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	<title>Brennpunkt &#187; Schildbürger</title>
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	<description>Wir stören den guten Ton.</description>
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		<title>Wir sehen uns vorm Finanzgericht!</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Sep 2007 21:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeshaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzamt]]></category>
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		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[Nat&#252;rlich nur aus gutb&#252;rgerlicher Pflicht heraus, wollte die Ex-Frau des Beklagten die Steuers&#252;nden ihres einstigen Ehegatten zur Anzeige beim &#246;rtlichen Finanzamt bringen. Nicht etwa, weil sie selbst auf einem repressiven Rachefeldzug aus ist. Nein, der Gerechtigkeit m&#252;sse gen&#252;ge getan werden. Immerhin seien heutzutage 66 Prozent der Deutschen daf&#252;r, da&#223; Steuerhinterziehungen strenger verfolgt werden. Am besten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/09/200709282254001.jpg" title="Erwischt!" class="titelbild" />Nat&#252;rlich nur aus gutb&#252;rgerlicher Pflicht heraus, wollte die Ex-Frau des Beklagten die Steuers&#252;nden ihres einstigen Ehegatten zur Anzeige beim &#246;rtlichen Finanzamt bringen. Nicht etwa, weil sie selbst auf einem repressiven Rachefeldzug aus ist. Nein, der Gerechtigkeit m&#252;sse gen&#252;ge getan werden. Immerhin seien heutzutage 66 Prozent der Deutschen daf&#252;r, da&#223; Steuerhinterziehungen strenger verfolgt werden. Am besten man hackt diesen Verbrechern gleich die Pfoten ab. In Ordnung, ganz so massiv &#228;u&#223;erte man sich bisweilen noch nicht, aber es bleibt nicht nur im Fall des Herrn Ichzahlnix und der Ex-Frau Zahllieber interessant, welche Bl&#252;ten die neuste Entwicklung treiben wird.<span id="more-264"></span></p>
<p>Immerhin fast zehn Anzeigen pro Tag gehen mittlerweile bei den &#246;rtlichen Finanzbeh&#246;rden ein. Die Gr&#252;nde m&#246;gen unterschiedlichen Natur sein, der eine hat aufgrund seines Ruhestands einfach zu viel Freizeit (Demographiewandel, kennen wir ja nun mittlerweile alle&#8230;) und wei&#223; sich keines anderes Hobbys zu bedienen, w&#228;hrend der andere erbla&#223;t im Neid des Besitzlosen. Wo auch immer die wahren Ambitionen dieser Hobbysteuerfahnder liegen m&#246;gen, bei den allgemeinen Umfragen geben allesamt an, sie tun dies aus der Pflicht heraus, ein Gleichgewicht der Gerechtigkeit herzustellen. Es k&#246;nne nun mal nicht angehen, da&#223; der m&#252;ndige Deutsche in aller Ehrlichkeit und Richtigkeit seine Steuern entrichtet, w&#228;hrend der Nachbar v&#246;llig zwangfrei die Einfahrt seines schicken Vorstadthauses von einem Arbeitslosen f&#252;r ein paar Kr&#246;ten pflastern l&#228;&#223;t &#8211; und das am Finanzamt vorbei!</p>
<p>Soweit die allgemeine Denkweise, derer, die meinen das richtige zu tun. V&#246;llig au&#223;er Acht scheint man zu lassen, in wie fern sich die politische F&#252;hrungsriege jener Steuermittel aus dem Bundeshaushalt bedient und diese in weitaus verwerflicher Art und Weise zum Fenster hinaus schleudert, als jemand der vielleicht einfach die L&#252;cken des &#252;berdimensionalen Steuersystems erkannt hat. Immerhin <a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20060926/immer-raus-damit/" target="_blank">drei&#223;ig Milliarden Euro</a> wurden laut dem Schwarzbuch des <a href="http://www.steuerzahler.de/" target="_blank">Bundes der Steuerzahler</a> im Jahre 2005 sinnlos ausgegeben, wobei dies nur einige F&#228;lle ber&#252;cksichtigt und die Dunkelziffer weitaus h&#246;her sein d&#252;rfte. Unbeachtet dessen, wird noch nicht ber&#252;cksichtig in welchem Umfang sich das Finanzamt bei Gro&#223;unternehmen der mangelnden Sorgfaltspflicht schuldig gemacht hat. Hierbei erinnere ich mich noch an einen Fall, den ich einst im Focus las. Der Beklagte unterschlug eine zweistellige Millionenh&#246;he im Verlauf mehrer Jahre. Dieses Verfahren wurde jedoch dann und wann eingestellt, da die Angelegenheit verj&#228;hrt war. Grundlegend weil man es beim zust&#228;ndigen Finanzamt vers&#228;umt hat, dem Fall umfassend nachzugehen.</p>
