246;rdenvertreter ohnehin keine Seltenheit mehr und man gew&#246;hnte sich mittlerweile an den Umgang, entwickelte gar schon einen Riecher f&#252;r Justizbeamte. So bat man also den ehrenwerten Herrn nach seiner Vorstellung herein und fragte zugleich nach dem Grund seines Besuchs. Als er sodann seine Mappe aufschlug und ich die zwei R&#246;hrchen f&#252;r die DNA-Probe sah, d&#228;mmerte es mir relativ rasch. So konzentrierte sich also meine Frage wieder auf die Ermittlungspraktiken der Sonderkommission. Aber auch er entgegnete darauf relativ trocken, da&#223; dies h&#246;chstrichterlich genehmigt sei und es daher keinen Grund zur Beunruhigung g&#228;be. Man m&#252;sse schlie&#223;lich alle M&#246;glichkeiten in Betracht ziehen. Nun ja, da ich den Spruch schon kannte, lie&#223; ich relativ rasch davon ab. Darauf folgend sprach er mich auch direkt auf die DNA-Probe an. </p>
<p>An dieser Stelle hatte man zwei M&#246;glichkeiten: Man lehnt die Identit&#228;tsfeststellung Mithilfe der DNA-Probe ab oder stimmt ihr eben zu. Ich entschied mich f&#252;r letzteres und das aus zwei Gr&#252;nden: Zum einen verhindert man damit unn&#246;tige Ermittlungsarbeit und zum anderen werden damit auch nahe Verwandte als m&#246;gliche Tatverd&#228;chtige ausgeschlossen. Hierbei kann man freilich zweigeteilter Meinung sein und das Thema hat durchaus riesiges Diskussionspotential. Nachdem jedoch Ende 2007 die Hausdurchsuchung und die erkennungsdienstliche Behandlung bei mir stattfand, war es mit der Privatsph&#228;re sowieso passé und es kaum darauf auch nicht mehr an. </p>
<p>Wenige Wochen sp&#228;ter erreichte mich die L&#246;schmitteilung des Landeskriminalamts Sachsen, da &#8211; welch Wunder &#8211; die DNA-Probe nicht mit der gesuchten &#252;bereinstimmte. Der Gedanke tr&#246;stete, da&#223; zum damaligen Zeitpunkt etwa 14.200 Personen ebenfalls zur Abgabe einer Speichelprobe mehr oder minder gedr&#228;ngt wurden. Ein geschichtstr&#228;chtiges Ereignis. Wurden doch erstmals in der Bundesrepublik DNA-Reihentests in diesem Ausma&#223; durchgef&#252;hrt. </p>
<p>Was bleibt ist die Gewi&#223;heit, da&#223; in der Bundesrepublik Gewaltverbrechen an Kindern und Jugendlichen gerne Mal f&#252;r neue Dimensionen in der Ermittlungspraxis herhalten m&#252;ssen. Die Vorgehensweise des LKA Sachsens ist dabei keine Seltenheit, sondern reiht sich viel mehr in eine ganze Reihe von eigentlichen Skandalen, von denen aber mit Bedacht auf die Opfer abgelassen wurde. Denn mal ehrlich, wer m&#246;chte den Egoismus besitzen und sein Pers&#246;nlichkeitsrecht &#252;ber das der Recht der Opfer stellen? Richtig, im Grunde niemand. </p>
<p>Leider f&#228;ngt genau da das Problem an!</p>
<p><span class="redslash">&raquo; Zur&#252;ck zu Teil 1:</span> <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071023/werden-wir-verdaechtigt/">Werden wir verd&#228;chtigt?</a></p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles wird besser!?!</title>
