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	<title>Brennpunkt &#187; SPD</title>
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		<title>Rhetorische Granaten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 06:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Riesiges Tamtam und Hauptsache dicke Hose war das Hauptanliegen des Bundesparteitags der SPD. Damit punktet man zwar bei den eigenen Parteifreunden, bisweilen aber wenig beim W&#228;hler. So weitreichend die Themengebiete gef&#228;chert waren, so spartanisch wurden sie abgehandelt. Angefangen von Mindestl&#246;hnen &#252;ber Volksaktien f&#252;r die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn, ein neuerliches NPD-Verbot, die BAF&#214;G-Erh&#246;hnung bis geheuchelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200710280057001.jpg" title="Rhetorische Granaten" class="titelbild" />Riesiges Tamtam und Hauptsache dicke Hose war das Hauptanliegen des <a href="http://parteitag.spd.de/" target="_blank">Bundesparteitags</a> der SPD. Damit punktet man zwar bei den eigenen Parteifreunden, bisweilen aber wenig beim W&#228;hler. So weitreichend die Themengebiete gef&#228;chert waren, so spartanisch wurden sie abgehandelt. Angefangen von Mindestl&#246;hnen &#252;ber Volksaktien f&#252;r die Teilprivatisierung der <a href="http://www.bahn.de/" target="_blank">Deutschen Bahn</a>, ein neuerliches NPD-Verbot, die BAF&#214;G-Erh&#246;hnung bis geheuchelten Friedensanstrengungen, war wirklich alles vertreten, was in diesem Jahr im politischen Kabarett &#8211; auch Bundestag &#8211; aufgef&#252;hrt wurde. <span id="more-306"></span></p>
<p>Sorge um Unterst&#252;tzung braucht sich die SPD bisweilen nicht machen. F&#252;r den tobenden Applaus sorgen linkslastige Medienh&#228;user, die sich immer noch f&#252;r &#252;berparteilich halten. Da wird von ergreifenden und selbstbewu&#223;ten Reden gepriesen, als h&#228;tte die SPD die Rhetorik erfunden. Da&#223; dabei der politische Nutzwert auf der Strecke blieb, ist ein notwendiges &#220;bel, aber keine Tragik. Zumal der Bundesparteitag ohnehin der verzweifelte Versuch ist, verlorenen Boden wett zu machen. Die Endkonsequenz fordert demnach nat&#252;rlich publikumsvertr&#228;gliche Ansprachen, mit viel Herz und Schmerz und weniger mit fungierten L&#246;sungswegen. Davon ist man bei der SPD ohnehin seit eh und je weit entfernt. </p>
<p>Was sich im &#252;brigen wunderbar an der angestrebten Teilprivatisierung der Deutschen Bahn abzeichnet. Denn um zu verhindern, da&#223; ausl&#228;ndische Investoren allzusehr Einflu&#223; auf die F&#252;hrung des Unternehmens nehmen, strengt man an, Volksaktien auszuteilen. Immerhin wird dann die einst als Volksaktie angepriesene T-Aktie als Traueraktie abgel&#246;st. Politische Debakel haben es ohnehin so an sich, da&#223; sich Umst&#228;nde mehrmals wiederholen m&#252;ssen, um neue Wege zu finden. Die Erwartung zu stellen, diese Entscheidung der Mehrheit des Volkes zu &#252;berlassen, d&#252;rfte ohnehin zu hoch gegriffen sein. Schlie&#223;lich haben die Haubentaucher namens Bundesb&#252;rger ohnehin keinen Plan von der Materie. </p>