<p>Aber es mu&#223; ein gutes Gef&#252;hl sein f&#252;r so manchen B&#252;rger, der entweder zu viele Stasi-B&#252;cher gelesen hat oder aber einfach das falsche Terrorcamp besuchte, so manchen Kleinb&#252;rgerstreit vor dem Finanzgericht auszutragen. Wobei es bis dahin noch nicht mal kommen wird. Diesen Weg darf der Beklagte mithin sowieso alleine gehen, bleibt der Anzeigenerstatter doch anonym und wird selbst bei haltlosen Beschuldigungen bis zu guter letzt anonym gehalten. Ja, Spitzel sollte man sich sch&#252;tzen! Diese schmerzliche Erfahrung mu&#223;te schon der <a href="http://www.verfassungsschutz.de/" target="_blank">Verfassungsschutz</a> machen. Und das Finanzamt w&#228;re doch sch&#246;n bl&#246;d, w&#252;rde es sein B&#252;ttel an den &#8220;Teufel&#8221; ausliefern. </p>
<p>Man m&#246;ge mich nicht falsch verstehen, von Schwarzarbeit ist absolut nichts zu halten, gleichfalls entwickeln sich die Zust&#228;nde momentan in eine absolut abwegige Richtung. Da verreckt Nachbars Kind, weil keiner etwas geh&#246;rt haben will, gleichfalls spitzt aber bei den neusten Luxusg&#252;tern des Nachbars jeder seine Ohren auf und mutiert zum Stammgast beim Finanzamt. Mitnichten hilft diese Art der Zivilcourage irgend jemandem weiter. Die L&#246;sungen selbst sind in der Politik zu suchen, schlie&#223;lich ist sie es, die kein Steuersystem zu stellen bereit ist oder es aus mangelnder fachlicher Qualifikation schlichtweg nicht kann. </p>
<p>Nun gibt es nat&#252;rlich ganz schlaue Sachbearbeiter des Finanzamts, die im weltweiten Datennetz unterwegs sind und gleichwohl versuchen ihren verruchten Ruf etwas gerade zu r&#252;cken. Dies geschieht dann meistens mit irgendwelchen Milchm&#228;dchenrechnungen, bei denen man mal eben mindestens dem halben Volk Steuerhinterziehung vorwirft. Da kommt man dann auch relativ schnell auf horrende Summen von vierzig Billionen oder mehr. Klar, immerhin geht jeder zweite Deutsche f&#252;r 500 Euro richtig schick beim Griechen essen. Das dies mitnichten die Realit&#228;t gerecht wird, sollte jedem bewu&#223;t sein.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Der R&#252;sseladvokat, Teil 1</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 02:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Amtsschimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
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		<description><![CDATA[Rindviechter haben Freizeit, viel Freizeit &#8211; das ist nicht neu. Neu ist allerdings, da&#223; dies sogar den Star der Manege, Benjamin Bienchen, trifft. Als Reaktion auf die Lage war der Entschlu&#223; gefa&#223;t: Es mu&#223; sich etwas &#228;ndern! Schnell fand Benjamin eine neue Lebensaufgabe und so zog er hinaus ins weltweite Datennetz auf der Suche nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2006/12/0612160334.thumbnail.jpg" title="Der R&#252;sseladvokat in Aktion" class="titelbild" />Rindviechter haben Freizeit, viel Freizeit &#8211; das ist nicht neu. Neu ist allerdings, da&#223; dies sogar den Star der Manege, Benjamin Bienchen, trifft. Als Reaktion auf die Lage war der Entschlu&#223; gefa&#223;t: Es mu&#223; sich etwas &#228;ndern! Schnell fand Benjamin eine neue Lebensaufgabe und so zog er hinaus ins weltweite Datennetz auf der Suche nach dem GAU (Gr&#246;&#223;ten Anzunehmenden Unheil) dieser Welt. Von Gott pers&#246;nlich geschissen und ausgestattet mit einem &#252;berdimensionalen R&#252;ssel riecht Benjamin jeden GAU byteweit gegen den Datenstrom. Nun endlich sollen seine Artgenossen erfahren, da&#223; Trampeltiere doch noch zu etwas n&#252;tze sind. <span id="more-75"></span></p>