		<link>http://brennpunkt.tonstoerung.net/20080824/alles-wird-besser/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 23:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man mu&#223; zugegeben, die Methodik, derer sich Mitarbeiter des Landeskriminalamts Bayern bedienten, kann durchaus als umstritten gelten. Wurde doch die Verkn&#252;pfung, auf welche ein italienisches Kinderschutzportal hingewiesen hat, benutzt, um P&#228;dophilen auf die Schliche zu kommen. Und der Erfolg stellte sich relativ rasch ein: Nach gerade Mal einen Monat wurde aus aller Herren L&#228;nder &#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2008/08/200808240107001.jpg"  title="Sicherheit um jeden Preis?" style="margin:3px 7px 0 0;padding:2px;float:left; border:1px solid #ccc;" />Man mu&#223; zugegeben, die Methodik, derer sich Mitarbeiter des <a href="http://www.polizei.bayern.de/" target="_blank">Landeskriminalamts Bayern</a> bedienten, kann durchaus als umstritten gelten. Wurde doch die Verkn&#252;pfung, auf welche ein italienisches Kinderschutzportal hingewiesen hat, benutzt, um P&#228;dophilen auf die Schliche zu kommen. Und der Erfolg stellte sich relativ rasch ein: Nach gerade Mal einen Monat wurde aus aller Herren L&#228;nder &#252;ber 48.000 Mal auf die Dateien zugegriffen, was selbst unter Ber&#252;cksichtigung verschiedenster Mehrfachanfragen erschreckend hoch ist. <span id="more-494"></span></p>
<p>Allein aus der Bundesrepublik erfolgten insgesamt 7.500 Zugriffe auf besagte Verkn&#252;pfung. Die Verkn&#252;pfung selbst verwies auf zwei Filmaufnahmen, welchen den sexuellen Mi&#223;brauch zweier M&#228;dchen zeigte. Genauer dazu &#228;u&#223;ert sich das Landeskriminalamt in der einstweilen ver&#246;ffentlichten <a href="http://www.polizei.bayern.de/lka/news/presse/aktuell/index.html/76145" target="_blank">Pressemitteilung</a>. Nun kann man zweigeteilter Meinung sein, ob solche pr&#228;gnanten Details zum Inhalt der Filmaufnahmen sein m&#252;ssen oder doch viel mehr der Boulevardisierung solcher Themen zutr&#228;glich sind. Da die Zahlen P&#228;dophiler jedoch sukzessive steigt, animiert es vielleicht den einen oder anderen sich in Kinderschutzvereinen zu engagieren. </p>
<p>Nach nunmehr 26 Monaten fanden die andauernden Ermittlungen gegen 987 in der Bundesrepublik ans&#228;ssige Tatverd&#228;chtige ihr Ende. Am vergangenen Freitag durchsuchten die jeweils vor Ort zust&#228;ndigen Beh&#246;rden die Wohn- und Gesch&#228;ftsr&#228;ume der Tatverd&#228;chtigten und stellten summa summarum 1.000 Rechner, 1.800 Filmaufnahmen und knapp 45.000 Datentr&#228;ger sicher. In drei F&#228;llen konnte gar der andauernde Mi&#223;brauch Schutzbefohlener nachhaltig unterbunden werden. Auch andere L&#228;nder gaben Erfolgsmeldungen an das LKA in Bayern zur&#252;ck. So konnten in Polen 65, in Australien 38, in &#214;sterreich 80 und in der T&#252;rkei 53 Tatverd&#228;chtige &#252;berf&#252;hrt werden. </p>
<p>Bedenklich an dieser Stelle bleibt nur der Umstand, da&#223; sich Landeskriminal&#228;mter jedweder Bundesl&#228;nder immer mehr solcher Mittel bedienen. &#220;ber eines dieser Methodiken <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071023/werden-wir-verdaechtigt/" target="_blank">berichteten</a> wir bereits. Dabei steht mitnichten die Frage im Raum, ob dies bei P&#228;dophilen angebracht ist, sondern vielmehr, wie weit der Bogen noch gespannt wird? Keiner will Paragraphenreiter! Genauso wenig m&#246;chte jemand, da&#223; derartige Methodiken, die zumindest fragw&#252;rdig sind, auch auf andere T&#228;terermittlungen ausgeweitet werden. </p>
<p>Nicht zuletzt Dank der Vorratsdatenspeicherung stehen den Beh&#246;rden alle T&#252;ren offen. Woran es scheitert, ist derzeit lediglich die Logistik. Eine Frage der Zeit, bis sich das System auch dieses Problems entledigt. Die Frage ist nur: Was folgt dann?</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span>  </p>