<p>Apropos Demokratie. Nat&#252;rlich ist auch ein angestrebtes NPD-Verbotsverfahren Gegenstand des Bundesparteitags. Einerseits freilich um von eigenen Mi&#223;st&#228;nden und Aff&#228;ren innerhalb der Partei abzulenken, andererseits nat&#252;rlich um den demokratischen Grundgedanken mit F&#252;&#223;en zu treten. Immerhin sei die NPD noch gewohnt undemokratisch und &#252;berhaupt alles andere als akzeptabel. Andererseits ist es nat&#252;rlich ein notwendiges &#220;bel den antifaschistischen Grundgedanken der SPD hoch zu halten und daf&#252;r einzustehen. Bisweilen versagten leider Anti-Rechtskampagnen und derer fr&#246;nt man dann besser nicht. Steuerverschwendung ist schlie&#223;lich ein hei&#223;es Eisen, wo sich so mancher SPD-Politiker schon die Griffeln verbrannt hat. </p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Doch kein NPD-Verbot?</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 17:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schade, schade. Gerade als man sich als basisdemokratischer Bundesb&#252;rger mit seinen Jusos auf ein angestrebtes Verbot einer demokratischen Partei einschlie&#223;en wollte, kommt auch schon wieder das Dementi. Allem Anschein nach hat Kurt Beck, seinerzeit Bundesvorsitzender der SPD und Ministerpr&#228;sident von Rheinland-Pfalz, zu &#252;bereifrig auf die Vorf&#228;lle in M&#252;geln reagiert und die falschen Schl&#252;sse gezogen. Schlu&#223;endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070827/doch-kein-npd-verbot/schon-immer-die-besten-freunde/" rel="attachment wp-att-226"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/08/200708271947001.thumbnail.jpg" title="Schon immer die besten Freunde…" class="titelbild" /></a>Schade, schade. Gerade als man sich als basisdemokratischer Bundesb&#252;rger mit seinen Jusos auf ein angestrebtes Verbot einer demokratischen Partei einschlie&#223;en wollte, kommt auch schon wieder das Dementi. Allem Anschein nach hat Kurt Beck, seinerzeit Bundesvorsitzender der SPD und Ministerpr&#228;sident von Rheinland-Pfalz, zu &#252;bereifrig auf die Vorf&#228;lle in M&#252;geln reagiert und die falschen Schl&#252;sse gezogen. Schlu&#223;endlich auch noch die Rechnung ohne die einzelnen L&#228;nder gemacht, welche derzeit keine Mehrheit f&#252;r ein neues Verfahren sammeln konnten. <span id="more-225"></span></p>
<p>Schlie&#223;lich st&#252;nden die Chancen f&#252;r ein neuangestrebtes NPD-Verbot ungef&#228;hr so gut, wie die Wiederwahl von Gerhard Schr&#246;der als Bundeskanzler &#8211; 50:50 Joker halt. Und weil Herr Beck auch nur ein lamentierender Populist ist, der bei jedem Husten ein riesiges Tamtam veranstalten mu&#223;, gilt es wieder verlorenen Boden wett zu machen. Denn nat&#252;rlich halte die SPD weiterhin an einem NPD-Verbot fest, denn eine &#8220;wehrhafte&#8221; Demokratie m&#252;sse sich &#8220;auch gegen die Feinde der Verfassung zur Wehr setzen k&#246;nnen&#8221;, so SPD-Generalsekret&#228;r Heil. Na, Holla die Waldfee. Verfassungsfeinde reden &#252;ber den Sinn und Unsinn einer Verfassung und dessen lahmende Wehrhaftigkeit. Ein Schwachsinn, f&#252;r den man kaum Buchstaben findet. </p>
<p>Ungleich dessen, scheint mehr als fragw&#252;rdig zu sein, was bitte eine &#8220;wehrhafte&#8221; Demokratie sein soll? Realistisch betrachtet gibt es keine Demokratie und schon gar keine Wehrhaftigkeit derselben. H&#246;chstens bei der Wahl wird das Volk selbst befragt und das war es dann auch schon. Genau deswegen verlieren leider (!) auch immer mehr Deutsche den Glauben an die Demokratie. Nur weil irgendwelche Suppenkasper etwas als Demokratie deklarieren, was bereits im Ansatz nach Diktatur riecht. Und so stinkt es weiter und weiter.</p>
<p>Aber ich bin froh, da&#223; die SPD einen so herausragenden Bundesvorsitzender wie Kurt Beck hat. Noch besser k&#246;nnte sich die SPD f&#252;r eine bevorstehende Bundeswahl gar nicht disqualifizieren.</p>