<p>Schnell waren die ersten Opfer f&#252;r seine neue Lebensaufgabe gefunden. Und damit auch alle Bewohner des Zoos &#8211; obschon sie es &#252;berhaupt wissen wollen &#8211; von seinem riesigen R&#252;ssel erfahren, schreibt er in seinem kleinen Kabuff flei&#223;ig Anzeigen gegen Unbekannt, die seine neue Pers&#246;nlichkeit pr&#228;sentieren. Der Drucker rattert Tag und Nacht und die heile Welt scheint greifbar nahe. </p>
<p>Doch nicht ohne Konsequenzen verlief seine Hingabe in sein neues Lebensziel. In seinem Studium (hier sollte man Wissen, da&#223; Benjamin Bienchen vor einiger Zeit unter die Volksweisen gegangen ist und es zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat, Artgenossen mit seinen Binsenweisheiten zu bel&#228;stigen) lassen die Leistungen jedoch leider, leider nach und so mancher Artgenosse fragt sich bereits warum &#8211; einige verfielen Ger&#252;chten zufolge jedoch in helle Begeisterung. Die Tage zogen ins Land und Benjamin mu&#223;te einen mehrt&#228;gigen Ausflug zur Zooleitung machen. Bereits vorher berichtete die &#246;rtliche Zoo-Boulevard-Presse von neuen Auff&#228;lligkeiten, die selbst f&#252;r Benjamin eher atypisch waren. Einige beobachteten sogar eine Ver&#228;nderung der Au&#223;enhaut (&#8220;G&#228;nsehaut&#8221;) beim einstigen Quasselkollegen, welche auf den Ausflug zur&#252;ck gef&#252;hrt wurde. </p>
<p>Auch Benjamin bekam so langsam mit, da&#223; hinter seinem R&#252;cken &#252;ber ihn geredet wird. Leider zu sp&#228;t, denn das Abo f&#252;r die Zoo-Zeitung hat er nie bestellt, da er seinerzeit das Geld lieber in Happa, Happa investierte. Doch die Sorgen und Meinungen seiner R&#252;sselfreunde lie&#223;en Benjamin v&#246;llig kalt. Unbeirrt und den R&#252;ssel stets voran ging es auf in die n&#228;chste Schlacht. Viele Seelen sollten bekehrt werden! So auch die Seele zweier Polarw&#246;lfe aus dem Nachbarsgehege. Frevler! Frevler! &#8211; hallte es lautstark durch die Zooanlage. Endlich konnte Benjamin wieder zu seinem Sinn des Lebens zur&#252;ckkehren, schlie&#223;lich suchte er f&#252;r sein Leben gerne die Unbekehrten &#8211; stets mit dem Glauben an eine perfekte Welt &#8211; ma&#223;geblich gepr&#228;gt von Dummschw&#228;tzern und Denunzianten. Jeder soll sich schlie&#223;lich selbst der N&#228;chste sein &#8211; vor allem beim Anzeigen schreiben.</p>
<p>Lange Zeit mu&#223;te Benjamin die W&#246;lfe observieren und in der tiefsten Schei&#223;e w&#252;hlen. Der Schwei&#223; flo&#223; unaufh&#246;rlich und das Gewicht schwand f&#246;rmlich dahin. Mit geknicktem R&#252;ssel und Untergewicht besinnte er sich eines Tages wieder an die Worte des Oberquacksalbers: Sohn Du suchen mu&#223;t nur tief genug, Du auch finden wirst den Schatz, der Erleuchtung Dir bringt. Gedacht, getan. Den Schatz der Erleuchtung hat er zwar nicht gefunden, daf&#252;r aber eine Gru&#223;formel eines Besuchers des Wolfs-Geheges. Entr&#252;stet rannte Benjamin wieder in sein Kabuff &#8211; die Erde bebte und der Drucker ratterte. Das Postfach der Zooleitung quirlte &#252;ber und endlich war dem Recht gen&#252;ge getan. </p>
<p>Vorsorglich ist Benjamin in ein neues Gehege gezogen. Stets in Bedacht darauf, da&#223; die ehemaligen Nachbarn ja als kleine Schandtat in sein Wildgehege kacken k&#246;nnten. Nun endlich kann er sich mit doppelter Moral auf einer Wolke sonnen. Doch Zukunft ist Vergangenheit, die durch eine andere T&#252;re wieder hereinkommt&#8230;  </p>
<p><em>Diese Zeilen wurden unter massiven Einflu&#223; von Erdbeersaft (mind. 40% Fruchtanteil) verfa&#223;t. Alle Personen und Ereignissen entstammen meiner kranken Phantasie. Weder die Ereignisse, noch die Personen existieren real. Sollten Sie sich hier wiederfinden, sollten Sie sich Sorgen machen. F&#252;r Zuf&#228;lle kann aber keiner was&#8230; </em></p>
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