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		<title>Grenz&#246;ffnung? Da war doch was!</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 21:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[F&#252;r Brandenburgs Innenminister J&#246;rg Sch&#246;nbohm mu&#223; es ein herber Schlag ins Gesicht gewesen sein, als er davon erfuhr, da&#223; ausgerechnet bei seiner ohnehin schon gesch&#246;nten Statistik zum Verbrechensaufkommen in den Grenzregionen zu Polen zahlreiche und nicht ganz unerhebliche Datens&#228;tze fehlen. Auch die Ver&#246;ffentlichung der Halbjahreszahlen zur polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) liegt vorerst auf Eis. Wie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2008/08/200808172312001.jpg" title="Grenz&#246;ffnung? Da war doch was!" style="margin:3px 7px 0 0;padding:2px;float:left; border:1px solid #ccc;" />F&#252;r Brandenburgs Innenminister J&#246;rg Sch&#246;nbohm mu&#223; es ein herber Schlag ins Gesicht gewesen sein, als er davon erfuhr, da&#223; ausgerechnet bei seiner ohnehin schon gesch&#246;nten Statistik zum Verbrechensaufkommen in den Grenzregionen zu Polen zahlreiche und nicht ganz unerhebliche Datens&#228;tze fehlen. Auch die Ver&#246;ffentlichung der Halbjahreszahlen zur polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) liegt vorerst auf Eis. <span id="more-443"></span></p>
<p>Wie in der Vorwoche verschiedene Pressepuffs mitteilten, fehlen derzeit 15.000 bis 16.000 Datens&#228;tze in den verschiedenen Erhebungen &#8211; wohlgemerkt alleine vom 1. Januar bis 31. Mai dieses Jahres. Zur&#252;ckzuf&#252;hren sei das seltsame Verschwinden auf das neue rechnergest&#252;tzte Polizeisystem ComVor. Bisweilen befindet sich das Potsdamer Innenministerium noch auf der Suche nach Fehlerquellen und k&#252;ndigte alsbaldige Besserung an. </p>
<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20080817/grenzoeffnung-da-war-doch-was/attachment/200808172312002/" rel="attachment wp-att-449"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2008/08/200808172312002-138x100.png"  title="Straftaten im Jahresvergleich" width="138" height="100" style="margin:3px 0 0 7px;padding:2px;float:right; border:1px solid #ccc;" /></a>Zweifelsohne kein gutes Omen f&#252;r Sch&#246;nbohms Plan mit den ganzen Pessimisten, wie unsereiner abzurechnen. Denn selbst ohne die Meldung &#252;ber die fehlenden Datens&#228;tze ist die neuerlich ver&#246;ffentlichte <a href="http://www.brandenburg.de/sixcms/media.php/1056/Handout%20Statistik%20Straftaten%2025.pdf" title="PDF-Datei" target="_blank">Statistik</a> zumindest zweifelhaft. Da hilft es auch herzlich wenig, wenn im Innenministerium mit der Vermutung gelieb&#228;ugelt wird, da&#223; die aktuelle Statistik ja auch ohne die fehlenden Datens&#228;tze richtig sein k&#246;nnte. </p>
<p>Denn insbesondere im Vergleich zu den Vorjahren (siehe Abbildung) ist ein derart massiver R&#252;ckgang der Straftaten zumindest sehr zweifelhaft. Sch&#246;nbohm hat es jedoch immer schon verstanden, einen gew&#246;hnlichen R&#252;ckgang der Straftaten dazu zu nutzen, um mit seinen Gegnern abzurechnen. So auch am 10. August 2005, als es galt die Bef&#252;rchtungen rund um die EU-Osterweiterung zu zerstreuen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bef&#252;rchtungen, die EU-Osterweiterung zum 01.05.2004 k&#246;nne zu einem Anwachsen der Kriminalit&#228;t f&#252;hren, haben sich damit nicht bewahrheitet. Ich sehe darin einen Beleg, dass unsere Polizei auf die Herausforderungen durch die EU-Erweiterung gut vorbereitet war. Hier zahlt sich auch die Intensivierung der polizeilichen Zusammenarbeit mit Polen aus.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun liegt es freilich auf der Hand, da&#223; dies bei der neuerlichen Abrechnung mit den Zweiflern nur bedingt anders klingt. So erkl&#228;rte Sch&#246;nbohm am 25. Juli dieses Jahres:</p>