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		<title>Wochenr&#252;ckblick 19/2007</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2007 21:14:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittwoch Wir sind nicht nur Papst, Handballweltmeister und noch so vieles Anderes, nein, wir sind auch zu dick. Diese ph&#228;nomenale Erkenntnis hat nun auch die Gesundheitsministerin der Bundesrepublik, Ulla Schmidt, erreicht. Einer Studie des Robert-Koch-Institutes zufolge, sind in der Bundesrepublik cirka zwei Millionen Kinder &#252;bergewichtig. Das ist Grund genug die Politik auf den Plan zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703181520001.jpg" title="Woche vom 07.05. bis 11.05." class="titelbild" /><strong>Mittwoch</strong></p>
<p>Wir sind nicht nur Papst, Handballweltmeister und noch so vieles Anderes, nein, wir sind auch zu dick. Diese ph&#228;nomenale Erkenntnis hat nun auch die Gesundheitsministerin der Bundesrepublik, Ulla Schmidt, erreicht. Einer Studie des Robert-Koch-Institutes zufolge, sind in der Bundesrepublik cirka zwei Millionen Kinder &#252;bergewichtig. Das ist Grund genug die Politik auf den Plan zu rufen. Wo der Bundesb&#252;rger bzw. die Eltern nicht mehr in der Lage sind alleine f&#252;r das geeignete Angebot aus Ern&#228;hrung und Bewegung zu sorgen, da mu&#223; der Staat freilich nachhelfen. Gut gemeint war da sicherlich der Gedanke, doch kaum ausgesprochen entwickelt sich auch dies wie so Vieles zu einer Farce. <span id="more-196"></span></p>
<p>Mittlerweile ist aus der reinen Forderung mehr f&#252;r die Kinder und deren Ern&#228;hrung zu tun, ein ganzes Paket inklusive Rattenschwanz geworden, das so manchen B&#252;rger erneut zum Kopfsch&#252;tteln bewegt hat. Die Forderung nach mehr Aufmerksamkeit im Schulwesen hinsichtlich der Ern&#228;hrung der Kinder war ebenso nachvollziehbar, wie die Erh&#246;hung der w&#246;chentlichen Schulsportstunden, doch die Forderung von den Gr&#252;nen beispielsweise, die Werbung f&#252;r S&#252;&#223;igkeiten aus dem Fernsehen zu verbannen, halte ich pers&#246;nlich f&#252;r kaum realistisch. Bevor dies von Sinn und Erfolg gekr&#246;nt w&#228;re, m&#252;&#223;te man die Werbung f&#252;r Alkohol und dementsprechend auch die M&#246;glichkeit, da&#223; Hersteller alkoholischer Getr&#228;nke Schirmherr oder Werbepartner f&#252;r Sendungen sind, komplett verbieten. Doch so kamen bereits die ersten Stimmen aus den Reihen von den Gr&#252;nen und der SPD, die fordern die bisher geltende Mehrwertsteuerregel von sieben Prozent auf Naschsachen auf die volle Mehrwertsteuer anzuheben. Das Unwort „Fett-Steuer“ ist bereits geboren. Doch hier sind sich die Gem&#252;ter selbst innerhalb der Parteien, wie beispielsweise der FDP, noch lange nicht einig.</p>
<p>Es bleibt also abzuwarten, wie sich der „Aktionsplan“ unserer Politiker noch gestalten wird. Ist es nicht beruhigend zu wissen, da&#223; der Staat mit allen Kr&#228;ften gegen das deutsche &#220;bergewicht k&#228;mpfen will? Ob sich die Damen und Herren Politiker dann vielleicht auch anderen Problemen, wie zum Beispiel Fu&#223;geruch bei unter 20-J&#228;hrigen oder schlechter Atem bei Rentnern annehmen wird, wird die Zeit zeigen. Ich wei&#223; nur eines ganz genau, so lange wir als Volk es weiterhin zulassen, da&#223; die wichtigen Grundpfeiler unseres Gesundheitssystems und unseres Sozialsystems nicht so gefestigt sind, da&#223; sie auch den urspr&#252;nglichen Zweck erf&#252;llen, so lange wird sich da oben nicht viel &#228;ndern und man erschafft und stopft sich in der bundesdeutschen Politik die Sommerl&#246;cher selbst. Guten Appetit!</p>