<blockquote><p>&#8220;Entgegen allen Zweifeln hat es nicht den mit der Osterweiterung der EU gleichzeitig prognostizierten Verbrechenszuwachs gegeben. Die Sorgen und &#196;ngste der Bev&#246;lkerung haben sich nicht best&#228;tigt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sch&#246;nbohm ist eben ein Zauberk&#252;nstler. Einhergehender Personalabbau auf der einen Seite und h&#246;here Sicherheit auf der anderen. Was keiner f&#252;r m&#246;glich h&#228;lt, J&#246;rg Sch&#246;nbohm hat es in der Hand. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Gro&#223;fahndungen auf Abwegen</title>
		<link>http://brennpunkt.tonstoerung.net/20071120/grossfahndungen-auf-abwegen/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 06:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rasterfahndung]]></category>
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		<description><![CDATA[Willk&#252;rlich erfolgte die Auswahl der Strecken, bei denen hessische Polizeibeh&#246;rden millionenfach amtliche Kennzeichen vorbeifahrender Kraftfahrzeuge ablichteten. Dabei ging es zu keiner Zeit um eine zielgerichtete Fahndung. Vielmehr st&#252;tzte man seine Handlungen auf das Rasterprinzip, nach welchem derartige Methodiken durchaus Anwendung finden d&#252;rfen &#8211; zumindest nach Ansicht des hessischen Innenministers Volker Bouffier (CDU) und anderer. Selbstverst&#228;ndlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/11/200711200216001.jpg" title="Gro&#223;fahndungen auf Abwegen" class="titelbild" />Willk&#252;rlich erfolgte die Auswahl der Strecken, bei denen hessische Polizeibeh&#246;rden millionenfach amtliche Kennzeichen vorbeifahrender Kraftfahrzeuge ablichteten. Dabei ging es zu keiner Zeit um eine zielgerichtete Fahndung. Vielmehr st&#252;tzte man seine Handlungen auf das Rasterprinzip, nach welchem derartige Methodiken durchaus Anwendung finden d&#252;rfen &#8211; zumindest nach Ansicht des hessischen Innenministers Volker Bouffier (CDU) und anderer. <span id="more-339"></span></p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich tr&#228;gt der seit Anfang M&#228;rz betriebene Aufwand Fr&#252;chte. Und so verwundert es nicht, da&#223; selbst die Auffindung von Fahrzeugf&#252;hrern ohne Haftpflichtversicherung als gro&#223;er Teilerfolg gewertet wird. Da&#223; ist zwar keine naheliegende L&#246;sung, um der Problematik fehlender Haftpflichtversicherungen Herr zu werden, gestaltet aber derart massive Einschnitte in B&#252;rgerfreiheiten als wesentlich notwendiger, als sie es tats&#228;chlich sind. </p>
<p>Schleswig-Holstein steht diesen Methoden freilich in nichts nach, wenngleich man sich hier bisweilen auf Stichproben beschr&#228;nkte und die Kontrollen keinesfalls so ausufern lie&#223;, wie die Kollegen in Hessen. Dabei sind auch hier die Ermittlungserfolge zweifelhafter Natur. Eine Frage die am heutigen Tag auch die Richter des Bundesverfassungsgerichts interessieren wird. Diese lie&#223;en sich bereits im Vorfeld Kopien der angefertigten Lichtbilder durch die hessische Staatskanzlei zusenden. </p>
<p>Bisweilen sind auf diesen beiden Aufnahmen lediglich die Marke sowie Umrisse des Fahrzeugs erkennbar. Ein Aufschlu&#223; &#252;ber eventuelle Insassen geben diese Fotos jedoch nicht. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Insassen bei eventuellen Treffern mit abgebildet werden. In Z&#252;rich befindet sich ein derartiges System namens Automatische Fahrzeugfahndung und Verkehrs&#252;berwachung (AFV) momentan im Versuchslauf, und kann bereits jetzt im Bruchteil einer Sekunde das erste Bild des Kennzeichens mit einer Datenbank abgleichen und bei Bedarf automatisch ein Folgebild der Insassen erstellen. </p>
<p>Von der Umsetzung dessen ist man in der Bundesrepublik noch weit entfernt, startete AFV doch erst gegen Ende dieses Jahres. In sofern bleibt fragw&#252;rdig, in wiefern Polizeibeh&#246;rden bei weiterem Ausbau der momentanen &#220;berwachungssysteme noch Herr der Lage werden wollen. Zeitnahe Kontrollen scheiden angesichts der Masse an Aufnahmen dann aus, wenngleich der Datenabgleich automatisiert erfolgt. Treten Sehschw&#228;chen bei routinem&#228;&#223;igen Kontrollen von amtlichen Kennzeichen auf, schafft der &#246;rtliche Augenarzt bei den bediensteten Polizeibeamten gerne Abhilfe. Da bedarf es keines Generalverdachts und schon gar nicht der Beschneidung von Grundrechten. Bleibt zu hoffen, da&#223; dies das Bundesverfassungsgericht &#228;hnlich sieht.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; Pixelio</span></p>
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		<title>Linux bringt das Weihnachtsgeld</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 22:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[POLIKS]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wird dem Softwareriesen aus Redmond sauer aufsto&#223;en. Machen doch ausgerechnet die deutschen &#8211; genauer gesagt die Berliner &#8211; Polizeibeh&#246;rden gegen das Geldvermehrungskind Windows mobil. Grund daf&#252;r ist der alles andere als reibungslose Ablauf mit dem auf Windows-basierenden und f&#252;r die Polizei entwickelten Programm POLIKS. Nach Angaben des stellvertretenden Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Helmut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/11/200711192358001.jpg" title="Linux bringt das Weihnachtsgeld" class="titelbild" />Das wird dem Softwareriesen aus Redmond sauer aufsto&#223;en. Machen doch ausgerechnet die deutschen &#8211; genauer gesagt die Berliner &#8211; Polizeibeh&#246;rden gegen das Geldvermehrungskind <a href="http://www.microsoft.com/germany/windows/default.mspx" target="_blank">Windows</a> mobil. Grund daf&#252;r ist der alles andere als reibungslose Ablauf mit dem auf Windows-basierenden und f&#252;r die Polizei entwickelten Programm <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poliks" target="_blank">POLIKS</a>. </p>
<p>Nach Angaben des stellvertretenden Chefs der <a href="http://www.dpolg.de/" target="_blank">Deutschen Polizeigewerkschaft</a> (DPolG) Helmut Sarwas, dauert eine durchschnittliche Anzeigenaufnahme zwischen drei&#223;ig und neunzig Minuten. <span id="more-335"></span>Hierbei st&#252;rzen laut seinen &#196;u&#223;erungen die Rechner mehrfach ab oder h&#228;ngen sich schlichtweg auf. Dabei ist es eigentlich POLIKS selbst, das nach &#252;ber f&#252;nf Jahren dauernder Entwicklung und schlie&#223;lich der Einf&#252;hrung im Jahre 2005 des &#246;fteren im Kreuzfeuer der Kritik steht. Bereits kurz nach Einf&#252;hrung sorgte das System daf&#252;r, da&#223; reihenweise Abst&#252;rze und Hardwareprobleme dazu f&#252;hrten, da&#223; tagelang kein Einsatz des neuen Wunderspielzeugs der Vollzugsbeamten zum Tragen kam. Satte 73 Millionen Euro hat die Entwicklung von POLIKS gekostet.</p>