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		<title>Kurzmeldung: Rentenerh&#246;hung ab 1. Juli</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2007 12:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damit die rund zwanzig Millionen Rentner in der Bundesrepublik zur Abwechslung auch von der Aufschwungseuphorie profitieren und wieder etwas auf die hohe Kante legen k&#246;nnen, gibt es nach drei Null-Runden, nun eine satte Erh&#246;hung von sage und schreibe 0,54 Prozentpunkten zum 1. Juli dieses Jahres. Das macht dann bei 1.000 EUR Rente 5,40 € mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brennpunkt.tonstoerung.net/20070321/kurzmeldung-rentenerhoehung-ab-1-juli/rentenerhoehung-ab-1-juli/" rel="attachment wp-att-140"><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/03/200703211350001.thumbnail.jpg" title="Rentenerh&#246;hung ab 1. Juli" class="titelbild" /></a>Damit die rund zwanzig Millionen Rentner in der Bundesrepublik zur Abwechslung auch von der Aufschwungseuphorie profitieren und wieder etwas auf die hohe Kante legen k&#246;nnen, gibt es nach drei Null-Runden, nun eine satte Erh&#246;hung von sage und schreibe 0,54 Prozentpunkten zum 1. Juli dieses Jahres. Das macht dann bei 1.000 EUR Rente 5,40 € mehr &#8211; immerhin, da k&#246;nnte man sogar sparen und gleichfalls mit dem Rauchen anfangen. Wobei, besser nicht, wenn man die n&#228;chste Sparschweinchen-Erh&#246;hung auch noch miterleben will. <span id="more-139"></span></p>
<p>Zumal Sozialminister Franz M&#252;ntefering (SPD) f&#252;r das kommende Jahr noch keine Prognose auf eine eventuelle Erh&#246;hung abgeben wollte, da es seiner Einsch&#228;tzung nach auf die Zahl der Besch&#228;ftigten ankomme. Immerhin bat er um Zuversicht &#8211; kann er nichts f&#252;r, er ist halt Optimist, wenn auch ein delegierter&#8230;</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; SXC</span></p>
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		<title>Wer die Wahl hat, w&#228;hlt die Qual</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2005 21:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntagabend, in einem ruhigen St&#228;dtchen, Mitten in Deutschland. Die Sonne scheint und der Tag verspricht ein gelungener Ausklang des Wochenendes zu werden. Die meisten B&#252;rger verbinden den Sonntagsspaziergang im Sp&#228;tsommer mit dem anstehenden Besuch in einem der zahlreichen Wahllokale. Ja es ist Bundestagswahl. Trotz der Ruhe und Gelassenheit mischt sich auch ein Gef&#252;hl von Ungeduld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://brennpunkt.tonstoerung.net/docs/2007/10/200509252347001.jpg" title="Wer die Wahl hat, w&#228;hlt die Qual" class="titelbild" />Sonntagabend, in einem ruhigen St&#228;dtchen, Mitten in Deutschland. Die Sonne scheint und der Tag verspricht ein gelungener Ausklang des Wochenendes zu werden. Die meisten B&#252;rger verbinden den Sonntagsspaziergang im Sp&#228;tsommer mit dem anstehenden Besuch in einem der zahlreichen Wahllokale. Ja es ist Bundestagswahl. </p>
<p>Trotz der Ruhe und Gelassenheit mischt sich auch ein Gef&#252;hl von Ungeduld und Nervosit&#228;t unter die Menschen. Wer wei&#223; wohin heute ab 18:00 Uhr der Weg f&#252;r dieses Land f&#252;hren wird? Bleibt der eingeschlagene Weg der roten Sozialisten, wird er j&#228;h durch die angeblich neue Kraft von FDP und CDU/CSU beendet oder bringt gar DIE LINKE einen Hauch von sp&#228;tsozialistischem Flair mit nach Westdeutschland, nein halt, Gesamtdeutschland?<span id="more-13"></span></p>
<p>Eine seltsame Wahl ist diese Bundestagswahl. Erst f&#252;hrt ein Kanzler, der offensichtlich nicht mehr ganz Herr seiner Sinne ist (darauf nehme ich sp&#228;ter noch detaillierter Stellung), Neuwahlen herbei, da er der Auffassung ist, das Volk und die eigenen Reihen geben ihm nicht mehr gen&#252;gend R&#252;ckhalt f&#252;r seine Politik. Dann stirbt eine NPD Kandidatin und der Wahlbezirk 160 (Dresden) mu&#223; seine Wahl verschieben. Die Frage zu diesem Zeitpunkt „Werden die Dresdner die Wahl entscheiden?“. </p>