<p>Doch mit der glorreichen Idee das Betriebssystem zu wechseln und einer offenen L&#246;sung wie Linux den Vortritt zu gew&#228;hren, w&#252;rde man sogar mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Da man im Falle einer Umstellung auf mehrere Millionen Lizenzkosten verzichten k&#246;nnte, lie&#223;e sich dieses ersparte Geld dann doch auch (wie es der Zufall so will) gleich sinnvoll einsetzen. So kam Sarwas der Gedanke mit dem &#252;bersch&#252;ssigen Geld das bereits gestrichene Weihnachtsgeld der Beamten finanzieren zu wollen. Herrlich, diese Vorweihnachtsfreude, oder? &#196;rgerlich f&#252;r Microsoft d&#252;rfte es dann allerdings sein, da&#223; man ausgerechnet POLIKS bei <a href="http://www.microsoft.com/germany/government/newsletter/juli03.mspx" target="_blank">Microsoft Deutschland</a> als ein <em>„erfolgreiches Referenzprodukt“</em> auff&#252;hrt. </p>
<p>Laut dem <a href="http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html" target="_blank">Bund der Steuerzahler</a> ist es jedoch nicht nur Berlin, sondern auch Niedersachsen, Bayern und Baden W&#252;rttemberg, die mit der Technik so ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polizei-IT-Anwendungen" target="_blank">Probleme</a> haben. Letzteres Bundesland hat mit <a href="http://www.computerwoche.de/nachrichten/555181/index.html" target="_blank">ComVor</a> den &#196;rger des Bundes der Steuerzahler auf sich gezogen, indem diese &#228;u&#223;erten: <em>„Die Modernisierung der Polizei in Baden-W&#252;rttemberg ist zu einem finanziellen Fehlschlag enormen Ausma&#223;es geworden.“</em></p>
<p>Einen weiteren Vorteil h&#228;tte der Umstieg auf Linux ja auch: Es k&#246;nnte nahezu ausgeschlossen werden, da&#223; sich die Polizei mit einem eventuell bald kommenden Bundestrojaner selbst infiziert. Es lebe die Technik!</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Seien Sie unbesorgt!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 15:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Veto des Brandenburger Innenministers zur bevorstehenden Demonstration tausender Bundespolizisten am kommenden Donnerstag in Frankfurt (Oder) mutet grotesk an. War es doch seine Beh&#246;rde, die bisweilen drauf verzichtete, auch nur ansatzweise statistische Erhebungen zur Verf&#252;gung zu stellen, die R&#252;ckschl&#252;sse darauf zul&#228;&#223;t, in wieweit eine Grenz&#246;ffnung Gefahren birgt. Die Richtigstellung dessen obliegt jedoch ohnehin nicht Sch&#246;nbohm. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/11/200711181648001.jpg" title="Landesgrenze" class="titelbild" />Das Veto des Brandenburger Innenministers zur bevorstehenden <a href="http://www.dpolg.de/" target="_blank">Demonstration</a> tausender Bundespolizisten am kommenden Donnerstag in Frankfurt (Oder) mutet grotesk an. War es doch seine Beh&#246;rde, die bisweilen drauf verzichtete, auch nur ansatzweise statistische Erhebungen zur Verf&#252;gung zu stellen, die R&#252;ckschl&#252;sse darauf zul&#228;&#223;t, in wieweit eine Grenz&#246;ffnung Gefahren birgt. Die Richtigstellung dessen obliegt jedoch ohnehin nicht Sch&#246;nbohm. Frisierte Statistiken sind etwas f&#252;r SPD-Politiker &#8211; besser man stellt gleich den Gemeinschaftsgedanken in den Vordergrund.<span id="more-332"></span></p>