<p>Die Einschaltquoten der Fernsehsender, die Wahlhochrechnungen anbieten, mit den aktuellsten Interviews und Berichten um die Wette buhlen, d&#252;rfte so hoch sein, wie zuletzt an einem Sonnabend Abend in den Sp&#228;tachtzigern, als man noch „Wetten dass…“ als Familienhappening ansah.</p>
<p>Die Zahlen sind da. Das Volk nerv&#246;s und kaum sind die Sekunden verstrichen, in denen die Grafiken aufgebaut wurden, kehrt ein bekanntes Gef&#252;hl in das Volk zur&#252;ck: die Resignation. Eigentlich wu&#223;te doch so niemand genau, was denn ab dem 18. September 2005 politisch im Farbkasten des Bundestages vertreten sein sollte. Einig waren sich jedoch die meisten B&#252;rger in einem Punkt: Es mu&#223; eine Ver&#228;nderung her!</p>
<p>Diese Feststellung erlangt man nicht durch die angeblichen „repr&#228;sentativen Meinungsumfragen“ von jeglichen Meinungsforschungsinstituten, sondern schlicht, wenn man auf der Stra&#223;e mit den Menschen redet. Wenn man an seinem Arbeitsplatz dar&#252;ber mit Kollegen spricht, wie man denn seine Schulden abbauen k&#246;nnte, die Kinder ern&#228;hren k&#246;nnte oder das reparaturbed&#252;rftige zehn Jahre alte Auto endlich in die Werkstatt bringen k&#246;nnte.</p>
<p>Meinungsforschungsinstitute &#8211; welch ein Wort. Eigentlich gleichen die Zahlen die ver&#246;ffentlicht wurden einem billigen Horoskop in irgendeinem Schmuddelblatt. Man fragt eine ausgew&#228;hlte Anzahl an B&#252;rgern, was sie denn w&#228;hlen w&#252;rden. Aber wo bitte soll das denn repr&#228;sentativ sein? Hochgerechnet auf das ganze Land ergeben sich selbst bei 10.000 Befragten, Differenzen und Verschiebungen die  alles andere als „repr&#228;sentativ“ sind. Nun, fragen wir uns doch einmal wer denn &#252;berhaupt den Einflu&#223; auf die W&#228;hler hat? Die Parteien? Die Politiker selbst? Die Parteiprogramme oder gar die Versprechen die vor der Wahl gro&#223;m&#228;ulig angek&#252;ndigt werden?</p>
<p>Nein, vielmehr sind es die Anker, die auch die B&#252;rger suchen. Sie suchen nach Richtlinien. Nach Eckpunkten, mit denen sie etwas anfangen k&#246;nnen. Wenn ein Herr Schr&#246;der in einer Rede mehr als zwei Drittel seiner Begriffe so ausw&#228;hlt, das der normale B&#252;rger von nebenan, keinen blassen Schimmer hat, was er denn genau erz&#228;hlt bekommt, dann ist das nicht entscheidungspr&#228;gend. Wenn aber eine Meinungsumfrage auf allen Fernseh- und Radiosendern preisgegeben wird, die eindeutige Trends darlegen, beeinflu&#223;t das schon immens. Wirtschaftsbosse, Gewerkschaftsfunktion&#228;re, ausl&#228;ndische Investoren. Drei Faktoren die nicht den W&#228;hler beeinflussen, sehr wohl aber das Programm und die Versprechungen, die man dem Volk zu vermitteln versucht.</p>
<p>Auch eine interessante Beobachtung ist, da&#223; Abgraben von Minderheiten, Randgruppen oder gar sozial im Abseits stehenden Menschen. So ist es klar, da&#223; die 600.000 wahlberechtigten t&#252;rkischen Staatsb&#252;rger, wohl kaum in der Mehrheit f&#252;r eine Partei stimmen w&#252;rden, die das eigene Aufenthaltsrecht, die Staatsb&#252;rgerschaft oder den Lebensstandard der eigenen Familie, gef&#228;hrden w&#252;rde. Und nat&#252;rlich unterst&#252;tzen diese W&#228;hler auch keine Politik, die den EU-Beitritt des Heimatlandes verweigert.</p>