<p>Polen und die Tschechei haben sich schlie&#223;lich selbst um ihr Pl&#228;tzchen in der gro&#223;en Staatengemeinschaft verdient gemacht und verdienen wohl aufgrund dessen unser vollstes Vertrauen. Das mutet &#252;berzeugend an, ist angesichts der harten Realit&#228;t aber der letzte Bl&#252;tenstaub. Gekaufte Beh&#246;rden, Menschenhandel, Autoschiebereien und andere &#8211; nach Sch&#246;nbohms Ansicht wohl &#8211; Bagatellen &#8211; sind unl&#228;ngst keine Vorurteile, sondern das Resultat der voranschreitenden Klassengesellschaft in beiden L&#228;ndern. </p>
<p>Die Nachhaltigkeit der Argumentation Sch&#246;nbohms d&#252;rfte weiter gen Null fallen, angesichts der Anmerkung, da&#223; nach Informationen der Nachrichtendienste keinerlei Gefahrenpotential bestand habe. Als ob sich zuverl&#228;ssige und verl&#228;&#223;liche Informationen an bundesdeutschen Nachrichtendiensten definieren w&#252;rden. Vielleicht beim Herrn Sch&#246;nbohm, der zu lange die Sitzfl&#228;che seines Drehstuhls breitgesessen hat. Mitnichten bieten derartige Verweise eine fundierte Grundlage f&#252;r die Vertrauensgewinnung. Gleichwohl k&#246;nnte Sch&#246;nbohm f&#252;r gesundes Gammelfleisch werben. </p>
<p>Immerhin traut der Innenminister seinen eigenen Leuten so wenig zu, da&#223; er diese &#246;ffentlich in einem Interview mit dem <a href="http://www.focus.de/magazin" target="_blank">Focus-Magazin</a> (47/2007) diskreditiert. Dabei Unterstellt er <em>&#8220;bestimmten Kreisen&#8221;</em> man beziehe sich mit der Demonstration vielmehr auf den angestrebten Standortwechsel, als auf die nachhaltige Sicherheitspolitik in der Grenzregion. Ohnehin scheint menschliche N&#228;he keineswegs das Credo Sch&#246;nbohms zu sein. Andernfalls lie&#223;e sich diese deplazierte &#214;ffentlichkeitsarbeit nicht erkl&#228;ren. Wie Sch&#246;nbohm nach einem ebensolchen Interview noch auf das Vertrauen seiner B&#252;rger in die Polizeibeh&#246;rden bauen will, bleibt fragw&#252;rdig. Aber wenigstens den Wermutstropfen gibt&#8217;s billig in Form von polnischem Selbstgebrannten hinterher. Na dann, Prost!</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; Pixelio</span></p>
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		<title>&#8220;Guten Tag, wo brennt&#8217;s denn?&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 20:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Hasch]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum hatte ich es mir am vergangenen Montagabend auf dem Sofa bequem gemacht, wurde ich auch sch&#246;n von dem Geheule der Feuerwehrsirene im Ort aufgeschreckt. Der nat&#252;rlichen Neugier ausgeliefert &#246;ffnete ich das Fenster um zu sehen, ob denn eventuell die Feuerwehr zu sehen oder wenigstens zu h&#246;ren ist. Neugier ist was Tolles, fr&#246;nen ihr in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710312146001.jpg" title="Guten Tag, wo brennt es denn?" class="titelbild" />Kaum hatte ich es mir am vergangenen Montagabend auf dem Sofa bequem gemacht, wurde ich auch sch&#246;n von dem Geheule der Feuerwehrsirene im Ort aufgeschreckt. Der nat&#252;rlichen Neugier ausgeliefert &#246;ffnete ich das Fenster um zu sehen, ob denn eventuell die Feuerwehr zu sehen oder wenigstens zu h&#246;ren ist. Neugier ist was Tolles, fr&#246;nen ihr in solchen F&#228;llen doch gleich ganze Wohnbl&#246;cke, wie ich beim Blick auf die Stra&#223;e erkennen konnte. Nun, also erst einmal eine Zigarette angesteckt und in der K&#228;lte ausgeharrt. Nichts passiert. Hm, doch nur Fehlalarm? Weit gefehlt!<span id="more-319"></span> </p>
<p>Pl&#246;tzlich sah ich von weitem ein Feuerwehrfahrzeug in meine Richtung heranbrausen. Ich &#252;berlegte noch, wo die wohl hin fahren wollten, da ich selbst bereits fast am Ortsende wohne und um mich herum irgendwie auch nicht wirklich ein Feuer zu lodern schien. Das Auto kam n&#228;her und ich rechnete damit, da&#223; es vielleicht zu einem Unfall auf der nahegelegenen Landstra&#223;e f&#228;hrt und wollte das Fenster schon wieder schlie&#223;en als ich merkte, <em>„Oha, das Auto wird langsamer“</em>. Direkt unter meinem Fenster hielt die Feuerwehr dann auch an, was mich zunehmend mehr verwunderte. Der Fahrer kannte mich und machte die Fensterscheibe herunter um mir zuzurufen: <em>„Servus Markus, bei dir brennt&#8217;s?“</em> Hoppla, also davon w&#252;&#223;te ich doch, oder? </p>
<p><em>„Rrrrring“</em> machte es in diesem Moment an der Haust&#252;re und ich &#246;ffnete mit einer dummen Vorahnung. <em>„Abend, hier brennt es“</em>, sagte mir einer der drei voll bekleideten Feuerwehrm&#228;nner aufgeregt ins dumm dreinschauende Gesicht. <em>„Hier brennt nichts“</em>, sagte ich stotternd und war mir schon fast selbst nicht mehr sicher, was denn hier abgeht. Vielleicht ein doofer Scherz eines Nachbarn? Die Feuerwehr bestand darauf in der Wohnung sicherheitshalber nachzuschauen, ob auch wirklich alles in Ordnung sei. Toll, mittags noch frisch geputzt stiefelten jetzt drei Feuerwehrm&#228;nner durch die Bude um nach einem nicht existierenden Feuer zu suchen. Da nichts zu finden war, wollten die Herren gerade wieder abziehen, als man von unten einen alten T&#252;rken rufen h&#246;rte: <em>„Nix da, nix da, andere Haus brennen, da oben, da oben!“</em> Aha, also doch beim Nachbarn? Die Feuerwehrleute also wieder raus und hoch zum n&#228;chsten Haus. </p>
<p>Ich folgte den Herren einfach mal, immerhin wurde meine Neugier nun fast unbeherrschbar. Tats&#228;chlich roch es irgendwie verkokelt und als die T&#252;re aufging, kam ein wahnsinniger Schwall Qualm entgegen, gefolgt von einem 75-j&#228;hrigen Rentner, der ganz locker zu sein schien. Die Feuerwehr trat ein und nach einigen lauten Ger&#228;uschen und Gemecker des Alten kamen die drei mit einem Holzkohlegrill (!!!) aus der Wohnung. Der hat da drinnen gegrillt? Ja Himmel geht’s denn noch? Tatsache. Es stellte sich heraus, da&#223; der alte Mann grillen wollte aber ihm auf der Terrasse zu kalt war. Die mittlerweile auch eingetroffene Polizei verh&#246;rte den guten Kerl daraufhin, da sie wissen wollten wie er denn um alles in der Welt auf diese d&#228;mliche Idee kam. </p>
<p>Nach gut zwanzig Minuten kl&#228;rte sich der ganze Spa&#223; schlie&#223;lich auf: Unglaublich aber wahr, der alte Herr hatte gekifft. Ja, mit 75 ordentlich viel Hasch in die Birne gezogen und dann im Wohnzimmer gegrillt. Es gibt Leute auf dieser Welt, die sind einfach nicht mehr zurechnungsf&#228;hig, das wu&#223;te ich ja bereits, aber warum zum Teufel m&#252;ssen die alle in meiner Nachbarschaft wohnen, kann mir das mal jemand erkl&#228;ren?</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; Pixelio</span></p>
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