<p>So kommt einem sicherlich nicht unbegr&#252;ndet das Gef&#252;hl, man versuche alle Mittel einzusetzen um Stimmen zu ergattern. So ist es dann auch nicht ungew&#246;hnliche f&#252;r unsere Parteibonzen, sogar Wahlplakate auf t&#252;rkisch zu drucken. Feine Sache, erstmal einschleimen und dann die Wahl gewinnen? Bleibt die Frage, was denn ein Mensch mit einer Politik anfangen soll, der das Wahlplakat nicht einmal in Deutsch lesen kann? Wer die Heimatsprache dieses Landes nicht beherrscht, der mu&#223; auch gar nicht ma&#223;gebend sein und der darf auch nicht wahlentscheidend werden, denn solche Menschen haben schlicht und ergreifend keine Ahnung, worum es in dieser deutschen Politik geht. Nat&#252;rlich k&#246;nnen wir anfangen alles in Deutschland auf jegliche Sprachen umzur&#252;sten. Das schafft Arbeitspl&#228;tze!</p>
<p>Oft sagt man, alles was sich rechts der Mitte befindet, habe nichts aus der Vergangenheit, bzw. aus der Geschichte Deutschlands gelernt. Das ist sicherlich sehr h&#228;ufig unumstritten der Fall, insbesondere bei denen, die den rechten Arm bereits in einer Art der Leichenstarre anmutenden Position halten. Doch was ist mit der Gegenseite? Die Ableger der ehemaligen SED – die PDS oder wie heute so sch&#246;n umbenannt DIE LINKE? Hat man die DDR zum Sturz gebracht, die Mauer eingerissen um den Ostdeutschen Demokratie zu verschaffen, oder wollte man damit der SED die M&#246;glichkeit bieten, sich &#252;ber Gesamtdeutschland auszubreiten wie ein Virus? Nein? </p>
<p>Nun denn, warum wird dann solch eine Politik gef&#246;rdert, unterst&#252;tzt, beg&#252;nstigt und vor allem akzeptiert? Weil man sie braucht? Weil man sie politisch als unsichtbares Druckmittel braucht? Ein feuerrotes Deutschland? Das gibt auch wieder Arbeitspl&#228;tze, denn wir k&#246;nnen dann eine Mauer um die gesamte Republik bauen, die Nachbarl&#228;nder werden dann kein Interesse mehr an unseren Erzeugnissen, unserer Technologie und den Bodensch&#228;tzen haben. </p>
<p>Doch zur&#252;ck zum Tag der Wahl. Oder besser, zum heutigen Tag, der „Tag Eins“ nach der Wahl. Nach der Resignation des Volkes, gestern kurz nach 18:00 Uhr, beginnen die meisten zu realisieren, da&#223; der Wunsch nach einer Ver&#228;nderung, nicht in Erf&#252;llung gehen wird. Nicht der Wunsch, da&#223; die eigene Partei an die politische Macht kommt, nein einfach der Herzenswunsch, da&#223; sich irgend etwas ver&#228;ndert, irgend etwas verbessert.</p>
<p>In ungl&#228;ubiger Erinnerung und Zweifel ob es nun Realit&#228;t oder doch Traum war, denke ich an die Szene nach, die sich nach der Wahl gestern mit den Spitzenpolitkern im Fernsehen abgespielt hatten. Sicherlich ist ein Auftreten, das den Menschen die gro&#223;en Erfolge der Wahl darlegt, f&#252;r die Herren in Anzug und Lackschuhen Pflicht. Aber was „Genosse Schr&#246;der“ ablieferte ist nicht nur eine Verh&#246;hnung des deutschen Volkes, sondern auch das offenbar wahre Gesicht eines alten, greisen und machtgeilen Politikers, dem offenbar die Geltungssucht zu Kopfe gestiegen ist.</p>
<p>Er, nur er und sonst niemand wird und kann dieses Land regieren. Nur gut, da&#223; man das wei&#223;, denn vor sechzig Jahren war schon einmal jemand dieser Auffassung, wo das endete wissen wir alle. </p>
<p>Deutschland ist politisch in einer Phase angelangt, in der links und rechts nur noch Mauern stehen. Einbahnstra&#223;enpolitk k&#246;nnte man das nennen; nettes W&#246;rtchen. Deutschland hatte die Vereinung Europas, die &#214;ffnung der Grenzen und die Einf&#252;hrung der gemeinschaftlichen W&#228;hrung vorangetrieben. All dies sind Dinge, die uns in diese miserable Lage bugsiert haben. Seit der Euro eingef&#252;hrt wurde, spielt die Preispolitik verr&#252;ckt, aus den Versprechungen es w&#252;rde sich auf den Konsumenten kaum oder gar nicht auswirken wurde nichts; zerplatzt wie eine Seifenblase.</p>
<p>Wir &#246;ffneten die Grenzen, vereinten Europa und wollen immer mehr Staaten hineinziehen, selbst Staaten, die bis vor einigen Jahren die Todesstrafe noch als legitim ansahen, was man aus deutscher Sicht (SPD/Gr&#252;ne) ja den Amerikanern vorwirft und als unmenschlich empfindet. Was wir bekommen haben, sehen wir. </p>
<p>Arbeitsplatzabbau aufgrund von billigeren Stundenl&#246;hnen im Ausland, Auslagerung von ganzen Werken ins Ausland. Ja, man h&#228;tte vielleicht auch Steuern, soziale Verh&#228;ltnisse und Arbeitsl&#246;hne aller europ&#228;ischen Nationen angleichen sollen, dann h&#228;tten wir eventuell mehr Arbeitspl&#228;tze in der BRD. Doch w&#228;hrend wir die Firmen aus dem Land treiben, wollen die Herren der Brachialpolitik nicht einsehen, da&#223; dann wenigstens die Zuwanderung verringert werden mu&#223;. Die hohe Zuwanderungsrate bringt die Erweiterung und Erzeugung von entsprechender Infrastruktur etc. etc. mit sich. Alles Faktoren, denen sich niemand stellen will. Da stehen wir nun, alle Hoffnungen erst einmal auf Eis gelegt. Neue Fragen dr&#228;ngen sich uns als Redaktion auf:</p>
<p>Wann wird dieses Volk endlich reagieren? Wann ist die Schmerzgrenze nicht nur erreicht sondern deutlich &#252;berschritten? Kaum noch Familien, deren Eltern zwischen 20 und 25 Jahren alt sind, k&#246;nnen sich noch einen Lebensstandard aufrecht erhalten, den die Kinder in Zukunft wahrscheinlich aber ben&#246;tigen. Fr&#252;he Konfrontation mit Technik und Computer ist fast unumg&#228;nglich. Junge Menschen hatten bislang kaum oder keine Chance, Ersparnisse anzulegen, allerdings extrem hohe Lebenshaltungskosten. Wer Arbeit hat, mu&#223; oft weite Fahrtstrecken in Kauf nehmen, was bei Benzinpreisen von 1,35 Euro pro Liter Super alles andere als lustig ist. Wer sich einmal die M&#252;he gemacht hat und sich errechnet hat, wie viel Geld pro Monat an Lebensmitteln verbraten wird, wei&#223; schon was wir meinen.</p>
<p>Man k&#246;nnte hier noch ewig weiter machen, aber das sprengt die Grenzen und vor allem kommen wir vom eigentlichen Thema ab: Die Wahl und das Desaster danach. Noch ist nicht entschieden, wohin die Farbreise des Parlamentes gehen wird, bzw. ob sich &#252;berhaupt so eine Regierung bilden l&#228;&#223;t, die sich nicht gegenseitig mehr behindert als dem Land gut tut. Fest steht jedoch seit gestern eines definitiv: Es geht nicht mehr um uns, nicht mehr um die Menschen die das Volk ausmachen, es geht um Macht, Profitgier und Geltungsdrang, der in Geldgeilheit ausgeartet ist.</p>
<p>Doch wehe wenn eines Tages der erste Stein geworfen wird – zur&#252;ckgeworfen vom Volk an die Politiker und Wirtschaftsf&#252;hrer. Wenn die Scheiben splittern und die Angst eindringt, selbst alles zu verlieren, wenn die Menschen sich fast aufgegeben haben. Dann k&#246;nnte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem das Volk auch wieder die Macht hat und klar macht, da&#223; Politiker lediglich Volksvertreter sind, allerdings noch lange nicht das Volk selbst. M&#246;gen wir vor solch einem Szenario beh&#252;tet werden, aber die Weichen sind bereits gestellt und das nicht erst seit dem 18. September 2005 um 18:00 Uhr.</p>
<p>Der zweite Teil von „Wer die Wahl hat, w&#228;hlt die Qual“ folgt in K&#252;rze, sofern Details &#252;ber die Regierungsbildung vorhanden sind.</p>
<p><span class="bildquelle">Foto: &copy; Bernardo Peters-Velasquez / Pixelio</span></p>
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